Dieser Trend macht lange Beine

Schlaghosen aus Jeans sind wieder da – so werden sie jetzt getragen

Schlaghosen Streetstyle
Flared Jeans sind nicht nur einfach Schlaghosen aus Denims. Im Gegensatz zu den Siebzigern gibt es jetzt die Hosen in unterschiedlichen Längen und mit unterschiedlichen Schlagweiten. Und natürlich wird sie auch anders gestylt als anno dazumal. Mit Hippie-Foklore haben die Flared Jeans nichts mehr zu tun.
Foto: Getty Images

In den Siebzigern trugen wirklich ALLE Schlaghosen aus Jeans. Je weiter der Schlag, desto cooler, war die Devise. Jetzt ist die Hose unter dem neuen Namen „Flared Jeans“ zurück. Wir erklären, wie die Denim-Schlaghosen jetzt getragen werden, ohne dass Frau dabei zu sehr nach Retro-Hippie aussieht.

Wie sieht die Flared Jeans aus?

Street Style - Paris Fashion Week Womenswear Fall/Winter 2019/2020

Der Mix macht’s! Die französische Schauspielerin Juliette Binoche trägt zur Flared Jeans eine geblümte Schluppenbluse. Die Jacke im Military-Style als Stilbruch trägt dazu bei, dass der Look nicht nach Hippie aussieht.
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 Auch der Name „Bell Bottom Blues“ beschreibt die Schnittform sehr treffend: Wie eine Glocke ist sie oben schmaler und wird zum Boden hin weiter. Es gibt aber auch Schlaghosen, die insgesamt weit und bequem geschnitten sein. Die Weite des Schlags variiert dabei je nach Modell und reicht vom leicht ausgestellten Saum bis zu weiten Hosenenden, unter denen die Schuhe gänzlich verschwinden.

In den 70ern trugen ALLE Schlaghosen

Jane Birkin

In den 70er-Jahren trug wirklich jeder Schlaghosen aus Jeans, so auch die britische Schauspielerin und Sängerin Jane Birkin (Aufnahme von 1974).
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Ihren ersten Höhenflug hatten die Schlaghosen in den 60ern und 70ern. Damals trugen Anhänger der Hippie-Kultur die weit ausgestellten Modelle in allen Farben des Regenbogens. Vor allem Schnitte waren in Mode, die am Oberschenkel etwas enger, aber nicht unbedingt figurbetont geschnitten waren. In den 90ern erlebte die Flared Jeans ein Comeback, allerdings waren die angesagten Modelle zu dieser Zeit aber deutlich weniger ausgestellt als in den 70ern. Außerdem beschränkte sich die Neuauflage der Schlaghosen diesmal auf die Damenmode, während die Jungs eher überweite Baggys trugen. Seitdem ist die Schlaghose nie wieder komplett von der Mode-Bildfläche verschwunden.

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Das ist der Unterschied zur Bootcut

Oft werden Schlaghosen mit Bootcuts verwechselt. Dabei sind Bootcut-Hosen in der Regel im Bereich der Hüfte und des Oberschenkels eng geschnitten und nur am unteren Ende leicht ausgestellt, damit man sie über Stiefel ziehen kann. Schlaghosen hingegen können auch insgesamt weit geschnitten sein. Der wichtigste Unterschied ist jedoch, wie weit der Saum ausgestellt ist: Die Bootcut-Hose ist nur leicht ausgestellt, sodass sie zwar über die Schuhe passt, aber auf diesen aufliegt. Bell-Bottom-Schnitte sind hingegen weit ausgestellt, der Saum flattert regelrecht um das Bein. Unter ihnen bleiben problemlos die aktuell angesagten Cowyboy-Boots mit dem weiten Schaft verborgen.

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Wem stehen Flared Jeans?

Street Style Paris Frau

Seit einiger Zeit sieht man vermehrt „Mini Flared Jeans“, diese endet auf Knöchelhöhe. Besonders cool in der selbstgemachten Version: Einfach mit einer Schere den Saum abschneiden und ausfransen.
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Welcher Schnitt für welche Figur?

Die Flared Jeans steht wirklich jeder Figur. Kleinere Frauen wählen am besten einen Schnitt mit hohem Bund, der optisch streckt. Unter dem weiten Saum lassen sich auch Schuhe mit hohem Absatz tragen. Große, schlanke Frauen mit wenig Taille können auch eine Hüfthose tragen, die eng anliegende Oberschenkelpartien besitzt. Frauen mit kräftigeren Oberschenkel wählen etwas weiter geschnittene Hosen, die gekonnt kaschieren und eine schlankere Silhouette zaubern. Für einen gelungenen Look ist wichtig, dass der Saum der Hose bis zum Boden reicht. Je nach Schnitt und Waschung eignen sich Flared Jeans für einen stilvollen Business Look. Hierfür wählt man am besten eine Hose mit dezentem Schlag und kombiniert sie mit einer feinen Bluse zum Büro-Outfit.

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