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Sportkarriere einer Raubkatze

Woher kommt eigentlich das Puma-Logo?

Dieses Jahr ist das Puma-Logo 50 Jahre alt geworden. Seitdem wurden Millionen von Sportartikeln mit der springenden Raubkatzen-Silhouette bedruckt. STYLEBOOK verrät die Geschichte hinter dem berühmten Markenzeichen.

Die Geschichte von Puma beginnt mit einem Streit. Die Brüder Adolf und Rudolf Dassler, die seit den 1920er-Jahren eine Sportschuhfabrik in Herzogenaurach führten, konnten sich auf einmal nicht mehr ausstehen. Also ging Adolf Dassler Ende 1948 seiner Wege und nannte seine Firma fortan Adidas. Rudolf wollte auch alleine weiter machen, doch seine erste Idee, die Firma „Ruda“ zu nennen, verwarf er schnell wieder. Klang einfach nicht dynamisch genug. Also grübelte er ein wenig rum und plötzlich fiel es ihm wie Schuppen von den Augen: Puma ist perfekt! Das klingt nach Schwung, Energie und Kampfgeist. Der neue Markenname war geboren. Das Logo allerdings noch nicht. Bis die eleganten Raubkatze neben dem Schriftzug zum Sprung ansetzt, sollten noch 20 Jahre vergehen.

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Puma-Logo ist das Werk eines Karikaturenzeichners

. In seinem persönlichen Antwortbrief von 1967, welcher das „Handelsblatt“ zitiert heißt es: „Sehr geehrter Herr Backes, vielen Dank für Ihre Puma-Entwürfe. Wir haben zwar nur Ihren ersten Entwurf verwendet, was uns aber nicht hindert, herzlichst über einige Ihrer anderen Zeichnungen zu lachen.“ Zunächst wurden 5000 Taschen mit dem frischen Logo bedruckt, doch schon bald zierte es sämtlichen Taschen, Schuhe und Trainingsanzüge. Bis heute.

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Karikaturist Lutz Backes
Karikaturist Lutz Backes konnte Puma-Chef Rudolf Dassler bereits mit seinem ersten Logo-Entwurf überzeugen

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Designexperten halten das Puma-Logo für ein Musterbeispiel

Die Wissenschaft vom Logo-Design war damals noch nicht besonders ausgefeilt, doch Backes bewies ein intuitives Talent. Die elegant und schlank gestaltete Raubkatze, die mit scheinbar müheloser Kraft zum Sprung über dem Schriftzug ansetzt, halten Experten für ein Musterbeispiel der Logo-Kunst. Das Bild hat sich derart gut eingebrannt, dass sie seit 50 Jahren nahezu unverändert geblieben ist. Die Raubkatzen-Silhouette hat somit ein Stück deutsche Design-Geschichte geschrieben.

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