Mal wieder dunkle Schatten

So entstehen Augenringe und das hilft wirklich

Kein Alkohol getrunken, lange geschlafen – und trotzdem mit tiefen Schatten unter den Augen oder geschwollenen Tränensäcken aufgewacht? Das nervt! Doch mit ein paar kleinen Tricks, lässt sich schnell etwas gegen fiese Augenringe machen.

Augen einer jungen Frau
Müder Blick, Schatten unter den Augen: nicht immer ist fehlender Schlaf Schuld an unschönen Augenringen
Foto: Getty Images

Es gibt verschiedene Ursachen für Augenringe und tatsächlich ist das häufigste Problem eine ungesunde Lebensweise. Wenig Schlaf, viel Stress, übermäßiger Konsum von Alkohol und Vitaminmangel können Grund für dunkle Augenschatten und geschwollene Tränensäcke am Morgen sein. Treten Augenringe nur ab und zu auf, helfen einfache Tricks, um schnell wieder frisch auszusehen. Sind Augenringe ein dauerhaftes Problem, sollte allerdings ein Arzt konsultiert werden.

Geschwollene Augen einfach kühlen

Dicke, geschwollene Augen kennen vor allem Allergiker besonders gut. Grund für die dicken Tränensäcke ist eine vermehrte Einlagerung von Flüssigkeit im Gewebe. Sind die Augen trocken oder befindet sich ein Fremdkörber im Auge (z.B. ein Gerstenkorn), versucht der Körper das Auge mit viel Flüssigkeit zu spülen. Die beste Lösung: Kühlen. Kalte Gurkenscheiben, spezielle Augenkühlbrillen, Teelöffel aus dem Eisschrank, sogar Bananen oder Honig helfen die Schwellung schnell zurückgehen zu lassen. Sie werden auf die Augenregion gelegt und sollen unschöne Ringe unter den Augen zum Verschwinden bringen.

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Dunkle Augenschatten ernst nehmen

Klar kann es in stressigen Zeiten zu dunklen Augenschatten kommen. Besonders Schlafmangel und unzureichende Pflege sind für die blau-violette Verfärbung der unteren Augenpartie verantwortlich.  „Grundsätzlich ist die Haut rund um die Augen sehr dünn“, erklärt Dermatologe Prof. Markus Steinert. Aufgrund des geringen Unterhautfettgewebes schimmern an dieser Stelle erweiterte Blutgefäße stärker hervor als anderswo am Körper. Mit zunehmendem Alter wird das Fettgewebe in der Augenregion oft noch dünner. „Oft sind bläulich schimmernde Augenringe aber auch genetisch bedingt“, betont Steinert, der auch Mitglied im Berufsverband der Deutschen Dermatologen ist. Die unschönen Schatten können also auch bei Jüngeren auftreten. Ein Anzeichen hierfür kann eine starke Falte mit blau-schwarzer Färbung sein. „Der Betroffene trinkt beispielsweise nicht genug Mineralwasser, hat zu wenig Schlaf oder isst nicht ausreichend Obst und Gemüse“, sagt Ursula Sellerberg von der Bundesapothekerkammer.

Augenringe lassen sich in aller Regel problemlos kaschieren – mithilfe eines Abdeckstiftes, auch Concealer genannt. „Die Farbe des Abdeckstiftes sollte einen Ton heller sein als die Hautfarbe beziehungsweise das Make-up“, sagt Monika Ferdinand vom Bundesverband deutscher Kosmetiker/-innen. Feuchtigkeitscremes mit Harnstoff, Hyaluronsäure, Aloe-Vera-Extrakten oder anderen wasserbindenden Stoffen können die dünne Haut rund um die Augen aufpolstern. „Die Cremes sollten auf die Augenpartie mit nur geringem Druck aufgetupft werden“, empfiehlt Ferdinand.

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Wann mit Augenringen zum Arzt?

Wird es aber zum Dauerzustand, dass die Haut unter den Augen grau, blau, braun, rötlich oder violett verfärbt ist oder verschlimmern sich die Symptome, dann sollte man die Ursache für die Augenringe unbedingt medizinisch abklären lassen. Auch wenn geschwollene Augen trotz spezieller Pflege und Kühlung weiter bestehen, dann sollte ein Hautarzt zu Rate gezogen werden. Der kann beispielsweise eine Blutuntersuchung vornehmen und dabei ausloten, ob etwa Vitamin- oder Eisenmangel Ursache der Augenringe sind. In selteneren Fällen können Augenringe Anzeichen einer Nieren- oder Schilddrüsenerkrankung oder einer Allergie sein.

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Letzte Option: Operativer Eingriff

Möglich ist aber auch eine Störung beim Abfluss der Lymphe. „In solchen Fällen hilft eine manuelle oder mechanische Lymphdrainage“, betont Steinert. Sie sollte von Fachkräften wie speziell ausgebildeten Kosmetikerinnen vorgenommen werden. Mitunter sind zusätzlich die Tränensäcke derart erweitert, dass die Haut schlaff herunterhängt und sich eine überflüssige Fettansammlung am Unterlid zeigt. „Am effektivsten ist hierbei ein operativer Eingriff, bei dem die sogenannten Fettsäckchen verkleinert werden“, erläutert Steinert. Sind die Augenringe durch Volumenverlust des Fettgewebes entstanden, kann die entsprechende Gesichtspartie mit Hyaluronsäure unterspritzt und so aufgepolstert werden. „Das ist in aller Regel schmerzlos“, sagt Steinert.