Von unschönen Schatten bis dicken Tränensäcke

Woher Augenringe wirklich kommen und was hilft

„Na, mal wieder durchgemacht?" - Wer am Morgen mit tiefen Schatten unter den Augen im Büro auftaucht, bekommt schnell den Partymaus-Stempel aufgedrückt. Dabei sind nicht immer zu wenig Schlaf und zuviel Alkohol schuld. Helfen Kühlung oder eine spezielle Hautpflege für die Augenregion nicht, dann sollte ein Hautarzt zu Rate gezogen werden.


Manchmal helfen kalte Gurkenscheiben, spezielle Augenkühlbrillen, Teelöffel aus dem Eisschrank oder sogar Bananen oder Honig. Sie werden auf die Augenregion gelegt und sollen unschöne Ringe unter den Augen zum Verschwinden bringen.

Mal wieder Augenringe? Gurkenscheiben helfen! Gurken haben eine aufhellende und straffende Wirkung auf die Haut und der zusätzliche Frische-Effekt ist nicht zu verachten

Mal wieder Augenringe? Gurkenscheiben helfen! Gurken haben eine aufhellende und straffende Wirkung auf die Haut und der zusätzliche Frische-Effekt ist nicht zu verachten Tipps gegen Augenringe. Foto: dpa picture alliance

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Es gibt verschiedene Ursachen für Augenringe

Wird es aber zum Dauerzustand, dass die Haut unter den Augen grau, blau, braun, rötlich oder violett verfärbt ist oder verschlimmern sich die Symptome, dann sollte man die Ursache für die Augenringe unbedingt medizinisch abklären lassen. „Grundsätzlich ist die Haut rund um die Augen sehr dünn“, erklärt Dermatologe Prof. Markus Steinert. Aufgrund des geringen Unterhautfettgewebes schimmern an dieser Stelle erweiterte Blutgefäße stärker hervor als anderswo am Körper. Mit zunehmendem Alter wird das Fettgewebe in der Augenregion oft noch dünner. „Oft sind bläulich schimmernde Augenringe aber auch genetisch bedingt“, betont Steinert, der auch Mitglied im Berufsverband der Deutschen Dermatologen ist. Die unschönen Schatten können also auch bei Jüngeren auftreten.

Ungesunde Lebensweise fördert dunkle Augenschatten

Ringe unter den Augen sind aber auch nicht selten die Folge einer ungesunden Lebensweise. Ein Anzeichen hierfür kann eine starke Falte mit blau-schwarzer Färbung sein. „Der Betroffene trinkt beispielsweise nicht genug Mineralwasser, hat zu wenig Schlaf oder isst nicht ausreichend Obst und Gemüse“, sagt Ursula Sellerberg von der Bundesapothekerkammer. Feuchtigkeitscremes mit Harnstoff, Hyaluronsäure, Aloe-Vera-Extrakten oder anderen wasserbindenden Stoffen können die dünne Haut rund um die Augen aufpolstern. „Die Cremes sollten auf die Augenpartie mit nur geringem Druck aufgetupft werden“, empfiehlt Monika Ferdinand vom Bundesverband deutscher Kosmetiker/-innen.

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. Hierbei besteht die Gefahr von allergischen Reaktionen. Augenringe lassen sich in aller Regel problemlos kaschieren – mithilfe eines Abdeckstiftes, auch Concealer genannt. „Die Farbe des Abdeckstiftes sollte einen Ton heller sein als die Hautfarbe beziehungsweise das Make-up“, sagt Ferdinand. Wenn Augenringe trotz spezieller Pflege und Kühlung weiter bestehen, dann sollte ein Hautarzt zu Rate gezogen werden. Er kann beispielsweise eine Blutuntersuchung vornehmen und dabei ausloten, ob etwa Vitamin- oder Eisenmangel Ursache der Augenringe sind. In selteneren Fällen können Augenringe Anzeichen einer Nieren- oder Schilddrüsenerkrankung oder einer Allergie sein.

Letzte Option: Operativer Eingriff

Möglich ist aber auch eine Störung beim Abfluss der Lymphe. „In solchen Fällen hilft eine manuelle oder mechanische Lymphdrainage“, betont Steinert. Sie sollte von Fachkräften wie speziell ausgebildeten Kosmetikerinnen vorgenommen werden. Mitunter sind zusätzlich die Tränensäcke derart erweitert, dass die Haut schlaff herunterhängt und sich eine überflüssige Fettansammlung am Unterlid zeigt. „Am effektivsten ist hierbei ein operativer Eingriff, bei dem die sogenannten Fettsäckchen verkleinert werden“, erläutert Steinert. Sind die Augenringe durch Volumenverlust des Fettgewebes entstanden, kann die entsprechende Gesichtspartie mit Hyaluronsäure unterspritzt und so aufgepolstert werden. „Das ist in aller Regel schmerzlos», sagt Steinert.

Augenringe, die durch übermäßige Pigmentbildung entstanden sind, können mit Lasergeräten behandelt werden. „Dadurch wird das Bindegewebe der Augenlider gestrafft“, erklärt Steinert. Solche Behandlungsverfahren sind aber auch mit Nebenwirkungen verbunden, über die Patienten aufgeklärt werden müssen. So kann es etwa zu Blutergüssen oder leichten Schwellungen an den behandelten Stellen kommen, die aber nach maximal ein bis zwei Wochen abklingen.

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