Kälte, Wasser, Aspirin…

Sonnenbrand? Diese SOS-Tipps helfen Ihrer Haut sofort

Sonnenbrand
Wohl kaum einer, der noch nie einen schmerzenden Sonnenbrand hatte. Eine Woche kann es dauern, bis er abgeklungen ist
Foto: Getty Images

Nach einem faulen Tag in der Sonne kommt am Abend die böse Überraschung: Die Haut ist rot, brennt und bildet im schlimmsten Fall unangenehme Blasen. Was auf die Schnelle gegen schmerzenden Sonnenbrand hilft? STYLEBOOK hat die besten SOS-Tipps für Ihre Haut.

Sonnenbrand – was genau ist das eigentlich? Ist jeder gleich gefährlich? Und kann man noch etwas retten, wenn es eigentlich schon zu spät ist? STYLEBOOK hat der Münchner Dermatologin Juliane Habig die wichtigsten Fragen zum Thema gestellt.

Wie entsteht Sonnenbrand?

„Die sogenannte ,Dermatitis solaris‘ entsteht, wenn UV-Strahlen auf die oberste Hautschicht treffen und diese schädigen. Dabei werden körpereigene Botenstoffe aktiviert, die eine Entzündung hervorrufen. An der Haut äußert sich diese je nach Schweregrad mit Rötung bis hin zu Blasen, Schwellungen, Schmerzen und – in sehr schlimmen Fällen – auch Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, Kreislaufbeschwerden bis hin zum Kollaps“, erklärt die Ärztin gegenüber STYLEBOOK.

Dem Strandvergnügen kann ein Sonnenbrand einen gehörigen Strich durch die Rechnung machen
Foto: Getty Images

Auch interessant: Sensitive Sonnencremes im Test – eine vom Discounter überzeugt

Warum diese sonnenbedingten Hautrötungen später sogar zu Krebs führen können? „Die UV-Strahlung schädigt die DNA. Das kann die Zelle zwar mit speziellen Reparaturmechanismen auffangen, aber nur bis zu einem gewissen Grad. Häufen sich die Schäden, kann es zu Veränderungen der Zellbiologie und zum Wachstum von Tumoren kommen“, erklärt Juliane Habig. Deswegen gilt es, Sonnenbrände unbedingt zu vermeiden.

1. Kühlen

Kälte lindert den Schmerz und hemmt die Entzündung. Eis oder ein Coolpack aus dem Tiefkühlschrank ist allerdings zu frostig und schädigt die Haut zusätzlich. Besser: kühl duschen oder kalte Umschläge auflegen. Das entzieht der Haut die übermäßige Hitze. Auch Quark und Joghurt aus dem Kühlschrank haben eine erfrischende Wirkung und spenden obendrein Feuchtigkeit. Sie können entweder direkt auf die Haut aufgetragen werden oder Sie tränken ein Geschirrtuch in Buttermilch, Milch oder Joghurt und legen es für zehn bis 20 Minuten auf.

Sie glauben nicht, WO Sie überall Sonnenbrand bekommen können

2. Pflegen

Die Haut braucht jetzt dringend Feuchtigkeit. Zarte After-Sun-Lotionen mit Zusätzen wie Panthenol, Hamamelis oder Thermalwasser beruhigen die Haut. Mansche schwören auf die beruhigende Wirkung der Aloe-vera-Pflanze: Im Falle eines Sonnenbrands einfach eines der fleischigen Blätter abschneiden und das austretende Gel direkt auf die verbrannten Stellen reiben. Die darin enthaltenden Inhaltsstoffe wirken nicht nur kühlend, sondern sollen zudem die Wundheilung fördern. Keinesfalls sollten fetthaltige Öle oder Cremes verwendet werden, da diese einen Film auf der Haut bilden, der die Heilung einschränken kann. Sie reizen die verbrannte Haut noch mehr und können zum Hitzestau führen. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass die Produkte möglichst wenig Duft- und Konservierungsstoffe und keine Emulgatoren enthalten, um weitere Reizung oder allergische Reaktionen zu vermeiden.

Aloe Vera

Aloe Vera Gel, direkt von der Pflanze auf die Haut aufgetragen, lindert Sonnenbrand sofort
Foto: Getty Images

Anzeige: Pures Aloe Vera Gel kühlt und pflegt Ihren Sonnenbrand – für schnelle Linderung!

Auch interessant: 9 Tricks für eine lange Sommerbräune

3. Trinken

Die Haut verliert bei einem Sonnenbrand viel Flüssigkeit, der Kreislauf wird stark belastet. Deshalb sollte man unbedingt ausreichend trinken, vor allem Wasser.

4. Symptome bekämpfen

Im Akutfall hilft Aspririn. Acetylsalicylsäure wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd. Das hilft jedoch nur gegen die Symptome, denn das Medikament heilt weder den Sonnenbrand noch mildert es die entstandenen Schäden.

Auch interessant: Wie Tomaten und Möhren Sonnenbrand vorbeugen können

5. Arzt aufsuchen

Ist die Rötung sehr ausgeprägt, die Haut schmerzt stark und treten Bläschen und/oder Fieber auf, sollten Sie schleunigst einen Arzt aufsuchen.

Auch interessant: Warum Selbstbräuner zu meiner Beauty-Routine gehört

6. Sonne meiden

In der Regel ist ein Sonnenbrand nach einer Woche abgeklungen. In dieser Zeit sollten Sie die Sonne meiden und sich mit richtiger Kleidung (Sonnenhut, langärmeliges T-Shirt) und hohem Lichtschutzfaktor schützen. Die pralle Mittagssonne sollte sowieso stets gemieden werden – ob mit oder ohne Rötungen.

Themen