Anleitung und Tipps

DIY-Maniküre! Shellac zu Hause auftragen – so geht's

Shellac
Schon gewusst, dass Sie für Shellac-Nägel gar nicht zwingend ins Nagelstudio müssen? STYLEBOOK erklärt, was Sie für die DIY-Maniküre brauchen
Foto: Getty Images

Manikürte Hände sind für viele Frauen ein absolutes Muss – aktuell haben aufgrund der Corona-Epidemie aber alle Nagelstudios geschlossen. Das ist aber kein Grund zu verzweifeln! Denn: Shellac kann man auch einfach zu Hause auftragen. Wie das funktioniert und worauf man bei der Do-It-Yourself Maniküre achten muss – STYLEBOOK weiß es!

Viele kennen Shellac aus dem professionellen Nagelstudio: Ein Lack, der nicht wie herkömmlicher Nagellack an der Luft trocknet, sondern unter einer Lampe aushärten muss und anschließend scheinbar ewig hält. Im besten Fall sehen die Nägel danach aus, als seien sie mit Gel behandelt worden.

Was braucht man für die Shellac-Maniküre zu Hause?

Wird der Shellac zu Hause aufgetragen, werden die gleichen Produkte wie in professionellen Nagelstudios verwendet – auf Dauer ist das definitiv günstiger als regelmäßige Termine beim Profi wahrzunehmen.

Benötigte Utensilien fürs Auftragen:

  • Nagelfeile
  • Cleaner bzw. Nagellackentferner
  • LED/UV-Lampe
  • LED/UV-Nagellack in der gewünschten Farbe
  • Bei einigen Lacken wird noch ein spezieller LED/UV-Über- und Unterlack benötigt

Klingt kompliziert, ist aber einfach zu besorgen und lohnt sich langfristig in jedem Fall. Einige Beautyshops bieten sogar spezielle Starter-Sets mit allem an, was man für die DIY-Shellac-Maniküre braucht, Kostenpunkt: ab ca. 30 Euro aufwärts.

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Wie trägt man Shellac am besten auf?

Erster Schritt: Die Nägel müssen sauber sein. Alter Lack sollte sauber entfernt werden, anschließend folgt eine einfache Maniküre, bei der die Nägel gekürzt und gefeilt werden und die Nagelhaut zurückgeschoben wird. Die Nageloberfläche sollte mit einer Feile leicht angeraut werden, damit sich der Lack besser mit dem Nagel verbindet. Aber Vorsicht! Nicht zu viel wegfeilen, damit der Nagel nicht zu dünn wird.

Danach Shellac wie normalen Nackellack auftragen und ab damit unter die UV- bzw. LED-Lampe. Wie lange der Lack aushärten muss, kann je nach Produkt um wenige Sekunden variieren. Die genaue Zeitangabe steht auf dem Lackfläschchen und kann an der Lampe eingestellt werden. Diesen Vorgang zwei Mal pro Hand wiederholen, fertig ist die Shellac-Maniküre!

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Wie kriege ich den Shellac selbst wieder von den Nägeln runter?

Shellac hält etwa zwei Wochen auf den Nägeln und muss erst wieder ab, wenn der Nagel sichtlich rausgewachsen ist oder man keine Lust mehr auf die Farbe hat. Achtung! Den Lack nie einfach abziehen oder von den Nägeln knibbeln! Beim Abziehen kann der Nagel ernsthaft beschädigt werden, was nicht nur schmerzhaft ist, sondern auch unangenehme Folgen nach sich ziehen kann.

Um den Shellac selbst zu entfernen benötigt man:

  • Nagelfeile
  • Alufolie
  • Nagellack-Entferner mit Aceton
  • Nagel-Öl (Oliven- oder Kokos-Öl sind gute Alternativen)
  • Wattepads
  • Holzstäbchen

Zuerst sollte die alte Farbe auf den Nägeln mit einer Feile leicht angeraut werden, danach ein Wattepad mit acetonhaltigem Nagellackentferner tränken und um den Nagel legen. Wichtig: Der Remover muss unbedingt Aceton enthalten, da sich der Shellac sonst nicht löst. Die Nägel samt Wattepads nun mit Alufolie umwickeln und ca. 10 Minuten warten. So löst sich der Lack vom Nagel und die Shellac-Schicht kann mit einem Holzstäbchen bzw. einem Nagelhautzurückschieber einfach entfernt werden.

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Nach der Entfernung des Shellacs sollten Hände und Nägel unbedingt gepflegt werden, am besten eignet sich Öl und Handcreme. Der Grund: Nagellack mit Aceton trocknet Hände und die Hornhaut der Nägel besonders stark aus.

Wann sollte ich auf Shellac verzichten?

Die Shellac-Prozedur ist ein Treatment, auf das nach spätestens drei Anwendungen eine mehrwöchige Pause folgen sollte, damit sich die Nägel erholen können. Eine Grundvoraussetzung ist, dass die behandelten Nägel komplett gesund sind – trockene und brüchige Nägeln kann der chemische Lack angreifen und zusätzlich schwächen. Außerdem sollte bei kleineren Verletzungen der Nagelhaut oder am Nagelbett kein UV- oder LED-Lack verwendet werden, der die Regeneration des Nagels zusätzlich hemmt.