Model zeigt Pigmentflecken

GNTM-Anuthida: »Sie nannten mich ,behinderte Kuh‘

2015 sicherte sich Anuthida Ploypetch im GNTM-Finale den zweiten Platz hinter Vanessa Fuchs. Jetzt überzeugt die gebürtige Thailänderin mit einem ehrlichen Post bei Instagram – ein Plädoyer für mehr Ehrlichkeit in Zeiten von Filter und Photoshop.

View this post on Instagram

Die alte Anuthida ist wieder da! 🙃 Freunde, mir liegt etwas auf dem Herzen, das ich gern mit euch teilen möchte und ich würde mich mega freuen, wenn ihr euch kurz paar Minuten Zeit nehmt. Ständig kriege ich Nachrichten wie ich es schaffe so selbstbewusst zu sein. Dennoch ist es leider nicht ganz so wie es scheint: Einigen ist es aufgefallen, dass meine Haut in letzter Zeit „nicht mehr so rein“ ist. Das liegt daran, dass ich vor kurzem komplett aufgehört habe mich selbst zu bearbeiten. Ich habe realisiert, dass ich vor 3 Jahren sehr beeinflussbar war. Bilder „Instagramtauglich“ zu machen war, und ist damals wie bis heute gang und gebe in dem Job. Ich will niemanden ein schlechtes Gefühl geben, wenn ich das euch schreibe, denn mein Wunsch ist es, dass sich jeder frei und wohl fühlt. Ich frage mich nur, warum man sich verändert, wenn man doch eigentlich schon so schön ist wie man ist? Das Selfie hier von mir ist unbearbeitet. Ich kriege seitdem ich klein bin von der Sonne Pigmentflecken, weshalb ich in der Grundschule immer „die behinderte Kuh“ genannt wurde. An der Stirn habe ich eine kleine Narbe von meinen Windpocken, die ich vor 3 Jahren zum 2. mal bekam. Damals wär ich mit 41 Grad Fieber beinahe gestorben, wenn meine Mutter mich nicht gefunden hätte (danke dafür Mama @itsbenyapa 😏 ) Ich bekam viele Absagen von Kunden, da meine damals noch frischen Narben „hässlich“ wären. Heute frage ich mich, weshalb ich mir das zu Herzen genommen habe? Ich bin doch genauso mit Narbe und Pigmentflecken wunderschön, wenn nicht sogar schöner, denn das bin doch Ich! Bitte macht euch nicht zu dem was ihr nicht seid. Ich lege euch das aus Erfahrung ans Herz. Lasst euch bloß niemals sagen, dass ihr nicht gut genug seid. Weder von Jungs noch von Mädchen, denn jeder trägt Probleme mit sich und ist auf der Suche nach sich selbst und das ist auch völlig in Ordnung. Gut genug sind wir alle. Sagt euch wie stolz ihr seid, lächelt euch morgens im Spiegel an, sagt euch jeden Tag, dass ihr wunderschön seid. Wir könnten doch ganz einfach gemeinsam in diese Richtung gehen und versuchen unsere Welt füreinander zu gestalten und uns so zu akzeptieren wie wir sind. Was meint ihr? 🙏🏾

A post shared by another chaotic soul (@anuthida) on

„Einigen ist es aufgefallen, dass meine Haut in letzter Zeit ,nicht mehr so rein‘ ist. Das liegt daran, dass ich vor kurzem komplett aufgehört habe, mich selbst zu bearbeiten“ – mit einem langen Posting wendet sich die 21-Jährige an ihre Follower bei Instagram.

Auch interessant So sieht Cathy Hummels wirklich im Bikini aus

Pigmentflecken von der Sonne

Für Anuthida heißt das, dass sie ihre Narben und Pigmentflecken nicht mehr länger überschminken oder verstecken möchte. Dabei erklärt sie ausführlich ihre neue, selbstbewusste Offenheit: „Mein Wunsch ist es, dass sich jeder frei und wohl fühlt. Ich frage mich nur, warum man sich verändert, wenn man doch eigentlich schon so schön ist wie man ist?“, so das Model und bebildert seine Ausführungen mit einem unbearbeiteten Selfie. Seit ihrer Kindheit bekomme sie „von der Sonne Pigmentflecken, weshalb ich in der Grundschule immer ,die behinderte Kuh‘ genannt wurde“, schreibt Anuthida weiter. Hinzu kämen kleine Narben, die eine erneute Windpockenerkrankung vor drei Jahren hinterlassen habe.

GNTM-Zweite Anuthida

Anuthida im lässigen Streetstyle unterwegs in München
Foto: Getty Images

Narben, wegen derer ihr sogar Jobs vor der Kamera verwehrt wurden, erzählt Anuthida, die auch dreieinhalb Jahre nach ihrer GNTM-Platzierung immer noch als Model arbeitet, weiter. Fakt ist: Ihre Message kommt an, unzählige Fans reagierten bereits auf den Eintrag und feiern die 21-Jährige, die mit dem erfolgreichen Blogger Richard Koll liiert ist, für ihre Offenheit und ihr Selbstbewusstsein – auch in Zeiten von „Body Positivity“ noch längst keine Selbstverständlichkeit.