Der stylischste Film der 90er

Was wurde eigentlich aus den „Clueless“-Stars?

Clueless
Mit frechen Sprüchen und stylischen Klamotten prägten die „Clueless“-Zicken Dionne (l.) und Cher (r.) eine ganze Generation
Foto: dpa picture alliance

Bis heute vergeht kein Jahr, in dem wir uns die alte DVD nicht einlegen würden: „Clueless – Was sonst!“ war DIE Teenager-Liebes-Komödie von 1995. Zu schade wäre es auch, die kultige Chaos-Clique um Cher (gespielt von Alicia Silverstone), Dionne (Stacey Dash), Amber (Elisa Donavan ) und Tai (Brittany Murphy) aus den Augen zu verlieren. STYLEBOOK hat herausgefunden, was die Darsteller noch so getrieben haben.

Designermode, schicke Autos, süße Jungs und Nasenkorrekturen: Für Cher und Dionne, die wohl verwöhntesten Gören der elitären Bronson Alcott High School, zählten abgebrochene Fingernägel zu den größeren Problemen des Lebens. Ihr dekadenter Lifestyle machte unzähligen Fans so viel Spaß, dass daraus eine Spin-Off-Serie entwickelt wurde. „Clueless – Die Chaos-Clique“ lief über sechs Staffeln – zwar ohne die Original-Cher Alicia Silverstone in der Hauptrolle, aber mit der gleichen herrlichen Ironie.

Filmplakat Clueless

„Clueless“ war DIE Kult-Komödie der 90er Jahre. Und sie macht heute noch genau so viel Spaß wie damals.
Foto: Getty Images

Und auch in Zukunft bleiben uns die Kult-Zicken erhalten. So wird es bald nicht nur ein Remake des Films geben, wie Drehbuchautorin Marquita Robinson „Hollywood Reporter“ berichtete, sondern ab dem 20. November wird in New York das Musical „Clueless, The Musical“ uraufgeführt. Die Rolle der „Cher Horowitz“ übernimmt die US-Jungschauspielerin Dove Cameron.

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Alicia Silverstone hat man immer mal wieder in Filmen gesehen, so auch in gleich drei Musikvideos von Aerosmith. Unvergessen: ihr Auftritt in „Crazy“ 1993, zusammen mit Liv Tyler. Was sie und die anderen Girls sonst noch gemacht haben? STYLEBOOK verrät‘s:

Alicia Silverstone als „Cher Horowitz“

Alicia Silverstone

Alicia Silverstone bei der „American Woman“-Show in New York im Juni 2018
Foto: Getty Images

Ohne ein brandneues Designeroutfit, eine perfekte Frisur und Maniküre wäre Cher Horowitz niemals vor die Tür gegangen. Doch so überzeugend sie als damals 19-Jährige die personifizierte Oberflächlichkeit gespielt hat, so anders tickt Alicia Silverstone (Jahrgang 1976) im echten Leben. Ob sie wohl deshalb nicht am Spin-Off mitwirken wollte? Mit Serien hatte sie es ohnehin nie so und blieb beim Film, spielte etwa 1997 das Batgirl in „Batman und Robin“, 2017 war sie neben Colin Farrell und Nicole Kidman in „The Killing of a Sacred Deer“ zu sehen, der bei den Filmfestspielen in Cannes eine Goldene Palme für das beste Drehbuch erhielt.

Neben der Schauspielerei setzt sich die überzeugte Veganerin für Umwelt und Tierschutz ein. Und auch privat ist die Schauspielerin trotz Trennung im Februar 2018 von Ehemann Christopher Jarecki glückliche Single-Mom. Zusammen mit dem Punkrocker hat sie eine Sohn, Bear (*2011). Doch wie sie im Interview mit „Working Mother“ erzählte, kann sie sich durchaus vorstellen, ein zweites Kind mit ihrem Ex zu bekommen. Die Trennung nach 13 Jahre Ehe erfolgte in aller Freundschaft. „Sie lieben und respektieren einander immer noch sehr und bleiben sehr enge Freunde“, teilte damals ein Sprecher der Schauspielerin mit.

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Stacey Dash als „Dionne“

Stacey Dash

Heute ist es um Stacey Dash ruhiger geworden. Red-Carpet-Auftritte, wie hier im „Trump International Hotel“ in Washington, D.C. im Mai 2018, eher selten.

Foto: dpa picture alliance

Unglaublich, dass diese Frau schon über 50 sein soll! Ihre guten Gene machten sich schon 1995 bemerkbar, als Stacey Dash (*1967) in „Clueless“ ein Highschool-Girl spielte – mit immerhin 28 Jahren. Schon vor ihrer Rolle als Chers beste Freundin war sie in verschiedenen US-Serien zu sehen, unter anderem in „Die Bill Cosby Show“ und „Der Prinz von Bel Air“. Sie spielte auch in der „Clueless“-Serie mit, woraufhin ihre TV-Karriere etwas stagnierte. 2006 zog sie sich noch einmal für den Playboy aus, danach endete ihre Schauspielkarriere. Auch mit ihrer Popularität ging es immer weiter bergab. Bei der Oscarverleihung 2016 redete sie sich um Kopf und Kragen mit der Kritik an schwarzen Schauspielkollegen, die der Veranstaltung aufgrund vermeintlicher Rassendiskriminierung überzeugt fernblieben. „Wir müssen aufhören, uns darüber zu beschweren, dass die Weißen uns unterdrücken. Wir sollten die Oscars nicht boykottieren und wir müssen Chris Rock als Host unterstützen“, so die Zweifach-Mutter. Auch privat lief’s nicht rund: Gleich drei Ex-Männer gehören zu ihrem Repertoire.

Doch das Jahr 2018 wurde zum Wendepunkt in ihrem Leben, sowohl beruflich als auch privat. Statt auf die Schauspielerei, wolle sich die Amerikanerin jetzt auf die Politik konzentrieren. Als überzeugte Republikanerin kandidierte sie im März für das Repräsentantenhaus in Kalifornien, zog ihre Kandidatur allerdings nach einem Monat wieder zurück. Nur einen Monat später heiratete sie still und heimlich Jeffrey Marty, den Anwalt der „Page Six“-Kolumne der „New York Times“.

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Elisa Donavan als „Amber Marien“

Elisa Donovan

Elisa Donovan bei der Comic Con in Los Angeles im Oktober 2017
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Elisa Donovan als „Amber Marien“ war die Zicke vom Dienst, die sich mit Cher und Dionne legendäre Wortgefechte lieferte. Doch die Frau hinter der Rolle, die für so viel Belustigung sorgte, litt unter schwerer Essstörung und Bulimie. Wie sie in späteren Interviews gestand, listete sie auf, was andere aßen – etwa ihre Schauspielerkollegen – und verglich ihren eigenen Diätplan damit. Zum Glück hat sie ihre Probleme überwunden und auch schon lange ihr privates Glück gefunden: Sie ist seit 2012 verheiratet und Mutter einer vierjährigen Tochter. Auch beruflich wurde es immer besser, sie hat in unzähligen US-Produktionen mitgespielt, unter anderem in „Sabrina – Total Verhext!“

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Brittany Murphy als „Tai Frasier“

Brittany Murphy

Tragisch: Brittany Murphy
wurde nur 32 Jahre alt, der Hollywood-Star wurde verstarb an einer verschleppten Lungenentzündung.
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Schon mit 13 hat Brittany Murphy (1977-2009) in Werbespots mitgespielt. Ihr großer Durchbruch kam mit „Clueless“, in der Rolle der naiven neuen Mitschülerin Tai, die bald den Spieß umdrehte und zur Anführerin wurde. Danach ließen die großen Rollen nicht lange auf sich warten, Murphy spielte etwa an der Seite von Angelina Jolie und Winona Ryder in „Durchgeknallt“, in der Comic-Verfilmung „Sin City“, neben Michael Douglas in „Sag kein Wort“, in Eminems Drama „8 Mile“ und etlichen mehr. 2009 dann die tragische Nachricht: Tod durch Herzversagen durch eine verschleppte Lungenentzündung. Sie hinterließ ihren Ehemann, den Drehbuchautor Simon Monjack, der nur fünf Monate später auch an Herzversagen verstarb.

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