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Wie Christopher Atkins heute aussieht

Erinnern Sie sich noch an „Richard“ aus „Die blaue Lagune“?

Brooke Shields und Christopher Atkins in „Die blaue Lagune“
Brooke Shields und Christopher Atkins in „Die blaue Lagune“. Atkins war bei den Dreharbeiten gerade mal 18 Jahre altFoto: dpa Picture Alliance

18 Jahre alt war Christopher Atkins, als er als blond gelockter Richard mit Brooke Shields in der Südsee strandete. „Die blaue Lagune“ – ein Film, der bei den Kritikern durchfiel, sich aber dennoch ins kollektive Kino-Gedächtnis brannte.

Eigentlich sollte Matt Dillon damals die Rolle bekommen – als der ablehnte, wurden 4000 Teenies gecastet. Schließlich erhielt der sportbegeisterte High-School-Boy Christopher Atkins den Zuschlag, der bis zu diesem Zeitpunkt noch nie vor einer Kamera gestanden hatte. Der blonde Teenie mit dem Bubi-Gesicht passte perfekt in die Rolle des Richard Lestrange, der nach einem Schiffsbrand zusammen mit seiner Cousine Emmeline (Brooke Shields) auf einer einsamen Insel landet und dort über die Jahre heimisch wird.

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Die blaue Lagune
Dreieinhalb Monate dauerten damals die Dreharbeiten, die Rückkehr in die Normalität sei ihm extrem schwer gefallen, verriet Atkins später dem „Stern“Foto: dpa Picture Alliance

Locken dank Lockenstab

Tatsächlich waren die Locken gar nicht echt, wie Atkins Jahre später im Interview mit dem „Stern“ verriet: Eigentlich habe er völlig glatte Haare, der Lockenkopf sei ein „Spleen der Drehbuchautoren“ gewesen. Atkins: „Selbst zum Vorsprechen musste ich eine blonde Lockenperücke mitbringen. Meine Mutter hatte zum Glück noch so ein verstaubtes Teil. Während des Drehs trug ich dann allerdings keine Perücke mehr. Meine blondierten Haare wurden jeden Tag mit dem Wickelstab bearbeitet. Eine lästige Tortur.“

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Christopher Atkins
40 Jahre später: Christopher Atkins feierte im Februar 2021 seinen 60. GeburtstagFoto: Getty Images

Tiefschläge nach dem Kino-Erfolg

Im Anschluss an „Die blaue Lagune“ war Atkins noch vier Jahre bei „Columbia Pictures“ unter Vertrag, der große Erfolg auf der Leinwand blieb allerdings aus. Es folgte eine Gastrolle bei „Dallas“ und mehrere kleinere Engagements. Zeitweise hatte der Schauspieler mit Alkoholabhängigkeit zu kämpfen, eine Ehe scheiterte. Heute ist Atkins 60 Jahre alt, arbeitet laut „Twitter“ als Drehbuchautor und Produzent in Los Angeles und steht immer noch ab und an vor der Kamera. In seinen Gesichtszügen lässt sich auch mehr als 40 Jahre nach dem Blaue-Lagune-Erfolg noch gut der junge „Richard“ erkennen, die (heute glatte) Matte und die sportliche Statur ist ihm erhalten geblieben.

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„Die Blaue Lagune“ – Fluch und Segen zugleich

Für damalige Zeiten ungewöhnlich sorgte der Film wegen seiner Freizügigkeit für Aufsehen, Atkins war meist mit einem simplen Lendenschurz oder in einigen Szenen sogar komplett hüllenlos zu sehen. Die (verbotene) Liebe, die sich zwischen ihm und Shields alias Emmeline entwickelte und in einem Baby gipfelte, polarisierte: Für viele war Christopher Atkins das Teenie-Idol der frühen 1980er-Jahre, Star-Schnitte zierten Kinderzimmer, „Bravo“ druckte Autogrammkarten des Jung-Schauspielers. Andere wiederum warfen dem Streifen völlige Realitätsferne vor: „Der Film ist eine extrem idealisierte Romanze, in der Kinder in einer Hütte leben, die aussieht wie ein ‚Honeymoon Cottage‘ aus einem Club Med, während Einheimische auf der andern Seite der Insel Menschen opfern“, schrieb Filmkritiker Roger Ebert. Der Umgang mit dem Erwachen der Sexualität der beiden Protagonisten sei peinlich und provoziere Fremdscham. Tatsächlich habe es zwischen ihm und Brooke so gar nicht geknistert, verriet Atkins im „Stern“-Interview. Sie sei viel zu jung für ihn gewesen. Und außerdem hätte „beim kleinsten Annäherungsverdacht ihre Mutter dazwischengefunkt“.