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Beauty-Eingriff erklärt

Was bringt ein Spider Lifting fürs Gesicht?

Frau im Close up
Straffe Haut dank Spider Lifting? Wir erklären, was hinter dem Beauty-Eingriff steckt.Foto: iStock/VGL

Eins vorab: Spider Lifting hat nichts mit Spinnen zu tun. Es bezeichnet eine nicht-operative Lifting-Methode, die besonders sanft und natürlich zu einer langfristigen Gesichtsverjüngung führen soll. Wie das funktioniert und was Sie beachten müssen, STYLEBOOK hat einen Experten gefragt.

Was ist Spider Lifting?

„Das Spider Lifting oder zu Deutsch Spinnennetz-Fadenlifting, bezeichnet einen nicht-invasiven Eingriff zur Revitalisierung, Straffung und Verjüngung der Gesichtshaut“, weiß Dr. Ko-Ming Chen, Dermatologe und Dermahistologe in Düsseldorf. „Es ist eine besondere Form des Fadenliftings und stellt eine sanfte Methode zur Faltenbehandlung dar. Das Gesicht kann sozusagen ohne operativen Eingriff in Form gebracht werden.“

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Wie funktioniert Spider Lifting?

Bei dieser Lifting-Methode werden selbst auflösende Fäden durch die Verwendung von Mikronadeln in das Hautgewebe wie ein Spinnennetz eingesetzt. Sofort beginnt der Körper, sein eigenes Gewebe um die Fäden herumzuweben. Somit lassen sich bestimmte Gesichtskonturen betonen sowie erschlaffte Hautpartien anheben und glätten.

„Beim Fadenlifting wird das Gesicht aber nicht nur gestrafft, denn die Fäden stimulieren unmittelbar nach deren Einsetzen die körpereigene Kollagen-, Elastin- und Fibroblastenproduktion. Dadurch wird ein gestrafftes, verjüngtes und besonders natürliches Behandlungsergebnis erreicht“, so Dr. Chen.

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Was ist das besondere an den Fäden?

Die verwendeten Polydioxanon-Fäden sind von besonders hoher Qualität und haben sich hinsichtlich Sicherheit seit Langem in der Chirurgie bewährt. Ihre hohe Verträglichkeit minimiert das Risiko von Komplikationen signifikant. Sie sind vollkommen resorbierbar, werden also komplett und rückstandslos vom Körper abgebaut. Aber das Beste ist, dass sie zusätzlich zur Hautstraffung auch körpereigene regenerative Prozesse im Inneren der Haut anregen und so zu langfristigen und natürlichen Resultaten führen.

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Die Vorteile: sanft, effektiv und gut verträglich

Da es sich um eine nicht-operative und besonders sanfte Lifting-Methode handelt, ist es für den Körper weniger belastend als ein herkömmliches Lifting. Die Behandlung gilt als gut verträglich und verspricht außerdem keine sichtbaren Narben, eine schnelle Heilungszeit sowie ein geringes Schmerz- und Entzündungsrisiko. Zudem ist die Behandlungsdauer von etwa 30 bis50 Minuten sehr überschaubar und schmerzarm.

Besonders geschätzt wird von den Patienten, dass der natürliche Gesichtsausdruck erhalten bleibt und das Behandlungsergebnis schon direkt nach dem Eingriff sichtbar ist und sich in der Folgezeit sogar noch verbessert, da die Fäden dann ihre Kollagenstimulierende Wirkung zeigen.

So viel kostet das Spider Lifting

Auch die Kosten sind relativ überschaubar. Sie beginnen bei etwa 300 Euro, orientieren sich allerdings am Umfang des endgültigen Liftings und werden im Beratungsgespräch festgelegt.

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Nachteile: Ein Eingriff bleibt ein Eingriff

„Auch die schonendste Lifting-Methode bleibt ein ästhetischer Eingriff in den Körper und daher mit möglichen Risiken verbunden, die unter anderem von der individuellen Konstitution, dem Hauttyp und dem Lebensstil des Patienten abhängen“, so Experte Chen. Beim Spider Lifting halten sich die Risiken aber sehr in Grenzen, nur ganz vereinzelt können Blutergüsse, Schwellungen und Rötungen auftreten. Diese klingen aber in der Regel nach wenigen Tagen wieder ab.

Für wen und für welche Hautpartien ist sie geeignet?

Das Spider Lifting ist eine sanfte Methode für nahezu jeden Hauttyp. Es eignet sich besonders für die Gesichtsbehandlung, wie etwa Falten im Stirn- und Schläfenbereich, Nasolabialfalte, Verformungen im Wangen- und Kieferbereich, ebenso wie für tiefe Linien an Hals und Dekolleté. Aber auch an Brust, Oberarmunterseite, Bauch, Oberschenkel und Gesäß kann es zu einer langfristigen Straffung führen.

Für wen ist Spider Lifting nicht geeignet?

Obwohl die Methode als sehr verträglich gilt, ist sie nicht für jeden geeignet. Sollte die Haut bereits sehr stark erschlafft sein und eine besonders ausgeprägte Faltenbildung aufweisen, könnten die Resultate weniger sichtbar und damit zufriedenstellend ausfallen. „Von nahezu jeder Lifting-Methode wird Personen abgeraten, die an einer Autoimmun- oder Krebserkrankung leiden, entzündliche Hauterkrankungen, Allergien, Wundheilungsstörungen oder eine ausgeprägte Narbenbildung aufweisen. Auch Diabetiker, Schwangere und stillende Personen sollten auf ein Lifting verzichten“, empfiehlt Dr. Chen.

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Was müssen Sie vor und nach dem Eingriff beachten?

Vor dem Eingriff

„Wie bei jedem ästhetischen Eingriff sollte Sie nur einen vertrauensvollen, erfahrenen Facharzt aufsuchen. Dieser sollte sich vorab ausreichend Zeit nehmen für eine genaue Untersuchung der Haut und eine strenge Indikationsstellung, um das bestmögliche Ergebnis anzustreben“, rät Dr. Chen. „Außerdem sollte er all Ihre Fragen beantworten und sie hinreichend für Ihre individuellen Risiken und die nötige Nachsorge aufklären.“

Nach dem Eingriff

Gerade in den ersten Tagen nach dem Eingriff sollten Sie Ihre Mimik schonen und möglichst wenig Gesichtsbewegungen oder gar Grimassen ausführen. Außerdem sind Sonnenbaden, Sauna und Solarium tabu ebenso wie körperliche Anstrengung. Geben Sie Ihrem Körper ausreichend Zeit zur Regeneration.

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Wie lange hält die Hautstraffung an?

„Die verwendeten Fäden beginnen, sich nach etwa zwölf Monaten abzubauen, wodurch das Behandlungsergebnis nach ein bis zwei Jahren nachlässt. Auf Wunsch kann die Behandlung aber problemlos direkt wiederholt werden“, so Chen. „Und genau das macht sie unter anderem so beliebt, denn durch die Wiederholbarkeit kann man gewissermaßen die Hautalterung längerfristig aufhalten.“

Quelle

– mit fachlicher Beratung von Dr. Ko-Ming Chen, Dermatologe und Dermahistologe, Praxis für Dermatologie und Ästhetik in Düsseldorf

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