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Giftfreie Alternative zu Botox

Das kann das Anti-Falten-Mittel Notox

Notox-Spritzen auf rosafarbenem Hintergrund
Notox sieht so aus wie Botox, ist aber eine giftfreie AlternativeFoto: Getty Images

Ob Mimikfalten, Lederhaut oder Knitterfältchen – Notox verspricht, das Hautbild zu verjüngen. Doch was steckt hinter der Alternative zu Botox? Ist es wirklich so ungefährlich, wie die Beauty-Industrie behauptet? STYLEBOOK hakte bei einer Expertin nach.

Wie wirkt Notox und woraus besteht es?

Der Name Notox (offiziell Argireline genannt) verspricht nicht toxisch zu sein, also ungiftig. Aber was steckt drin? Notox ist ein Peptid, zusammengesetzt aus einer Verbindung von sechs Aminosäuren, das lokal eingesetzt Nervenbotenstoffe hemmen kann. „Es werden weniger Neurotransmitter ausgeschüttet, wodurch der Muskel weniger stark kontrahiert“, erklärt Corinna Maria Klar, Expertin für ästhetische Medizin von Maria Klar aesthetics in Hamburg. So wirkt Notox entspannend auf die Gesichtsmuskeln, hat einen faltenglättenden und teilweise sogar präventiven Effekt.

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Der Unterschied zwischen Botox und Notox

Im Gegensatz zum Aminosäure-Präparat Notox ist Botulinumtoxin (umgangssprachlich Botox) ein Gift, das von einem Bakterium gebildet wird. Corinna Maria Klar beschreibt seine Wirkung so: „Botox wirkt durch eine Unterbrechung der Impulsübertragung vom Nerv zum Muskel und führt dadurch zu vorübergehenden Lähmungen der Muskulatur.“ Zu Lähmungen dieser Art kommt es bei Notox nicht. Die giftfreie Alternative ist jedoch weniger intensiv und hat nur Einfluss auf obere Hautschichten, weshalb die Behandlung für lang anhaltende Effekte regelmäßig wiederholt werden muss.

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Wie läuft eine Notox-Behandlung ab?

Tut’s sehr weh? „Nein“, meint Corinna Maria Klar. Um das Peptid in die richtigen Stellen des Gesichts zu bekommen, wird in der Regel mit sehr feinen Nadeln gearbeitet, die bestenfalls kaum zu spüren sind. „Ich empfehle KundInnen ich die Bereiche Stirn, Zornesfalte und Augen in Kombination zu behandeln. Hierfür wird die Mimik aktiviert und die Lösung zeitgleich in den Muskel gespritzt“, so die Beauty-Expertin. Eine Behandlung dauert ca. 30 Minuten.

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Nebenwirkungen und Risiken von Notox

Faltenfrei ohne Gift oder Schmerzen? Klingt zu schön um wahr zu sein? Tatsächlich gibt es keine offiziell dokumentierten Risiken und Nebenwirkungen der Aminosäuren. Nach der Injektion kann es zu einer Rötung und/oder Schwellung um die Einstichstelle sowie Blutergüssen kommen. Für die ersten 24 Stunden nach einer Behandlung sollten direkte Sonneneinstrahlung, Solarium und Sauna gemieden werden.

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Für wen eignet sich Notox?

Mal ehrlich: Mimikfalten sind normale Spuren, die das Leben nun mal hinterlässt. Viele Menschen nehmen diese kleinen Veränderungen im Gesicht an, fühlen sich wohl damit und finden sich nach wie vor schön. Wenn man aufgrund von Falten jedoch nicht mehr so gern in den Spiegel schaut, kann Notox eine Lösung sein. Schließlich sollte das Selbstbewusstsein nicht unter ein paar Falten leiden, oder?

Corinna Maria Klar rät ihren PatientInnen zu Notox bei „starker mimischer Aktivität. Diese findet man vor allem an Stirn, Augen und der Zornesfalte, aber auch im Kinn, Kieferbereich und Mundwinkeln. Im Alter kontrahiert die Muskulatur im Gesicht von Jahrzehnt zu Jahrzehnt mehr. Notox kann die Haut glätten und als Prävention wirken.“

Quelle

– mit fachlicher Beratung von Corinna Maria Klar, Expertin für ästhetische Medizin, Maria Klar aesthetics in Hamburg

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