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Skincare

Wer steckt eigentlich hinter Lush? Kosmetik-Label im Check

Badekugel, die sich auflöst
Eine echte Badebombe! Damit wurde Lush berühmt.Foto: PR

Geschäfte von Lush duften normalerweise schon von weitem. Bunte Badebomben und Seifen gehören zu den Bestsellern des britischen Labels. Doch wussten Sie, dass der Firmengründer einst obdachlos gewesen ist? STYLEBOOK fasst die spannendsten Fakten zusammen.

Lush: Die Erfinder der Badebombe

Das Ehepaar Mo und Mark Constantine gründete Lush 1995 mit vier weiteren Freunden. Der Hauptsitz liegt in Poole in der englischen Grafschaft Dorset. Heute hat Lush weltweit über 900 Shops. Allein im Jahr 2019 produzierte das Label nach eigenen Angaben 1,9 Millionen Shampoo-Bars. Am berühmtesten aber sind die Badebomben – Mo Constantine hat 1989 die erste erfunden.

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Im regulären Sortiment kann man heute zwischen 22 verschiedenen Badebomben auswählen. Die Badebombe „Butterball“, die kleine Kakaobutterstückchen enthält, ist seit Gründung des Labels dabei. „Auch wenn die Badebombe schon mehr als 30 Jahre existiert, erfreut sie sich immer noch großer Beliebtheit“, sagt Ruth Andrade, Leiterin des Lush-Teams „Regenerative Impact & Earth Care“ gegenüber STYLEBOOK. „Die Kategorie ‚Badebomben’ war in den letzten zwölf Monaten die weltweit umsatzstärkste Kategorie in Deutschland hinter ‚Haare’.“ Die weltweit am häufigsten verkaufte Badebombe ist übrigens die „Intergalactic“ mit Grapefruitöl und Pfefferminzöl.

Das feste Shampoo, der Shampoo Bar, ist auch eine Erfindung von Lush-Mitbegründerin Mo Constantine. 1988 hat sie das Patent für den weltweit ersten Shampoo Bar angemeldet. 

Lush-Gründer: Erst obdachlos, dann Queen-Liebling

Mark Constantine hatte nach einem Bericht des britischen Obdachlosen-Magazins The Big Issue als Teenager kein festes Dach über den Kopf. Er lebte stattdessen in einem Zelt im Wald. Auslöser soll die Trennung seiner Mutter und seines Stiefvaters gewesen sein. Heute erzielt Mark Constantine mit Lush Millionengewinne – trotz Corona-bedingter Einbußen, wie das Handelsblatt im Juni 2021 berichtete.

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2011 wurden die Gründer für ihren Einsatz im Dienste der britischen Kosmetikindustrie ausgezeichnet. Die Queen verlieh den beiden höchstpersönlich auf Schloss Windsor den Verdienstorden OBE (Officer of the Order of the British Empire).

Bei den Inhaltsstoffen ist noch Luft nach oben

Auch wenn Lush mit „frischer handgemachter Kosmetik“ wirbt, gehören die Produkte nicht zu Naturkosmetik. Das Label steht wegen umstrittener Inhaltsstoffe wie Parabenen oder Lilial immer wieder in der Kritik. Laut Öko-Test habe sich Lilial in Tierversuchen als potenziell fortpflanzungsgefährdend herausgestellt. „Wir nehmen das Feedback, das an uns herangetragen wird sehr ernst“, beteuert Ruth Andrade, Leiterin des Lush-Teams „Regenerative Impact & Earth Care“, auf STYLEBOOK-Nachfrage. „Der Duftstoff Lilial wurde bereits aus unseren beliebtesten Produkten entfernt.“ Das Unternehmen arbeite daran, Lilial aus allen Produkten zu verbannen – spätestens im März 2022 soll es soweit sein.

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