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Nachgehakt

Was bewirken Elektrolyte in der Hautpflege?

Cremetiegel
Elektrolyte kommen auch in der Kosmetik zum Einsatz. Was verbirgt sich genau dahinter? Foto: Getty Images

Mittlerweile werden nicht nur Getränke mit Elektrolyten angereichert, auch bei Cremes und Reinigungslotionen kommt nicht selten der Extra-Energieschub in den Tiegel. Doch wozu ist das gut? Und für wen sind solche Produkte besonders geeignet? STYLEBOOK hakte bei der Münchner Kosmetikerin Annett Gröger nach.

Wer regelmäßig Sport treibt, kennt sie: isotonische Getränke, die dabei helfen sollen, den Elektrolyte-Haushalt im Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen, denn durchs Schwitzen werden wichtige Stoffe wie Magnesium, Kalium, Natrium und Calcium vermehrt ausgeschieden. Das kann Folgen haben: Ein Calcium-Mangel beispielsweise kann laut „Pharmazeutischer Zeitung“ zu Muskelkrämpfen und längerfristig zu brüchigen Fingernägeln führen. Aber was bewirken Elektrolyte, wenn sie auf die Haut aufgetragen werden?

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Luftverschmutzung – der Feind der Haut

„Die Haut ist unser größtes Körperorgan. Wenn ihr Mineralhaushalt ins Wanken gerät, wirkt sich das auch auf unser Hautbild aus“, erklärt Annett Gröger, Kosmetikerin und Autorin. „Die Haut trocknet aus und beginnt sich zu schuppen. Pflegeprodukte mit Elektrolyten spenden Feuchtigkeit und machen die Haut wieder geschmeidig.“ Ein großes Problem stelle dabei die Luftverschmutzung dar – „sie trägt mittlerweile mindestens genauso stark zur Hautalterung bei wie UV-Strahlung“, so Gröger. „Schmutzpartikel in der Luft dringen tief in die Poren ein, lösen Entzündungen aus und lassen die Haut altern.“ Elektrolythaltige Cremes sollen wegen ihrer antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkung vor diesen Umweltschäden schützen.

Beliebt sind Produkte mit Thermalwasser

„Die meisten Pflegeprodukte enthalten eine Kombination verschiedener Mineralien“, erklärt Annett Gröger. Es werden Zusätze wie Kalium, Magnesium und Calcium beigemischt, die Hersteller versprechen eine Stärkung der Hautbarriere und die Unterstützung der Produktion neuer Hautzellen. „Viele Cremes und Reinigungsprodukte sind in diesem Zusammenhang auch mit Thermalwasser angereichert“, erklärt Gröger.

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