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Skincare

Die besten Vitamine und Lebensmittel gegen unreine Haut

Frau, die isst
Der Verzehr bestimmter Lebensmittel kann die Haut vor Unreinheiten schützenFoto: Getty Images

Unreine Haut hat viele Ursachen. Neben äußeren Einflüssen, Hormonen, Genetik und der Hautpflege spielt auch die Ernährung eine wichtige Rolle. Worauf sollten wir achten, wenn es darum geht, einen gesunden, klaren Teint zu erhalten? Wir haben mit einer Fachärztin gesprochen.

Welche Ernährung begünstigt unreine Haut?

Dass unsere Nahrung einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Hautbild hat, ist bekannt. „Vor allem der Verzehr von fettigem Essen, tierischer Produkte wie Milch und Fleisch sowie eine besonders kohlenhydratreiche Ernährung wird in Verbindung mit der Entstehung von unreiner Haut bis hin zu Akneausbrüchen gebracht“, so Dr. Dorothea Sadlo, Fachärztin für Dermatologie und Allergologie.

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Ausprägungen von Unreinheiten

Akne kann in jedem Lebensalter auftreten und resultiert aus einem hormonellen Ungleichgewicht“, sagt die Expertin. „Die Drüsen produzieren zu viel Öl, verstopfen die Hautporen und begünstigen dadurch das Ansiedeln von Bakterien und das Entstehen von Pickeln“. Diese gibt es in verschiedenen Ausprägungen – von Mitessern, Weißköpfen über Zysten bis hin zu Knötchen. Um sie zu beseitigen, setzt die Forschung nicht nur auf spezielle Hautpflegepräparate, sondern empfiehlt zusätzlich auch, auf die Einnahme bestimmter Vitamine und Mineralstoffe zu achten.

Welche Vitamine und Mineralstoffe helfen bei unreiner Haut?

1. Vitamin A

„Bei der Behandlung von Akne haben Vitamin-A-Derivate, auch Retinoide genannt, eine gute Wirkung gezeigt“, so Dr. Sadlo. „Sie wirken dem Verstopfen der Poren entgegen und unterstützen die Zellerneuerung.“ Natürliche Vitamin-A-Quellen sind intensiv gefärbte Gemüse wie Spinat, Grünkohl, Karotten und Tomaten. „Falls Vitamin A mittels eines Nahrungsergänzungsmittels aufgenommen werden sollte, ist eine medizinische Beratung dringend empfehlenswert, da es sich um ein fettlösliches Vitamin handelt, bei dem eine Hypervitaminose auftreten kann“, empfiehlt die Fachärztin.

2. Vitamin B3

Vitamin B3, auch Niacin genannt, gehört auch zu den Vitaminen gegen unreine Haut. Es hat eine entzündungshemmende Wirkung und reduziert die Talgproduktion der Haut. Dadurch wirkt es einem fettigen, öligen Hautbild entgegen und beugt Unreinheiten vor. Es findet sich wieder in Nahrungsmitteln wie Erdnüssen, Sardinen, Champignons, Kalbsleber und Erbsen.

3. Vitamin E

Als Inhaltsstoff in der Hautpflege ist Vitamin E schon lange sehr beliebt, denn es kann erhöhte Pigmentierung, wie Altersflecken, reduzieren, Entzündungen lindern und spendet Feuchtigkeit. Auch oral eingenommen kann dieses Antioxidans den Schweregrad von Akne verringern und Unreinheiten minimieren. Natürliche Quellen sind Sonnenblumen- und Weizenkeimöl, Nüsse, Mandeln und Leinsamen.

4. Zink

„Bei Patienten mit Akne kann eine Zinksupplementierung einen etwaigen Zinkmangel ausgleichen und zu einer Verbesserung des Hautbildes führen“, so Dr. Sadlo. „Allerdings sollte die Zinkdosierung immer von einem Arzt erfolgen, der auch das für Sie passende Präparat auswählt.“ Eine Überdosis kann zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen. Auf der sicheren Seite sind Sie mit natürlichen Zinkquellen, wie z.B. Austern, Weizenkeime, Leber, Kürbiskerne und Leinsamen.

5. Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren

Diese gesunden Fette beleben die Haut und beugen Unreinheiten vor. Natürliche Quellen sind Leinöl, Chiasamen, Walnussöl und Rapsöl.

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Worauf ist bei Nahrungsergänzungsmitteln zu achten?

Eine abwechslungsreiche Ernährung beinhaltet ausreichend hautpflegende Vitamine und Mineralstoffe, die bei unreiner Haut helfen. Am besten in Form natürlicher Lebensmittel, da eine Überdosierung hier nahezu unmöglich ist. Da diese Einnahme aber nicht immer durchführbar ist, bilden Nahrungsergänzungsmittel eine gute Lösung. Wichtig ist, dass sie immer nur zusätzlich zu einer gesunden Ernährung eingenommen werden und nicht die Aufnahme von Nährstoffen über die Nahrung ersetzen sollte. Es ist immer empfehlenswert, vorab Ihren Arzt konsultieren, bevor Sie ein neues Präparat ausprobieren.

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Außerdem ist es wichtig, ausschließlich Produkte mit zertifizierten Inhaltsstoffen und Gütesiegeln zu nutzen, da Nahrungsergänzungsmittel nicht auf behördlicher Ebene reguliert werden.

Quelle

– mit fachlicher Beratung von Dr. Dorothea Sadlo, Fachärztin für Dermatologie und Allergologie bei Derma Düsseldorf in Düsseldorf

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