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Skincare

Was bringt Trockenbürsten? Massagetechnik im Check

Trockenbürsten
Wie durch eine einfache Bürsten-Routine die Gesundheitt in Schwung gebracht werden kannFoto: Getty Images

Haben Sie sich schon mal die Haut abgebürstet? Was im ersten Moment ungewohnt klingt, gehört für viele zur Skincare-Routine dazu. Das sogenannte Trockenbürsten soll die Haut nicht nur pflegen, sondern auch der Gesundheit guttun. Wir erklären, wie es funktioniert und was man beachten sollte.

Was bringt Trockenbürsten?

Man bürstet nicht nur abgestorbene Hautschüppchen weg und peelt so natürlich den Körper. Trockenbürsten, auch „Dry Brushing“, regt den Kreislauf an, kann bei regelmäßiger Anwendung etwa Kreislaufschwankungen regulieren und den Blutdruck normalisieren. Trockenbürsten stimuliert zudem den Lymphfluss. Angestaute Lymphflüssigkeit, die etwa Cellulite entstehen lässt, kann so abgetragen werden.

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Wie lange sollte man seinen Körper bürsten?

Empfohlen wird, das Trockenbürsten fünf bis zehn Minuten in die morgendliche Beauty-Routine einzubauen – und das zwei- bis dreimal pro Woche. Wer unter Einschlafproblemen leidet, sollte abends seinen Kreislauf besser nicht noch mal ankurbeln. Als Körperbüste empfiehlt sich eine mit Naturborsten, in fast jeder Drogerie erhältlich.

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Wie geht Trockenbürsten?

  1. Begonnen wird die Bürstenmassage an einer weit vom Herzen entfernten Stelle, also am rechten oder linken Fuß. Mit kreisenden Bewegungen massiert man nun zuerst die Vorder-, dann die Rückseite der Ober- und Unterschenkel. Starkes Reiben und Scheuerbewegungen sollten vermieden werden. Daraufhin folgen noch etwa zehn kräftige Striche von unten nach oben. Nun gleitet die Bürste mit langen Kreis- und Streichbewegungen bis hin zu Hüfte und Gesäß. Diesen Vorgang am anderen Bein wiederholen.
  2. Im Anschluss folgt der rechte Handrücken über die Außenseite der Arme nach oben zur Schulter. Daraufhin die Innenseite in der selben Richtung und schließlich der linke Arm. Anschließend der Oberkörper mit Bauch, Brust und gegebenenfalls der Rücken. Das Bürsten führt also immer näher zum Herzen hin.
  3. Zum Abschluss der Behandlung wird eine lauwarme Dusche empfohlen, damit die durch den Peeling-Effekt abgebürstete Haut abgewaschen werden kann.
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Für einen gesunden Lymphfluss ist es entscheidend, dass immer von unten nach oben vorgegangen wird. Vergessen sollte man bei dem Bürsten auch Hände und Füße, sowie Achseln und Leiste nicht, da sich dort viele Lymphkapillaren befinden.

Ist Trockenbürsten für jeden geeignet?

Im Prinzip kann jeder die Massagetechnik anwenden. Aussparen sollte man das Trockenbürsten allerdings an empfindlichen Körperstellen wie den Brustwarzen und Krampfadern. Auch für Personen, die unter Hautkrankheiten oder Hautreizungen leiden, etwa einem Sonnenbrand, oder ein überreiztes Nervensystem haben, ist das Trockenbürsten nicht zu empfehlen. Wer die Technik trotzdem ausprobieren möchte, kann statt einer Bürste zu einem Waschlappen greifen, der ebenfalls einen aktivierenden Effekt hat, aber deutlich sanfter zur Haut ist.