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Skincare

Maderotherapie – die Anti-Cellulite-Behandlung im Check

Maderotherapie
Mit einer Holzwalze den Körper bearbeiten – das soll Cellulite mildernFoto: Getty Images

Was tun, wenn sich an Oberschenkeln und Po unschöne Dellen breit machen? Eine neue Behandlungsmethode verspricht Abhilfe bei Cellulite: die Maderotherapie. Was da genau gemacht wird und warum sie nicht für jede Frau geeignet ist – STYLEBOOK hat mit einer Expertin darüber gesprochen.

Cellulite trifft irgendwann fast jede Frau. Bei einigen sind die Dellen weniger stark ausgeprägt als bei anderen. Meist kommt die Cellulite, auch Orangenhaut genannt, an Oberschenkeln, Bauch und Po vor. Medizinisch gesehen sind die Dellen harmlos. Doch gerade im Sommer, wenn man Bein zeigen möchte, können sie sehr störend sein. Eine neue Behandlungsmethode aus Kolumbien soll Cellulite gezielt bekämpfen können.

Maderotherapie: Massage mit Holzwalzen

Immer mehr Beauty-Studios bieten die Maderotherapie an. „Madero“ heißt übersetzt so viel wie „Holz“ bzw. „Holzplanke“. Bei dieser Massage arbeitet man, wie das Wort schon impliziert, mit verschiedenen Holzinstrumenten. Sie sind von der Form und vom Gewicht her sehr unterschiedlich. Eva Razgoršek, Inhaberin der Perfectbody Akademie, erklärt: „Je nachdem, welches Instrument man benutzt, dringt man unterschiedlich tief ins Gewebe ein. Eine Walze mit Würfeln zum Beispiel eignet sich gut für Stellen mit vielen Fettpolstern.“

Ablauf einer klassischen Maderotherapie

Die Maderotherapie für Beine, Bauch und Po dauert je nach Anbieter und Körperumfang ca. 45 Minuten und kostet um die 70 Euro. „Man massiert mit den Holzinstrumenten überall dort, wo Cellulite und Fettpolster sind oder sich im Körper Wasser staut“, sagt Eva Razgoršek. „Ich empfehle jedoch, den ganzen Körper zu massieren, auch die Arme und das Gesicht. Das bringt den ganzen Lymphfluss in Schwung.“

Vor der Behandlung wird die Haut mit Öl eingerieben. Das kann ein neutrales Öl sein oder je nach Vorliebe kann man auch ein spezielles Detox- oder Massage-Öl verwenden. „Ideal sind zwei bis drei Behandlungen pro Woche“, rät Eva Razgoršek. „Zwischen den Behandlungen sollte ein Tag Pause liegen, damit der Körper in Ruhe entgiften und sich regenerieren kann.“

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Tut die Maderotherapie weh?

„Eine Maderotherapie sollte niemals schmerzhaft sein und blaue Flecken hinterlassen“, betont die Kosmetikerin. „Denn wer Schmerzen hat, verkrampft und die Lymphe kann nicht richtig fließen. Die Behandlung sollte intensiv, aber noch angenehm sein. Es ist also wichtig, gemeinsam mit dem Masseur die Schmerzgrenze zu finden. Man ist ja auch nicht an jedem Tag gleich schmerzempfindlich. Mal verträgt man weniger, mal mehr.“

Maderotherapie für zu Hause

Wer die Maderotherapie selbst an sich mal ausprobieren möchte, sollte sich vorher informieren, wie man die Holzinstrumente richtig benutzt. Einige Studios bieten dazu Kurse oder Tutorials an und liefern gleichzeitig auch das passende Holz-Set. „Ein professioneller Masseur erzielt meistens ein besseres Ergebnis, aber es ist eine gute Ergänzung“, sagt Eva Razgoršek. „Auch wenn man nicht viel falsch machen kann, sollte man jedoch verstehen, wie man mit den Holzwalzen auf das Gewebe, die Lymphe und den Blutkreislauf einwirkt. Ein häufiger Fehler ist, zu fest entlang der Muskeln und Knochen zu rollen. So entstehen blaue Flecken.“

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Was bewirkt die Maderotherapie?

Durch die Massage soll der Lymphfluss gezielt angeregt und Schlacken und Giftstoffe ausgeschwemmt werden. Auch der Stoffwechsel und die Fettverbrennung werde angekurbelt. Die Haut soll dadurch glatter, straffer und gesünder aussehen. Die Beauty-Expertin betont jedoch, dass die Maderotherapie keine Wunder vollbringen kann. „Stark ausgeprägte Cellulite lässt sich nicht in zwei oder drei Monaten wegzaubern“, so Razgoršek. „Die Maderotherapie ist vielmehr ein Baustein von vielen im Kampf gegen Cellulite. Wichtig ist, zusätzlich Sport zu treiben, sich gesund zu ernähren, täglich zwei bis drei Liter Wasser zu trinken und Stress zu vermeiden.“

Maderotherapie: Tabu für Kranke und Schwangere

Bevor man jetzt gleich einen Termin zur Maderotherapie ausmacht oder das komplette Set für zu Hause bestellt, sollte man genau abklären, ob diese Form der Massage überhaupt für einen geeignet ist. „Die Maderotherapie sollte nur bei gesunden Menschen durchgeführt werden“, warnt Razgoršek. Wer Probleme mit dem Herzen oder den Nieren hat, sollte darauf verzichten – genauso wie Krebspatienten. „Oft hängen die Krebserkrankungen mit dem Lymphsystem zusammen und eine Maderotherapie könnte unter Umständen sogar schaden“, so Razgoršek. Sie rät wegen der entgiftenden Wirkung auch Schwangeren und stillenden Müttern von der Maderotherapie ab. Frauen mit Diabetes, schweren Durchblutungsstörungen oder Krampfadern sollten vorher mit ihrem Arzt sprechen.

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