Prinzessin Carolines Tochter im Porträt

Die geheime Leidenschaft der Charlotte Casiraghi

Charlotte Casiraghi
Charlotte Casiraghi im Oktober 2019 zu Gast bei einer TV-Show in Mailand
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Charlotte Casiraghi geht im Fürstentum Monaco ganz selbstbewusst ihren eigenen Weg: Ihre Kinder kamen unehelich zur Welt und neben Top-Jobs für Top-Modelabels macht sich die Akademikerin für den philosophischen Austausch stark. Eine Power-Frau im STYLEBOOK-Porträt.

Definitiv hat Charlotte Casiraghi (*1986) die Model-Gene ihrer Mutter, Prinzessin Caroline (*1957), und ihrer 1982 verstorbenen Großmutter, Hollywood-Star Grace Kelly, geerbt. Die schöne Monegassin wirkte bereits in zahlreichen Mode-Kampagnen großer Labels mit, stand beispielsweise für Saint Laurent oder Gucci vor der Kamera. Die italienische Luxusmarke setzte die passionierte Springreiterin mehrfach für ihre Reitkollektion in Szene, später warb Charlotte Casiraghi auch für deren Kosmetik-Linie, für Montblanc entwarf sie 2018 eine eigene Schmuckkollektion. Die Nichte von Fürst Albert ist Stammgast bei Modenschauen, sie hat aber auch eine eigene Vision: Charlotte Casiraghi ist Mit-Begründerin der Initiative „Ever Manifesto“, die sich laut „Business of Fashion“ für ethisch vertretbare Luxusmode einsetzt.

Albert, Rainier und Caroline mit ihren drei Kindern

Ein Bild vergangener Tage: Fürst Albert (damals noch Prinz!) mit seinem mittlerweile verstorbenen Vater, Fürst Rainier, Schwester Caroline und deren Kindern Pierre, Andrea und Charlotte
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Charlotte verlor ihren Vater sehr früh

Als Charlotte Casiraghi gerade einmal vier Jahre alt war, kam ihr Vater Stefano Casiraghi bei einem Motorboot-Rennen ums Leben. Vergangenes Jahr äußerte sie sich erstmals in einem TV-Interview dazu: Ihr Vater sei „sehr mutig“ gewesen, und es sei wohl „dieser Mut, den mein Vater an mich weitergegeben hat“, zitierte sie die französische „Gala“.

Stefano Casiraghi und Caroline von Hannover

Stefano Casiraghi und Caroline von Hannover – bei dem Foto handelt es sich um eine Aufnahme aus New York, die ca. 1982 entstanden sein soll
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Charlotte Casiraghi selbst trägt keinen Prinzessinnen-Titel, ihre Mutter hatte das so für sie und ihre zwei Brüder Andrea (*1984) und Pierre (*1987) verfügt, um ihnen ein halbwegs normales Leben zu ermöglichen. Einzig ihre Halbschwester, Prinzessin Alexandra (*1999), trägt einen Titel. Sie stammt aus Prinzessin Carolines Ehe mit Ernst August Prinz von Hannover (*1954), die 1999 geschlossen wurde. Doch trotz des fehlenden Titels hat Charlotte Casiraghi Ansprüche auf den Thron, in der monegassischen Thronfolge belegt sie aktuell Platz 11 – hinter Erbprinz Jacques (*2014) und dessen Zwillingsschwester Prinzessin Gabriella (den Kindern ihres Onkels Fürst Albert und dessen Frau Charlène), ihrer Mutter Caroline, ihrem Bruder Andrea und dessen drei Kindern Sacha (*2013), Maximilian (*2018) und India (*2015) sowie ihrem Bruder Pierre und dessen zwei Söhnen Stefano (*2017) und Francesco (*2018). 

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Charlotte im Jahr 2005 bei offiziellen Feierlichkeiten in Monaco

Charlotte im Jahr 2005 bei offiziellen Feierlichkeiten in Monaco
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Charlotte Casiraghi – zwei Kinder, zwei Papas

Charlotte Casiraghi wurde 2013 zum ersten Mal Mama, Vater ihres Sohns Raphaël ist der 15 Jahre ältere Schauspieler und Comedian Gad Elmaleh (*1971). Das Paar war nie verheiratet, die Trennung wurde 2015 bekannt. Am 23. Oktober 2018 bekam sie mit dem Filmproduzenten Dimitri Rassam (*1981) Sohn Balthazar.

Dimitri Rassam und Charlotte Casiraghi beim Rosenball

Dimitri Rassam und Charlotte Casiraghi beim traditionellen Rosenball in Monaco 2019
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Die beiden gaben sich am 1. Juni 2019 in Monaco standesamtlich das Ja-Wort, am 29. Juni 2019 folgte die kirchliche Hochzeit in dem beschaulichen französischen Ort Saint-Rémy-de-Provence. Dort hatte Charlotte Casiraghi nach dem Tod ihres Vaters mit der Familie für einige Zeit gelebt, wie die Website „Purepeople.com“ berichtete. 

Philosophie ist Charlotte Casiraghis Passion 

An der renommierten Pariser Universität Sorbonne machte Charlotte Casiraghi 2007 ihren Abschluss in Philosophie, acht Jahre später rief sie in Monaco die „Rencontres philosophiques“ ins Leben – eine Organisation, die unter anderem regelmäßig namhafte Philosophen zusammenbringt, die sich über ein bestimmtes Thema austauschen. Auf der dazugehörigen Website „Philomonaco.com“ plädiert Charlotte Casiraghi dafür, Philosophie für Jedermann zugänglich zu machen, denn „sie erhellt uns“ und „hilft dabei, unser Verhalten besser zu verstehen“. Ein Royal mit echtem Tiefgang.