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Friedrich-Wilhelm Göbel will insolvente Galeria-Filialen retten

Wer ist Friedrich-Wilhelm Göbel?

Insolvente Galeria-Filialen sollen von umstrittenem Modehändler übernommen werden

Galeria musste Insolvenz anmelden und so soll es jetzt weiter gehen
Für die angeschlagene Warenhauskette gibt es bereits weiterführende Pläne Foto: Getty Images

Um die Zukunft der Galeria Karstadt Kaufhof GmbH steht es schon länger nicht gut. Das Unternehmen befindet sich aktuell erneut in einem Schutzschirmverfahren. Jetzt wurden die weiteren Pläne der angeschlagenen Warenhauskette bekannt, unter anderem soll ein umstrittener Modehändler sein Interesse bekundet haben. STYLEBOOK fasst alle Details zusammen.

2019 fand die Fusion der beiden Unternehmen Galeria Kaufhof GmbH mit der Karstadt Warenhaus GmbH statt, es wurde die neue Galeria Karstadt Kaufhof GmbH gebildet. Doch schon im April 2020 musste die Warenhauskette beim Amtsgericht Essen einen Antrag auf ein Schutzschirmverfahren stellen. Grund war ein zu erwartender Umsatzverlust aufgrund der COVID-19-Pandemie. Im Zuge dessen wurden 56 Filialen geschlossen.

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Galeria beantragt erneut Schutzschirmverfahren

Doch für die angeschlagene Warenhauskette sieht es nach wie vor nicht besser aus: Im Oktober 2022 musste die Galeria Karstadt Kaufhof GmbH erneut ein Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung einleiten. Das Unternehmen plant weitere Filialen zu schließen und im weiteren Verlauf die verbleibenden Warenhäuser zu modernisieren. Einen Modernisierungs-Umbau hatte die Galeria Karstadt Kaufhof GmbH bereits zuvor mit vereinzelten Filialen erfolgreich umgesetzt. Aktuell betreibt das Warenhausunternehmen noch 131 Filialen in 97 deutschen Städten mit etwa 17.000 Mitarbeiter. Geplant ist, ein Drittel der Häuser infolge des Schutzschirmverfahrens zu schließen.

So geht es für Galeria nach Insolvenz weiter

Laut dem „Handelsblatt“ bereitet sich das angeschlagene Unternehmen bereits auf die Zeit nach dem Insolvenzverfahren vor. Demnach sei eine dezentrale Organisierung geplant. „Allein zentral gesteuert kann man dieses Warenhausunternehmen nicht mehr führen“, erklärte ein Insider gegenüber der Seite. Es ist geplant, das Sortiment eines jeden Warenhauses individuell auf den jeweiligen Standort anzupassen, um so noch besser auf die Bedürfnisse der Kundschaft eingehen zu können. Bis Ende Januar will die Galeria Karstadt Kaufhof GmbH eine Liste mit den Filialen vorlegen, die im Zuge des Schutzschirmverfahrens geschlossen werden sollen. Von Galeria Karstadt Kaufhof GmbH selbst gab es zu diesen Plänen bis jetzt noch kein offizielles Statement.

Nach Galeria-Insolvenz – umstrittener Modehändler in Pläne involviert?

Derweil gibt es aber andere News um die Warenhauskette. Chef der Achener-Kette Friedrich-Wilhelm Göbel hat gegenüber „Textilwirtschaft“ sein Interesse an einigen der Galeria-Filialen bekundet. Auch wenn die Achener-Warenhauskette von Göbel erst 2022 gegründet wurde, ist der Unternehmer in der Branche kein Unbekannter. Zuvor war er als Geschäftsführer, Eigentümer und später auch als Gesicht der Sinn GmbH, ehemals SinnLeffers, tätig. Bis zu seiner Entlassung im August 2021 – ausgerechnet seine Ex-Frau Isabelle Göbel leitete die Entlassung ein. 2022 gründete er mit der Achener-Warenhauskette somit einen direkten Konkurrenten der Sinn GmbH. Infolgedessen warb er Mitarbeiter und Zulieferer der Sinn GmbH ab, wie der „Business Insider“ schreibt, mit teils „aggressiven“ Methoden.

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Übrigens, mit angeschlagenen Unternehmen kennt Göbel sich bereits aus. Die SinnLeffers GmbH stellte 2016 einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverantwortung. 2020 musste die, nun unter dem Namen Sinn GmbH agierende Firma, erneut ein Schutzschirmverfahren einleiten. Ob der Achener-Chef wirklich einige der Galeria-Filialen retten wird, steht aktuell noch aus.

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