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Hadnet Tesfai über Rassismus und interkulturelle Beziehungen

Moderatorin über Rassismus

Hadnet Tesfai: „Es wurde diskutiert, wie schwarz oder weiß meine Kinder werden“

Hadnet Tesfai über Rassismus und interkulturelle Beziehungen
Hadnet Tesfai spricht offen über Rassismus und interkulturelle BeziehungenFoto: Getty Images

Moderatorin Hadnet Tesfai setzt sich schon seit vielen Jahren gegen Rassismus ein und hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Diskurs bewusst in der Öffentlichkeit zu führen. Neben Rassismus spricht sie auch Themen wie interkulturelle Beziehungen an – da sie mit ihrem Mann Florian Reichelsdorfer selbst eine führt.

„In anderen Ländern wie beispielsweise den USA, der Karibik oder UK werden Themen wie Critical Race Theory und Systeme wie Rassismus, einfach auch aufgrund der Bevölkerungszusammensetzung anders besprochen. Da ist man sowohl in der Forschung als auch in der Diskussion schon viel weiter“, muss Hadnet Tesfai im Interview mit dem Online-Portal „wmn.de“ feststellen. Deswegen hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, das Thema auch in Deutschland prominenter zu platzieren.

Hadnet Tesfai über interkulturelle Beziehungen

Hadnet wurde im heutigen Eritrea geboren und kam als Kind mit ihren Eltern nach Deutschland. Sie kennt und liebt beide Kulturen. Seit 2015 ist sie mit Florian Reichelsdorfer verheiratet. Und spricht deswegen auch offen über die Problematiken, die eine interkulturelle Beziehung mit sich bringt. „Wenn man sich in eine romantische Beziehung begibt mit einer Person, die kulturell oder religiös anders sozialisiert ist als man selber, hat man, finde ich, eine andere Verantwortung für diese Person“, weiß die Moderatorin.

Sich nur zu lieben, sei nicht genug, erklärt die 43-Jährige. „Man ist als der Teil, der mit den Normen, Bräuchen und Traditionen der Mehrheitsgesellschaft aufgewachsen ist, dem anderen Teil gegenüber verpflichtet, sich bewusst, mit der Art, in der er/sie aufgewachsen ist, auseinanderzusetzen.“

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Hadnet Tesfais Partner sollte sich gegen Rassismus einsetzen

Als schwarze Frau, die sich öffentlich gegen Rassismus einsetzt, ist es Hadnet wichtig, dass ihr Umfeld ähnlich tickt. Denn gegen Rassismus zu sein und sich aktiv dagegen einzusetzen, seien laut Tesfai zwei unterschiedliche Paar Schuhe. „Mir war immer wichtig, dass mein Partner versteht, was es auch von ihm verlangt, eine schwarze Familie zu haben. Dass es mir nicht reicht, wenn er nicht rassistisch ist, sondern dass er aktiv anti-rassistisch sein muss. Das ist aber eine Forderung, die ich auch meinen engsten Freundinnen gegenüber so formuliere.“

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Hadnet über ihre Kinder

Rassistische Bemerkungen zu ihrer interkulturellen Ehe musste Hadnet in Deutschland glücklicherweise nicht erfahren. Doch eine Sache stieß ihr übel auf: „Interessant finde ich aber das Interesse am Aussehen unserer Kinder. Als ich noch schwanger war, wurde auch in meiner Anwesenheit recht offen darüber diskutiert, wie schwarz oder weiß wohl die Kinder werden könnten. Das fand ich sehr verstörend und unangebracht“, so die Moderatorin, die mit ihrem Mann Florian zwei gemeinsame Kinder hat.

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