Fischgrät oder Schiffsboden?

Welcher Parkettboden am besten in Ihre Wohnung passt

Parkettverleger
Parkett sieht nicht nur im Altbau schön aus – STYLEBOOK kennt alle Tipps rund um den Holzfußboden
Foto: Getty Images

Ein schöner Parkettboden veredelt jeden Raum und sorgt durch das wertvolle Vollholz für ein besonders gutes Raumklima. Auch wenn es etwas kostspielig ist, lohnt sich die Investition. STYLEBOOK kennt Vorteile und mögliche Kosten.

Leben wie im Schloss oder doch lieber wie auf einem Landhof? Dem Raum mehr Wärme schenken oder ihn bewusst wie ein Loft wirken lassen? All das lässt sich mit Parkett umsetzen. Ein Bodenbelag aus Naturholz ist besonders langlebig und richtig verlegt auch sehr dekorativ – wenn man es denn richtig macht.

Mit unserem Newsletter als Erstes up to date sein – hier geht’s zur Anmeldung

Welche Holzarten eignen sich zum Verlegen?

Bei der Auswahl von Parkett gibt es eine Vielzahl an Materialien. Traditionelles Hartholz wie Eiche überzeugt dabei durch seine Langlebigkeit und ein hochwertiges Aussehen. Neben den Hartholzböden gibt es zudem Bambusparkett, welches sehr widerstandsfähig und quell- sowie windbeständig ist. Den Einbau erleichtern hierbei Klicksysteme, die einfach ineinander gesteckt werden können.  Als hochwertiges und nachhaltiges Bodenmaterial eignet sich zudem Korkeiche, dessen Struktur Schwingungen abfedert und Geräusche dämpft. Im Handel stehen eine Vielzahl an Holzsorten sowie zahlreiche Muster und Färbungen zur Auswahl.

Welche Muster können mit Parkett gelegt werden?

Nicht nur die Farbe oder Holzart gibt dem Boden einen ganz besonderen Charakter. Auch die Verlege-Art ist entscheidend. Diese Arten sind besonders beliebt:

Fischgrätparkett

Beim Verlegen können die Gräten einzeln oder doppelt gelegt werden. Das Fischgrätenmuster kommt besonders in größeren Räumen ideal zu Geltung.

Fischgrätmuster Parkett

Kommt häufig im Altbau vor, wird heute jedoch auch gerne in neu gebauten Häusern verlegt: das Fischgrätmuster
Foto: Getty Images

Schiffsboden

Schiffsboden Parkett

Ahoi! Für den Schiffsboden eigenen sich lange Parkettstäbe, die an echte Schiffsplanken erinnern
Foto: Getty Images

Englisches Parkett

Wer auf einen symmetrischen Look setzen will, der sollte sich an das englische Parkett halten. So ordentlich wie ein englischer Garten, so regelmäßig wird auch das Parkett verlegt: Wie beim Schiffsboden werden die Stäbe hier in einzelnen Reihen verlegt, jedoch immer um die Hälfte des Parkettstabes versetzt. Dadurch wirkt der englische Verband viel ruhiger als das Schiffsboden-Parkett.

Auch interessant: So wird die Wohnung sommertauglich – ganz ohne Balkon

Schachbrettmuster

Im Fachjargon wird es „Tafelparkett“ genannt, doch die würfelförmig angeordneten Parkettstäbe sehen im Raum eher wie ein großes Schachbrettmuster aus. Die quadratischen Flächen können mit jeder Stabgröße verlegt werden und sehen sowohl bei kurzen schmalen als auch bei größeren breiten Stäben sehr harmonisch aus.

Schachbrett Parkett

Von ganz klein bis ganz groß: Das Schachbrettmuster wirkt in jedem Raum besonders neutral
Foto: Getty Images

Anzeige: Dieser Ratgeber hilft Ihnen noch weitere Einrichtungstipps und Trends zu entdecken!

Mehrschichtparkett oder Einschichtparkett?

Bei der Wahl eines Bodens kommt neben Holzart, Farbe und Verlege-Art auch diese Frage auf: Mehrschichtparkett oder Einschichtparkett? Der Unterschied liegt vor allem im Aufbau der einzelnen Parkettstäbe und auf welche Art und Weise der Boden in Zukunft genutzt werden soll.

Einschichtparkett

Unter das Einschichtparkett fallen das Stabparkett, das Massivparkett und das Mosaikparkett. Soll Stabparkett verlegt werden, wird dieses verklebt und mit Nägeln am Boden befestigt. Mosaikparkett besticht hingegen mit einzelnen Vollholzlamellen, also kürzeren Stäben. Die einzelnen Teile lassen sich zu Mustern zusammensetzen. Möglich ist dabei ein Würfel- sowie Fischgrätmuster. Massivparkett wird gänzlich verklebt und ist daher besonders beständig. Einschichtparkett ist häufig sehr robust. Es kann mehrfach abgeschliffen werden und ist deshalb besonders langlebig. Auch Dielen, wie man sie aus Altbauten kennt, fallen unter das Einschichtparkett.

Mehrschichtparkett

Mehrschichtparkett lässt sich in Fertigparkett und Tafelparkett untergliedern. Fertigparkett wird als Dreischichtparkett produziert. Zudem gibt es Zweischichtparkett, dessen untere Hälfte aus querverleimtem Massivholz besteht, weshalb es sich besonders für den Gebrauch mit Fußbodenheizungen eignet. Tafelparkett kommt meist mit einem Muster daher, sodass beim Verlegen darauf geachtet werden muss, die einzelnen Bretter korrekt zu verlegen, damit sich ein ansprechendes Gesamtbild ergibt. Mehrschichtparkett kann meist nur zwei Mal abgeschliffen werden, ist dafür aber deutlich günstiger als Massivholz.

Auch interessant: So putzen sie ohne Chemikalien

So wird der Boden perfekt

Oftmals muss außerdem der Boden bearbeitet werden. In diesem Fall sollte ein Profi zu Rate gezogen werden. Je nachdem, ob Klickparkett oder klassisches Parkett verlegt wird, variieren die Kosten, die Handwerker für ihre Dienste verlangen. Bei Musterparkett und einer vorhandenen Fußbodenheizung muss ebenfalls mit einer Steigerung der Kosten gerechnet werden.

Wir sind auch auf Instagram: stylebook_de – hier folgen!

Übrigens: Vor dem Verlegen muss geklärt werden, ob das Parkett schwimmend oder vollständig verklebt werden soll. Trittschalldämmungen und Muster sind hierbei ebenfalls zu beachten. Zudem sollte die Raumtemperatur beim Verlegen zwischen 17 und 25 Grad betragen, um etwaiges Quell- und Schwindverhalten zu verhindern.

 

Themen