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Erfahrungsbericht

Ich habe einen Fake Pony getestet – und so war’s!

Larissa Königs mit Fake Pony
Unsere Autorin Larissa testete einen unechten Pony, ihr Fazit: überraschend positivFoto: STYLEBOOK

Extensions kennt fast jeder: Die künstlichen Haarteile zaubern, je nach Wunsch, mehr Länge oder mehr Volumen. Doch es gibt auch Haarteile, die völlig neue Friseuren imitieren, etwa der „Fake Pony.“ Hierbei handelt es sich um einen abnehmbaren Pony. Absurde Idee oder sinnvolles Beauty-Gadget? Unsere Autorin hat es getestet.

Eigentlich sollte es ja ein Scherz sein. Als ich zum ersten Mal den „Fake Pony“ sah, musste ich laut auflachen – und entschied mich nur Spaßeshalber dazu, das absurde Haarteil einmal zu testen. Auf den Produktfotos sah das Teil einfach nur billig verarbeitet und albern aus. Dafür 16 Euro ausgeben? Privat hätte ich mir das mindestens dreimal überlegt, doch beruflich? Nun ja, was tut man nicht alles für den Spaß am Arbeitsplatz.

Gesagt, getan, der „Fake Pony“ wurde bestellt und kam nach kurze Zeit an. Schon beim ersten Auspacken gab es dann die Überraschung: Das aus Echthaar gefertigte Teil wirkte deutlich hochwertiger, als ich es mir je vorgestellt hätte. Auch die Befestigung mit Clips war einfach und schon ein erster Tragetest zeigte: Es sieht gar nicht so übel aus. Es gab allerdings ein Problem: Obwohl die Farbe des Fake Ponys, den ich liebevoll „Fony“ nenne, meiner Haarfarbe recht nahe kam, war er doch nicht identisch. Die Folge: Man erkannte recht deutlich, dass es sich um ein Haarteil handelt. Ich beschloss, beim nächsten Haarfärben einfach meinen neuen, haarigen Begleiter ebenfalls zu behandeln.

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Die größte Challenge? Die richtige Farbe des Fake Ponys

Fake Pony, einmal trocken, einmal nass
Ein Fake Pony, zwei Zustände: frisch gekauft (l.) und frisch gefärbt (r.)Foto: STYLEBOOK

Einige Monate später, und viele amüsante Momente mit Freunden und Familienmitgliedern, die den „Fony“ begeistert an Hinterköpfe, Halbglatzen und Bärte clippten, war der große Färbetag gekommen. Von Honigblond ging es zu Kastanienbraun, nicht nur für mein Haupthaar, auch der Fony trocknete brav über dem Wäschehahn. Nach knapp einer Stunde probierte ich das Haarteil dann ein zweites Mal – und war begeistert. Man sah kaum einen Unterschied.

Natürlich musste der „Fony“ noch am selben Abend ausgeführt werden und auch beim gemeinsamen Brunch mit Freunden am nächsten Tag trug ich meine neue Frisur. Zu meiner Überraschung merkte niemand, dass es sich nicht um meinen eigenen Pony handelte.

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Die Schwachstellen des Fake-Ponys

Fairerweise wirkte das Haarteil vor allem in Kombination mit einem voluminösen Dutt gut. Denn hier zeigt sich die erste Schwachstelle des Fake-Ponys: Von oben betrachtet, ist das Haarteil erkennbar. Zwar war ich direkt nach dem Färben begeistert von dem Fake-Pony. Doch mit der Zeit änderte sich dieser Eindruck leider.

Zum einen, weil mehrere Personen, die größer sind als ich (was bei 1,60 Meter Körpergröße nicht allzu schwer ist), versicherten, dass man bei näherer Betrachtung schon einen Unterschied sieht. Zum anderen, weil das Färben des „Fonys“ nur eine kurzfristige Verbesserung brachte. Es ist selbstverständlich logisch, dass sich die Farbe der eigenen Haare schneller auswäscht als die des Haarteils, das deutlich seltener gewaschen werden muss. Doch jedes Mal den Fake-Pony mitwaschen? Viel zu anstrengend.

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Fazit: Kaufen oder lassen?

Im Rückblick würde ich mir den Fake Pony nicht noch einmal kaufen, bereue meine Entscheidung aber auch nicht. Gerade nach dem Haarfärben (oder wenn man zufällig die exakt gleiche Haarfarbe hat), kann das Haarteil eine nette Abwechslung zur eigenen Frisur sein. Auch für alle, die überlegen, ob und wenn ja, welcher Pony ihnen steht, ist der Fake-Pony eine sinnvolle Investition. Als dauerhafte Lösung ist er allerdings nicht zu empfehlen.

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