Die Grillsaison ist eröffnet

7 Fakten, die Grillfans jetzt wissen müssen

Endlich wird es wieder wärmer! Für viele heißt das: Raus an die frische Luft und den Grill anschmeißen! Ob Fleisch, Gemüse oder Käse, es gibt viele leckere Variationen für den Rost. Giftige Dämpfe und auflodernde Flammen sollten Grillfans aber vermeiden.

Grillparty
STYLEBOOK erklärt die wichtigsten Tipps und Tricks rund um die perfekte Grillparty
Foto: Getty Images

Bei Temperaturen um die 20 Grad am Wochenende holen viele Menschen das erste Mal in diesem Jahr den Grill aus dem Keller, um den Frühling ordentlich einzuleiten. Grillen ist gesellig und gehört zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen im Frühling und Sommer. STYLEBOOK hat dafür die sieben wichtigsten Tipps und Tricks fürs erste Angrillen im Überblick:

1. Das alles darf auf dem Grill

Rostbratwürste und Steaks sind zwei Klassiker auf dem Rost. Doch die Vielfalt ist groß. „Der Trend geht zum Fleischarmen, bei vielen zum Fleischlosen“, sagt Heidrun Schubert von der Verbraucherzentrale Bayern. Spargel etwa biete sich im Frühjahr zum Grillen an. Spieße aus Champignons, Zwiebeln, Paprika und Zucchini sind stets ein Dauerbrenner. „Generell kann man nahezu jedes Gemüse auf die Spieße drücken“, sagt die Ernährungsexpertin. . Das Gemüse würzt sie mit Chili, Salz, Pfeffer und Thymian. Eine weitere fleischlose Alternative ist Grillkäse, etwa der Halloumi. Er ist würzig und schmilzt in der Hitze der Glut nicht.

2. Gepökeltes lässt sich nicht gut grillen

Gepökelte Produkte wie Kasseler sowie Geräuchertes gehören nicht auf den Rost. Es besteht die Gefahr von Nitrosamin-Bildung. Diese Stoffe gelten als krebserregend, warnt Schubert. Tropft Fett oder Flüssigkeit auf die heiße Kohle, können polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) entstehen, die über den Rauch an das Grillgut gelangen, wie das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) erläutert. Die Fachleute raten, Grillgut in Aluminium- oder besser noch in Edelstahlschalen zu grillen. Oder man gart es indirekt auf dem Rost – mit seitlich liegendem Glutbett. PAK gelten als gesundheitsschädlich.

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3. Richtiges Anzünden will gelernt sein

Jedem dürfte klar sein, dass Brennspiritus oder Benzin keinesfalls geeignete Grillanzünder sind. Das macht auch das BZfE deutlich. Dessen empfohlene Technik: Holzkohle oder Briketts pyramidenförmig stapeln und darin Grillanzünder verteilen. Sobald die Kohlen ordentlich brennen, wird das Glutbett auseinandergezogen und mit Wedeln oder Pusten das Durchglühen beschleunigt. Eine dünne weiße Schicht aus Asche ist das Anzeichen, dass der Brennstoff heiß genug ist.

4. Geduld ist das Geheimrezept

Erst wenn die Kohle glüht, sollte es losgehen mit dem Grillvergnügen. „Grillen ist ein Ritual“, sagt Schubert. . Sie sollten immer abgeschnitten werden, empfiehlt die Expertin.

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5. Grill-Profis marinieren selbst

Von vorgewürzten Fleischprodukten rät die Verbraucherschützerin ab. Die Qualität des Grillgutes sei nicht erkennbar, wenn es dick mit Paprika und anderem Würzmittel bestreut ist. Außerdem entfalle die Kennzeichnungspflicht für das Fleisch, da es bearbeitet wurde, erklärt Schubert. Damit könnten Verbraucher etwa nicht nachvollziehen, woher das Fleisch kommt. Eine einfache und schmackhafte Marinade lässt sich aus Knoblauch, Salz, Pfeffer, Senf sowie Oliven- und Rapsöl in gleichen Anteilen zubereiten. Darin zieht das Fleisch im Kühlschrank einige Stunden durch. Bevor es auf den Rost kommt, lässt man es gut abtropfen. Nach dem Grillen bekommt das Fleisch auf dem Teller durch Rosmarin und Thymian den letzten Pfiff. Statt Nass- können Verbraucher auch eine Trockenmarinade („Dry Rub“) testen. Sie wird in das Fleisch massiert, dann kommen die Stücke in Frischhaltefolie verpackt für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank, wie das BZfE beschreibt.

6. Würzen für den perfekten Feinschliff

Gewürze und frische Kräuter sollten generell erst kurz vor Ende der Garzeit auf das Grillgut. Durch die Hitze könnten sie verbrennen. Fleisch sollte nicht auf dem Rost, sondern danach mit Salz bestreut werden, weil es austrocknen könnte, erklärt das BZfE.

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