Die Positionierung macht’s!

Schon gewusst, was Jeanstaschen mit der Po-Form zu tun haben?

Po von Frauen mit Jeans
Neben der richtigen Passform und dem Schnitt können auch die Gesäßtaschen für einen knackigen Po sorgen
Foto: Getty Images

Bei einer Jeans können nicht nur die richtige Passform und der Schnitt der Figur schmeicheln, sondern auch die Position der Gesäßtaschen, denn die zaubern je nach Lage optisch einen runderen oder einen flacheren Po. Wie das geht? STYLEBOOK weiß es.

„Bei einer Jeans ist die Passform ungeheuer wichtig“, erklärt Modeberaterin Ines Meyrose aus Hamburg. „Vor allem die Gesäßtaschen spielen dabei eine große Rolle.“ Sie beeinflussen die Optik des Pos und somit die ganze Silhouette der Frau. „Als Faustregel kann man sich Folgendes merken: Hoch angesetzte Jeanstaschen zaubern einen Knack-Po, tief angesetzte Taschen dagegen machen ihn flacher“, erläutert die Expertin Experte. Der Clou: „Je weiter die Taschen innen sitzen, desto schmaler wirkt die Silhouette. Je weiter außen, desto mehr verbreitert sie sich.“

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Wer sich einen Knack-Po zaubern möchte, der sollte also auf weit auseinander sitzende, kleine Taschen achten. Bei sogenannten Push-up-Jeans sind die Taschen meist weit oben angesetzt, die Naht darüber ist herzförmig, dadurch wirkt der Po schnell größer. Im Gegensatz zu normalen Jeans wird hier der Stoff diagonal gewebt und ist dadurch besonders auf der Hinterseite dicker – das lässt eine flache Kehrseite zusätzlich größer wirken, Hüfte und Bauch rücken dagegen in den Hintergrund und wirken optisch schmaler. Die angesagten High Waist Hosen haben einen ähnlichen Effekt und lassen durch den hohen Bund den Po knackiger und die Silhouette kurviger erscheinen.

Wozu dient das Mini-Fach über der Tasche?

Neben hinteren und vorderen Taschen an der Jeans gibt es meist auch noch eine fünfte Mini-Tasche über der vorderen. Nur Deko? Weit gefehlt, früher hatte diese mal einen richtigen Zweck, schließlich trug man im Wilden Westen Taschenuhren. Und dank des weitsichtigen Designs des Erfinders Levi Strauss (†73) konnten Arbeiter und Cowboys ihre Zeitmesser in der Mini-Hosentasche aufbewahren. Da saßen sie sicher, rutschten nicht heraus und konnten aus Platzmangel nicht zerkratzen. Die Idee ist seit der Armbanduhr zwar weitestgehend überflüssig geworden, die Tasche an der Jeans blieb. Übrigens: Wer damals besser betucht war, lagerte seine Taschenuhr etwas höher – in der kleinen Tasche der Anzug-Weste – auch die hat heute nicht mehr wirklich einen Nutzen.

 

Nieten als Stilelement

Noch ein Detail was alle Jeans gemeinsam haben, sind die kleinen Nieten-Knöpfe an den Taschen – auch das ein Überbleibsel längst vergangener Zeiten. Die Nieten gehen auf den Ursprung des Denim zurück, denn obwohl das Material an sich ist schon extrem strapazierfähig ist, wollte der Schneider Jacob Davis die Hosen für den Einsatz bei Arbeitern nochmal zusätzlich stärken. 1872 ließ er sich deswegen noch vor dem Original-Jeans-Erfinder Levis Strauss die kleine Niete patentieren – und setzte damit auf die richtige Idee: Bis heute ist das nützliche Knöpfchen nie von der Hose gewichen, wird mittlerweile aber überwiegend als Stilelement verstanden.

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Nieten sind nicht nur ein wichtiges Stilelement, sie können den Hintern auch zusätzlich vergrößern. Das gleiche gilt für jegliche Applikationen an den Gesäßtaschen, wie Knöpfe oder Aufnäher. Auch Paspel- oder Klapptaschen sorgen dafür, dass ein kleiner Po knackiger wirkt.

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