Von Tattoo-Spitze bis Statement-Ärmel

Brautmoden-Trends! In diesen Kleidern wird 2021 geheiratet

Brautpaar
Glitzer und XXL-Tüllroben sind passé! 2021 wird stattdessen in Tattoo-Spitze und schichten Outfits „Ja“ gesagt.
Foto: Getty Images

Wer im nächsten Jahr heiraten möchte, sollte sich jetzt schon mal auf die Suche nach dem richtigen Brautkleid machen. Bis man das tatsächlich im Kleiderschrank hängen hat, können gut und gerne mehrere Monate vergehen, lange Lieferzeiten und etwaige Änderungen sollten in jedem Fall eingeplant werden. STYLEBOOK checkt, welche Brautmoden-Modelle in der nächsten Hochzeitssaison Trend werden.

Früher war das Brautkleid ein Kleid für einen Tag, nach dem Hochzeitstermin verkam es nicht selten zum schönen Staubfänger im Kleiderschrank. Mittlerweile geht der Trend in eine andere Richtung: Viele Frauen wollen ihr Kleid auch nach der Hochzeit wieder ausführen, etwa als schönes weißen Sommerkleid oder eingefärbt für ähnlich schicke Feste, meint Kerrin Wiesener vom Bund deutscher Hochzeitsplaner. Dementsprechend werden jetzt auch vergleichsweise schlichte Outfits geshoppt, die sich nach dem großen Tag ganz einfach weiter verwerten lassen, beispielsweise „hübsche taillenhohe Röcke mit einem Spitzentop oder auch Jumpsuits“, berichtet die Expertin.

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Brautmode wird schlichter

Die Trend-Kleider für 2021 sind insgesamt leichter und auch alltagstauglicher als die übliche Brautmode, sagt Susan Lippe-Bernard, Chefredakteurin des „Braut & Bräutigam Magazins.“ Heißt: Die Zeit der XXL-Prinzessinnen-Robe neigt sich dem Ende zu, jetzt wird auf reduziertes Design gesetzt, genauer gesagt auf „minimalistisches, schönes und zeitloses Schneiderhandwerk, das auch in 20 Jahren noch gut aussieht“, so Expertin Wiesener. Solche schlichten Kleider zeichnen sich durch gerade Schnitte und eine sehr feminine Wirkung aus, obwohl sie durchaus auch hochgeschlossen ausfallen können.

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Brautkleider mit Cut-Outs und Tattoo-Spitze

Neben schlichten, hochgeschlossenen Brautkleidern sind auch Modelle angesagt, in denen die Braut viel Haut zeigt. Diese Kleider haben oftmals sehr tiefe Ausschnitte an Rücken und Dekolleté oder setzen transparente Akzente mit Cut-outs. Das sind bewusst gesetzte Löcher in der Kleidung, die teils mit durchsichtigem Tüll hinterlegt, oder aber mit Stickereien verziert sind. Bei Letzterem spricht man auch von Tattoo-Spitze, weil die Spitzen-Verzierung auf dem transparenten Unterstoff den Effekt hat, als wäre sie direkt auf die Haut gemalt und nicht etwa auf Stoff aufgenäht.

Brautkleider mit Statement-Ärmeln

Wie auch in der Alltagsmode liegt bei den Brautoutfits ein neuer Fokus auf der Armpartie. Lange Ärmel am Hochzeitskleid waren sonst immer als altbacken verschrieen, jetzt sind sie fester Bestandteil der Brautmoden-Trends – besonders dann, wenn sie mit Tattoo-Spitze verziert sind. Mutige Heiratswillige trauen sich auch wieder Trompeten- und Puffärmel heran – Prinzessin Beatrice machte es mit ihrem Vintage-Dress mit Organza-Ärmelchen vor. Auf die Spitze getrieben erinnert ein Kleid mit XXL-Statement-Ärmeln sogar an den Modestil der Renaissance.

Wer es schlichter, aber trotzdem retro mag, kann auch zu Kleidern im Boho-Stil greifen. Die Kleider mit viel Spitze sind nach wie beliebt, wie Lippe-Bernard weiß: „Es gibt insgesamt ja gerade einen Rückbezug auf das, was Oma trug und hatte.“ Das werde ihrer Ansicht nach auch 2021 so bleiben: „Je unsicherer die Zeiten, desto mehr Rückbesinnung gibt es“, so die Brautkleid-Expertin.

Brautkleid-Trends – welche Farben sind angesagt?

Dementsprechend wundert es auch nicht, dass sich in Sachen Farbe kaum etwas in der Brautmode ändert. Die große Mehrheit der Brautoutfits bleibt weiterhin klassisch weiß. Wer mag, kann aber auch mit anderen hellen Farben wie zarten Beige-Töne oder hellen Lavendel-Nuancen für etwas Abwechslung sorgen – viel bunter wird’s nicht. In Knallfarben heiraten weiterhin nur die Wenigsten, wie die Brautmoden-Experten wissen. „Richtige Farben sind in der Regel aber nur Akzente im Outfit“, meint Wiesener.

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