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Hypermenorrhoe

Was hilft bei einer extrem starken Periode? Gynäkologin klärt auf

Grafisch gezeichnete Unterhose
Die Stärke der Regelblutung ist individuell unterschiedlich. Bluten Frauen allerdings dauerhaft extrem stark, spricht man von einer Hypermenorrhoe.Foto: Getty Images

Die monatliche Regelblutung ist bei jeder Frau unterschiedlich stark ausgeprägt – manche Frauen verlieren nur wenig Flüssigkeit, manche mehr. Wenn die Menstruation extrem stark ausgeprägt ist, spricht man von einer Hypermenorrhoe. STYLEBOOK fragte beim Frauenarzt zu möglichen Ursachen, Risiken und Behandlungsmethoden nach.

Manche Frauen müssen ihren Tampon, ihre Binde oder ihre Menstruationstasse so oft wechseln, dass sie kaum noch hinterherkommen. Eine extrem starke Regelblutung kann für Betroffene unangenehm sein, manchmal steckt aber auch mehr dahinter: „Wenn es mehr als 80 Milliliter sind, leiden die Frauen an einer sogenannten Hypermenorrhoe“, erklärt Prof. Dr. Mandy Mangler. „Natürlich ist es für Frauen schwer, die Menge genau zu bemessen, auch wenn es mit Menstruationstassen durchaus möglich ist.“

Gutartige Tumore können ursächlich sein

„Eine Hypermenorrhoe kommt bei jungen Mädchen eher selten vor“, weiß Prof. Dr. Mangler. „Sie entwickelt sich meist erst im Laufe des Lebens aus verschiedenen Gründen.“ Oft stecke etwas Organisches dahinter, wie beispielsweise Myome – gutartige Tumore in der Gebärmutter. „Es ist daher wichtig, sich regelmäßig untersuchen zu lassen“, mahnt die Gynäkologin. „Myome sind eine häufige Ursache für Hypermenorrhoe und sollten in diesem Fall entfernt werden.“

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Übergewicht kann starke Regelblutung verursachen

Hypermenorrhoe trifft oft übergewichtige Frauen. Prof. Dr. med. Mandy Mangler erklärt, warum: „Das liegt daran, dass im Fettgewebe auch weibliche Hormone gebildet werden. Sie sorgen dafür, dass mehr Gebärmutterschleimhaut aufgebaut und in der Folge auch mehr abgeblutet wird.“ Es kann also helfen, abzunehmen, denn oft nimmt mit den verlorenen Kilos auch die Stärke der Regelblutung ab. „Falls sich die Schleimhaut jedoch krankhaft verändert haben sollte, müsste man sie abtragen“, ergänzt die Gynäkologin.

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Im Extremfall entfernt man die Gebärmutter

Bevor die Menopause einsetzt, kann es passieren, dass die Periode unregelmäßig kommt und/oder die Regelblutung sehr stark wird. „Sie kann so heftig werden, dass man die Gebärmutter unter Umständen entfernen muss“, erklärt Prof. Dr. med. Mandy Mangler. Zwar besteht Menstruationsflüssigkeit nicht nur aus Blut, sondern auch aus abgestoßener Schleimhaut, trotzdem kann eine Hypermenorrhoe wegen des erhöhten Blutverlusts zu einem Eisenmangel führen. „Typische erste Symptome sind Schlappheit und Antriebslosigkeit“, erklärt die Gynäkologin. „Eisenmangel kann aber auch Depressionen auslösen oder depressive Verstimmungen verschlimmern und sollte in ärztlicher Absprache mit Tabletten oder einer Infusion behandelt werden.“ 

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Quelle

– mit fachlicher Beratung von Prof. Dr. Mandy Mangler, Chefärztin für Gynäkologie am Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum, in Berlin

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