Autorin über ihren Pixie

Lebt es sich mit kurzen Haaren leichter?

Pixie Cut
Kurze Haare funktionieren sind ein Selbstläufer? Von wegen! Davon können Kirsten Stewart und Stylebook-Redakteurin Elena ein Lied singen
Foto: Getty Images

Vor gut fünf Jahren ließ sich STYLEBOOK-Redakteurin Elena Berchermeier die Haare schneiden, seitdem lebt sie mit einem Kurzhaarschnitt. Alles easy? Ein Erfahrungsbericht.

Als ich mir vor fünf Jahren meine Haare raspelkurz schneiden ließ, dachte ich, von nun an wird alles einfach. In meiner Vorstellung war ein Pixie Cut pflegeleicht und bedeutete wenig Arbeit – ein Irrglaube, der allerdings nur bis zum Frisörbesuch halten sollte. Ich stellte schon bald fest, dass nicht jedes Shampoo auf kurzen Haaren schäumt und stand vor der Frage, ob ich auch bei kurzem Haar anschließend noch Conditioner und/oder Haarkur verwenden muss. Mittlerweile habe ich meine Haare unzählige Male gewaschen, schneiden und blondieren lassen. Vor allem aber habe ich in dieser Zeit Antworten auf alle wichtigen Fragen zu meiner Frisur gefunden. Und diese Pixie-Cut-Insider möchte ich gerne teilen.

Elena Berchermeier

Mein Leben mit dem Pixie Cut: STYLEBOOK-Redakteurin Elena Berchermeier hat die perfekten Tipps für die Kurzhaarfrisur

Worauf kommt es beim Haarschnitt an?

Das A und O ist, nach der großen Entscheidung zum Frisör seines Vertrauens zu gehen und viel Zeit mitzubringen. Denn beim Pixie Cut kommt es neben der Länge auch auf die Technik und die Beschaffenheit der eigenen Haare an – es gibt jede Menge zu besprechen. Welchen Stil wünsche ich mir: klassisch oder mit Undercut? Was steht mir wirklich? Und was ist mit meinen Haaren überhaupt möglich? Erst danach geht es an die Praxis, und am Ende wird der Schnitt noch einmal millimetergenau angepasst.

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Wie werden die Haare gepflegt?

Es ist ein Trugschluss, dass kurze Haare weniger Pflege benötigen. Meiner Ansicht nach ist es mindestens genauso viel, dauert aber nicht so lange. Ich habe zahlreiche Shampoos ausprobiert, denn manche trocknen die Spitzen zu sehr aus oder schäumen bei kurzen Haaren gar nicht erst. Zum Waschen ist ein Shampoo mit natürlichen Inhaltsstoffen ideal, denn es schont die Kopfhaut und trocknet sie nicht aus. Davon reicht ganz wenig und es schäumt schon wie verrückt. Auf das Auswaschen folgt die intensive Pflege. Richtig gelesen, denn ein Pixie Cut verlangt eine ordentliche Spitzenpflege. Deshalb knete ich etwas Spülung, Conditioner oder Kur in die Spitzen, manchmal sogar bis in die Ansätze – zum Schrecken eines jeden Frisörs. Wenn man die Produkte jedoch nicht zu lange einwirken lässt, werden dadurch zum einen wie gewohnt die Spitzen versiegelt, zum anderen wird das Haar weicher und die Frisur wirkt nicht zu strubbelig. Nach dem Waschen werden die Haare mit einem Handtuch halbtrocken getupft, in Form gebürstet und gefönt. Insgesamt dauert das alles maximal fünf Minuten und geht damit natürlich deutlich schneller als bei langen Haaren.

Müssen kurze Haare gestylt werden?

Auf jeden Fall. Viele denken, bei kurzen Haaren muss man nicht mehr viel machen, einmal mit den Fingern durchwuscheln und gut ist. Aber von wegen! Nach dem Fönen kleben die Haare gerne mal einfach platt auf dem Kopf. Haarspray ist nur in seltenen Fällen empfehlenswert, da es die kurzen Haare verklebt und Volumen nimmt. Besser ist Salzwasser-Spray, da es den Haaren Struktur gibt und aus einem zu schlichten Look sofort einen aufregenden Pixie Cut machen kann. Auch Matt-Paste, die in die Spitzen eingearbeitet wird, sorgt für einen tollen Out-of-Bed-Look.

Benötigt man eine Bürste?

Definitiv! Abends ist es wichtig, die Haare ausgiebig zu bürsten, um die Styling-Produkte so gut wie möglich aus den Haaren zu entfernen, sodass sie über Nacht nicht abbrechen oder austrocknen. Hat der Pixie Cut nach einem langen Tag an Volumen verloren, hilft es, vorsichtig gegen die Haarwuchsrichtung zu bürsten und etwas Salzwasser-Spray einzuarbeiten. Um die Kopfhaut zu schonen, eignet sich eine Bürste aus Naturholz mit abgerundeten Noppen.

Was ist besonders lästig bei kurzen Haaren?

Ein Bad Hair Day ist extrem nervig. Stehen die Haare wild in alle Richtungen, kann man schlecht etwas verstecken. Da bleibt eigentlich nur eine Möglichkeit: schnell noch einmal waschen und stylen. Auch ein herausgewachsener Ansatz ist deutlich sichtbarer, da der Fokus ohnehin direkt auf dem Kopf liegt. Die Lösung: Entweder man macht vorsorglich alle zwei Monate einen Termin beim Frisör oder man trägt den Ansatz selbstbewusst als Statement.

Was ist beim Blondieren wichtig?

Es ist extrem wichtig, dass die Farbe besonders schonend ist und die Kopfhaut durch die Blondierung nicht zu stark gereizt wird. Sprecht mit dem Frisör, welcher Blondton am besten zum Teint passt und wie viele Sitzungen es dauert, bis diese Nuance erreicht ist. Für einen möglichst weißen Ton kann spezielles Silbershampoo Gelbpigmente entziehen. Aber Achtung! Es sollte auf keinen Fall zu lange in den Haaren bleiben, da es die Kopfhaut sehr angreift.

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