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Wild wie Fürstin Charlène

Abrasieren ist Trend! Undercut und Sidecut im Frisuren-Check

Frau mit Undercut
Wer sich für einen Undercut entscheidet, braucht nicht nur Mut, sondern sollte vorher auch einiges beachtenFoto: Getty Images

Rockig, frech, punkig, wild – Under- und Sidecuts eignen sich für alle, die einen außergewöhnlichen Look wollen. Auch Fürstin Charlène gehört jetzt zum Club derjenigen, die auf die coole Frise mit den abrasierten Seiten setzen. Aber wem steht der Look und wie lässt man ihn am besten wieder rauswachsen? STYLEBOOK hat bei einem Experten nachgefragt, was es bei dem Rasur-Cut zu beachten gibt.

Wem steht der Undercut bzw. Sidecut?

Von einem Sidecut spricht man, wenn eine oder beide Seiten rasiert werden. Bei einem Undercut wird (zusätzlich) der Nacken ausrasiert. Besonders schön wirkt das Ganze bei leicht gewelltem, von Natur aus fülligem Haar, das schwungvoll über die rasierten Partien fällt. Fürstin Charlène beweist aber mit ihrer neuen Frisur, dass der Rasur-Look auch bei dünnerem Haar funktionieren kann – insofern die verbliebene Mähne dann nur auf einer Seite getragen wird.

Fürstin Charlène mit Sidecut
Fürstin Charlène trägt neuerdings SidecutFoto: Getty Images

Wie großzügig der raspelkurze Teil bei einem Side- oder Undercut ausfallen darf, ist tatsächlich eine reine Mutfrage. „Prinzipiell eignet sich der Undercut bei jeder Kopfform, bei einem all zu rundlichen Gesicht sollte man den Ansatz lieber nicht ganz so hoch tragen“, rät Enrico Farkas vom Berliner Friseursalon „Farkas & Manthei.“ Je schmaler der Undercut, desto einfacher lässt er sich kaschieren. Falls man den rasierten Nacken oder die rasierten Seiten später doch bereuen sollte oder ein Vorstellungsgespräch ansteht, lieber schrittweise an die neue Frisur herantrauen. „Nachrasieren kann man hinterher immer noch,“ weiß der Experte.

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Zwei Dinge rät der Friseur-Experte noch: „Wer zu extrem empfindlicher Kopfhaut neigt, sollte vom Undercut lieber absehen, da Rötungen oder Pickelchen durchschimmern können“, so Farkas. Und: So einfach der Rasur-Cut auch aussehen mag, man sollte „niemals selbst zum Rasierer greifen, sondern ihn stets vom Profi machen lassen.“ Heißt also: Der Radikal-Schnitt muss bis nach dem Lockdown warten.

Wie pflege und style ich den Undercut?

„Ein Undercut ist eigentlich sehr pflegeleicht“, weiß der Farkas. Ein Mal im Monat sollte allerdings mit dem Trimmer nachgekürzt werden, damit der Look nicht irgendwann unordentlich aussieht oder ausfranst. Mit ein bisschen Salzwasser-Haarspray oder leichtem Stylingwachs lässt sich das Deckhaar zusätzlich in Form beziehungsweise in die richtige Richtung bringen. Seitlich geflochtene Zöpfchen sorgen für einen verspielt-frechen Look. Mutige können sich auch kleine, extra einrasierte Muster in die Undercut-Bereiche rasieren oder mit Farbe experimentieren.

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Wie lasse ich den Undercut am besten rauswachsen?

Haare wachsen einen bis eineinhalb Zentimeter im Monat, man braucht also viel Geduld, bis der Undercut wieder die Länge der übrigen Haare erreicht hat. Bei einem kleinen Undercut reicht im Prinzip Haare drüber und die Sache sich selbst überlassen. Auch ein tiefliegender Pferdeschwanz, Haarbänder oder anderer Kopfschmuck eignen sich perfekt zum Verdecken der Stellen. Bei Hochsteck- oder Duttfrisuren muss mit Haarklammern und etwas Fixierspray nachgeholfen werden.

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Die radikalste und mutigste Lösung: Die Haare auf die bereits nachgewachsene Länge der kurzen Bereiche abschneiden. Dann wächst alles gleichmäßig nach und es ist eine tolle Gelegenheit, mal eine Kurzhaarfrisur an sich auszuprobieren.

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