Sogar Hausmittel können helfen

Wie kann man kaputte Haare ohne Schere retten? 4 geniale Tipps

Frau mit kaputten Haare
Haare kaputt, aber keine Lust auf Abschneiden? STYLEBOOK hat die besten Tipps
Foto: Getty Images

Die Spitzen sind ausgefranst, der Schnitt längst rausgewachsen – aber Abschneiden ist für Sie dennoch keine Option? STYLEBOOK hat mit einer Friseurin gesprochen und nennt Tipps, mit denen sich kaputte Haare retten lassen.

Die besten Tipps und Hausmittel im Überblick

Welche Pflege kann langes Haar retten?

Kim Fischer, Inhaberin des Friseursalons KIM & ICH in Münster: „Die richtige Pflege ist abhängig vom Haar, feines Haar braucht häufig mehr Proteine. Vor allem wenn man viel glättet, mit Blondierungen oder sehr chemischen Prozeduren unterwegs ist, braucht man oft mehr Proteine. Dickes, festes, borstiges Haar benötigt hingegen mehr Lipide und Feuchtigkeit, feine Haare würden dadurch nur schwer und matschig werden. Normales Haar braucht wahrscheinlich Lipide und Proteine. Das Haar besteht aus beidem, und wenn es kaputt ist, fehlt meist eins davon.“

Kaputte Haare richtig waschen

Mit der richtigen Technik beim Haare waschen kann man kaputte Haare zwar nicht retten, weitere Schäden lassen sich so allerdings vermeiden. Dazu das Shampoo nur auf den Ansatz auftragen und in die Kopfhaut einmassieren. Die Spitzen werden beim Auswaschen automatisch mit sauber. Zudem sollten sie auf Silikone im Shampoo verzichten. Diese beschweren die Haare und lassen sie schneller fettig wirken. Vermeiden Sie eine tägliche Haarwäsche, um das eh schon kaputte Haar nicht noch zusätzlich zu strapazieren. Nach dem Shampoo sollte eine Pflegespülung aufgetragen werden, die sorgt für mehr Glanz und Spliss wird weniger sichtbar. Einmal in der Woche hilft eine Haarmaske, das kaputte Haar mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Die Maske kann gerne am Abend aufgetragen werden, damit sie über Nacht einwirken kann.

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Worauf sollte ich verzichten, wenn mein Haar kaputt ist?

Wenn das Haar kaputt ist, sollte man auf Hitze, Glätteisen etc. verzichten“, so die Expertin. Vom Föhnen müsse man aber nicht unbedingt absehen. Fischer: „Das wird oft negativ betitelt. Wenn du aber das richtige Produkt hast, das Pflegestoffe in dein Haar bringt, und du mit einer hochwertigen Bürste arbeitest, kann das Föhnen fast wie eine Politur fürs Haar sein. Aber: Föhnen nur mit Hitzeschutz. Immer! Generell alles nur mit Hitzeschutz.“

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Hair-Styling – die richtigen Produkte

Sind die Haare gestylt, benutzen viele gerne Haarspray zum Fixieren. Das verklebt jedoch die Haare und trocknet sie aus. Auch Färben und Tönen greift die kaputten Haare an und fördert Spliss. Wer nicht aufs Färben verzichten will, sollte auf Naturprodukte achten, die das Haar weniger angreifen. Vermeiden Sie es, die Farbe in die Spitzen zu geben, oft reicht es, nur den Ansatz nachzufärben.

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Langes Haar, das offen getragen wird, reibt durch die ständige Bewegung aneinander und kann spröde werden. Wer seine lange Mähne dennoch vor der Schere bewahren möchte, der sollte das Haar so oft wie möglich in einem Dutt oder einem locker geflochtenen Zopf zusammenbinden. Das gilt vor allem nachts. Am besten eignen sich dafür elastische Zopfgummis ohne Metall.

Die besten Hausmittel und Tipps bei kaputten Haaren

Auch einfache Hausmittel können ihrem Haar dabei helfen, Glanz und Kraft zurückzugewinnen.

Olivenöl

Einfach anzuwenden und bestimmt in jedem Haushalt zu finden: Olivenöl. Einmal in der Woche das Öl in den Spitzen verteilen und sanft in die Kopfhaut einmassieren. Dann das ganze am besten über Nacht einwirken lassen und am nächsten Morgen mit einem sanften Shampoo auswaschen.

Haare weniger waschen

Wer seine Haare weniger wäscht, schont deren Struktur und strapaziert kaputte Spitzen nicht noch zusätzlich. Gleichzeitig ist der produzierte Talg an der Kopfhaut die beste Kur für Glanz und kräftige Haare. Wer also krank ist oder weiß, dass er mehrere Tage nicht unter Leute muss, lässt seine Haare gut ausfetten. Den entstandenen Talg mit einem Kamm oder einer Bürste in den Haaren verteilen.

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DiY-Haarmaske

Masken müssen nicht immer gekauft sein, man kann sie auch ganz einfach selbst machen. Dazu ein Eigelb mit drei Teelöffeln Honig und einem Teelöffel Olivenöl mischen und in die Haare einmassieren. Das ganze mit Frischhaltefolie umwickeln und für zwei bis drei Stunden einwirken lassen.

Regelmäßig Spitzen schneiden

Wer sich dauerhaft gesundes Haar wünscht, der kommt um einen regelmäßigen Friseurbesuch nicht herum. Das gute daran: Wer in gewissen Abständen seine Spitzen schneiden lässt, der vermeidet so, dass zu viel Länge verloren geht, denn Haare wachsen trotz bzw. gerade durch einen Friseurbesuch auf Dauer länger und kräftiger.

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