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Von Einzelwimpern bis Magnetic Lashes

Fake Lashes im Test! Welche Günstig-Wimpern sind die besten?

Fake Lashes
Bei Fake Wimpern gibt es jede Menge Auswahl: Single Lashes, Wimpernbänder oder Magnetic Lashes. Aber welche sind die besten? Wir haben es getestet!Foto: STYLEBOOK

Von Wimpernbändern bis zu Magnetic Lashes – der Weg zum perfekten Augenaufschlag ist mit vielen Fragezeichen gepflastert. Welche fühlen sich gut an, welche nerven, welche halten wirklich? STYLEBOOK-Redakteurin Anna-Lena Osterburg hat sich auf die Suche nach den perfekten Fake-Wimpern gemacht und diverse Günstig-Produkte selbst getestet. Das Ergebnis?

Inhaltsverzeichnis

Wimpernbänder

Mit Wimpernbändern kann man sich den dramatischen Augenaufschlag ganz einfach mit einem Handgriff aufs Auge kleben. Es handelt sich dabei um einen kompletten Fake-Wimpernkranz, der auf das Augenlid aufgetragen wird. Das ist aufgrund der langen Klebefläche aber nicht immer so leicht, und auch wenn Übung hier den Meister macht, gibt es doch entscheidende Qualitätsmerkmale, die das Ankleben erleichtern – oder eben nicht. Zwei gängige Drogerie-Modelle im Vergleich:

Kiss „Looks So Natural Wimpernband Iconic“

Handhabung: Das Kiss-Wimpernband ist relativ dick, schwarz und vergleichsweise starr. Es sollte deshalb vor dem Anbringen ein bisschen hin und her bewegt werden, damit es flexibel wird. Der Auftrag mit Pinzette ist dann kein Problem mehr. Wichtig: Das Band ist auffällig schwarz und verzeiht daher keine größeren Fehler. Es muss wirklich direkt an den eigenen Wimpernkranz geklebt werden, sonst sieht das ganze sehr fake aus. Wer das nicht hinbekommt, kann das schwarze Band auch im Nachhinein noch hinter Eyeliner verstecken.

Look: Der Name „Looks So Natural“ ist tatsächlich ein bisschen übertrieben. Für Fake-Lashes-Verhältnisse sind die Wimpern zwar dezent, aber das dicke Wimpernband und die extreme Dichte erscheinen auch nicht wirklich natürlich, aber das ist für die meisten Trägerinnen wohl auch nicht das primäre Ziel beim Griff zur falschen Wimper. Für einen Wow-Augenaufschlag sorgen die Kiss-Wimpern allemal.

Haltbarkeit: Die Wimpern bleiben – richtig angeklebt – an Ort und Stelle und sehen auch nach mehreren Anwendungen noch dicht und fluffig aus. Das stabile Wimpernband überlebt auch mehrmaliges Abziehen und wieder Ankleben. Einziges Problem: Manchmal löst sich das Wimpernband am Augeninnenwinkel, weil es eben relativ dick und starr ist. Der Rest bleibt aber, wo er sein soll.

Preis:  Die Kiss-Lashes gibt es für ca. 6 Euro in der Drogerie. Das Geld sind sie auf jeden Fall wert, wenn man bedenkt, wie oft man sie tragen kann.

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Fazit: 4/5 Sterne! Ein Stern Abzug, weil das Band ruhig eine Nummer dezenter hätte ausfallen können.

Ardell „Demi Wispies“

Handhabung: Es gibt wohl keine besseren Anfänger-Wimpern als die beliebten „Demi Wispies“ von Ardell. Grund ist das durchsichtige Wimpernband, das super flexibel und dezent ist. Die Wimpern können auf dem Band je nach gewünschter Dichte verschoben oder entfernt, das Band easy in die gewünschte Form geklebt werden – leichter geht der Fake-Lashes-Look wirklich nicht!

Look: Die „Demi Wispies“ sind vergleichsweise natürlich, haben dank Länge und Dichte aber auch nicht wirklich was mit echten Wimpern gemein. Sie sorgen zwar für einen perfekten Augenaufschlag, eine gehörige Portion Fake-Optik muss man aber (wie bei allen falschen Wimpern) in Kauf nehmen.

Haltbarkeit: Die Wimpern machen wirklich alles mit und halten perfekt. Das dünne Band stört nicht beim Blinzeln, ist aber trotzdem robust genug, um mehrmaligem Gebrauch standzuhalten.

Preis: Die „Demi Wispies“ gibt es paarweise für ca. 6 Euro in der Drogerie, online gibt es günstigere Mehrfachpackungen.

Fazit: 5/5 Sterne! Perfekt für Anfänger, die nicht unbedingt einen total natürlichen Look wollen.

Einzelwimpern

Wer seine eigenen Wimpern verdichten, aber nicht allzu unnatürlich aussehen will, sollte zu einzelnen Fake Wimpern greifen. Damit kann man einen ganz individuellen Lash-Look zaubern, der allerdings viel Zeit in Anspruch nimmt. Jede Wimper muss einzeln angeklebt werden, hier sind Geduld und Fingerspitzengefühl gefragt. Dafür hat man dann am Ende im Idealfall ein Ergebnis, bei dem nicht unbedingt zu sehen ist, dass geschummelt wurde.

Primark PS… „Individual Lashes“

Primark-Wimpern
Die Primark-Wimpern kommen in verschiedenen LängenFoto: STYLEBOOK

Handhabung: Die Wimpern heißen zwar Einzelwimpern, pro „Wimper“ sind aber mehrere Härchen verarbeitet, die dann in einen Klebepunkt münden. Die Härchen sind extrem fein und wirken deshalb ganz natürlich. Mit der Pinzette können sie ganz einfach in Wimpernkleber getunkt und aufgetragen werden, am besten zwischen die bereits mit der Wimpernzange gebogenen und getuschten Wimpern. Der Schwung kann dann ganz individuell mit den Fingern zurecht gedrückt werden. Einziges Problem: Manchmal kleben die Wimpern in der Verpackung fest und gehen kaputt, wenn man versucht, sie daraus zu lösen.

Look: Natürlicher geht der Fake-Lashes-Look nicht! Die Wimpern kommen in unterschiedlichen Längen und die Intensität des Augenaufschlags kann deshalb nach Lust und Laune angepasst werden. Für einen Drama-Style einfach mehrere, längere Wimpern einsetzen, für einen natürlichen Augenaufschlag im Alltag reicht auch dezentes Auffüllen mit kurzen Lashes.

Haltbarkeit: Die Wimpern halten problemlos und können mehrmals verwendet werden. Großer Vorteil an den Einzel-Modellen: Wenn sich doch mal was löst, muss man nicht gleich das ganze Wimpernband abnehmen, sondern kann ganz einfach punktuell nachbessern. Perfekt für unterwegs!

Preis: Typisch für Primark ist der günstige Preis von 1,50 Euro für eine Packung à 60 Wimpern – die Konkurrenz-Produkte sind mindestens doppelt so teuer. Deshalb sollte beim Griff zu Primark-Produkten auf jeden Fall bedacht werden, dass der Günstig-Anbieter in Sachen Nachhaltigkeit und fairen Arbeitsbedingungen nicht unbedingt die beste Wahl ist.

Fazit: 5/5 Sterne! Günstiger Preis, einfache Handhabung, natürlicher Look. 

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Essence „Lashes to Impress Single Lashes“

Handhabung: Die Anwendung ist exakt so wie bei den Primark-Wimpern – aber ohne das nervige In-der-Verpackung-Kleben.

Look: Die Essence-Wimpern fallen wesentlich länger aus als die Modelle von Primark, die längste Version reicht fast bis zu den Augenbrauen, mit Natürlichkeit hat das nicht viel zu tun. Die Wimpern wirken auch weniger fedrig und deutlich plastikartiger als die Konkurrenz. Trotzdem sorgen sie für einen schönen Augenaufschlag, in Puncto Natürlichkeit müssen aber Abstriche gemacht werden.

Haltbarkeit: In Sachen Haltbarkeit überzeugen die Single Lashes und können ebenfalls mehrfach wiederverwendet werden, allerdings nicht ganz so oft wie die Primark-Wimpern. Beim Entfernen des alten Wimpernklebers muss man ganz vorsichtig sein, dabei geht die Wimper relativ schnell kaputt.

Preis: Die Essence Individual Lashes gibt es für 2,50 Euro in der Drogerie, die Packung muss man aber relativ häufig nachkaufen, weil nur 30 Wimpern enthalten sind.

Fazit: 3.5/5 Sterne! Die Essence-Wimpern erfüllen ihren Zweck, können in den Punkten Look und Haltbarkeit aber nicht mit der Primark-Konkurrenz mithalten.

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Magnetwimpern

Magnetwimpern – ein Beauty-Trend der in den letzten Jahren einen regelrechten Hype erfahren hat. Statt die Wimpern mühsam ans Auge kleben zu müssen, werden die neuen Lashes ganz einfach mit Magneten am Wimpernkranz befestigt. So soll die Anwenderin jede Menge Zeit und Nerven sparen, sich aber trotzdem über einen Wow-Augenaufschlag freuen können. Klingt zu schön um wahr zu sein? Ist es leider auch, wie der Test ergeben hat.

Ardell „Magnetic Lashes“

Handhabung: Wer behauptet, magnetische Wimpern aufzutragen sei einfacher als Klebewimpern, der lügt! Wenn man nicht von Natur aus mit dichten Klimper-Wimpern gesegnet ist, ist der Magnetwimpern-Auftrag geradezu ein Ding der Unmöglichkeit – trotz beiliegender Wimpern-„Pinzette“. Klebewimpern sind im Vergleich dazu ein echtes Kinderspiel. Die Magnetwimpern von Ardell pappen immer schon zusammen, bevor sie richtig sitzen, in spärlichen Wimpern finden die Magnete keinen Halt. Und: Das Wimpernband zu kürzen, ist nicht drin, sonst würde man die Magnete wegschneiden. Ein kompletter Fail, da rettet auch Übung nichts!

Look: Nach gefühlt hundert Versuchen gelingt es, die Wimpern halbwegs akzeptabel aufzutragen. So vor die Tür gehen? Niemals! Der Grund: Die Magnete sind ganz offensichtlich zu sehen, das Wimpernband passt von der Länge her hinten und vorne nicht. Außerdem ist der Effekt bei von Natur aus geraden Wimpern minimal, weil die Magnetwimpern die eigenen Wimpern umschließen und sich so der ursprünglichen Form anpassen. Von Extra-Schwung fehlt deshalb jede Spur.

Haltbarkeit: Bei feinen und wenigen Wimpern ist gar keine Haltbarkeit gegeben, bei dichten Wimpern sieht das sicherlich etwas anders aus. Dennoch: Die Angst, dass sie verrutschen oder sich komplett lösen, ist durchaus gegeben…

Preis – Leistung: Die Ardell Lashes sind mit 15 Euro die teuersten Wimpern im Test, das Geld aber absolut nicht wert! Frauen, die ohnehin schon mit dichten, geschwungenen Wimpern gesegnet sind, könnten vielleicht ihre Freude am magnetischen Wimpernband haben, alle anderen sollten aber besser die Finger davon lassen.

Fazit: 0/5 Sterne – weder Preis, noch Leistung stimmen!

Essence „Lash On Lash Off“

Handhabung: Die magnetischen Essence Wimpern sind ein bisschen leichter aufzutragen als jene von Ardell. Das dürfte der Form geschuldet sein: Es handelt sich um halbe Wimpernbänder, die nur den äußeren Wimpernkranz betonen sollen. Dennoch bleibt der Auftrag schwieriger als bei Klebewimpern, ist aber dank halber Länge nicht komplett unmöglich. Auch das Problem mit dem zu langen Band ist somit gelöst.

Look: Der Look der Essence Wimpern? Schwierig. Sind zu wenige eigene Wimpern vorhanden, können die halben Wimpernbänder optisch wenig ausrichten. Hinzu kommt, dass die Lashes wenig geschwungen daherkommen, bei geraden Wimpern gibt es schwungtechnisch quasi keinen Effekt. Und: Die Magnete kann man selbst mit einem XXL-Eyeliner nicht verstecken. Allerdings ist es gut möglich, dass die Lashes bei dichten und geschwungenen Wimpern für einen schönen Cateye-Effekt sorgen können.

Haltbarkeit: Die Haltbarkeit der Essence-Magnetwimpern ist genau wie bei den Ardell-Modellen problematisch. Das Magnet-Prinzip ist schlichtweg nichts für Menschen mit wenig Wimpern.

Preis: Für Essence-Verhältnisse sind die Magnetwimpern mit 6 Euro ziemlich teuer. Frauen mit eher wenigen natürlichen Wimpern sollten lieber bei der Klebe-Variante bleiben.

Fazit: 1/5 Sterne! Ein Stern dafür, dass die Lashes trotz günstigerem Preis ein bisschen besser als die Ardell-Wimpern sind.