Und 10 weitere Fakten zum Schweiß-Killer

Warum wir Deo abends auftragen sollten

Deo auftragen gehört zur Beauty-Routine genauso dazu wie Zähne putzen. Dabei kann man jedoch auch Einiges falsch machen. STYLEBOOK klärt daher 11 wichtige Fragen zum Deodorant.

Deo auftragen gehört zur Beauty-Routine genauso dazu wie Zähne putzen. Dabei kann man jedoch auch Einiges falsch machen. STYLEBOOK klärt daher 11 wichtige Fragen zum Deodorant.

Eins ist klar: Der Geruch von Schweiß gehört zu den fiesesten Torturen, die die Nase erfahren muss. Und wie sagt man es erst den Kollegen, wenn das Deo mal versagt haben sollte? Dabei ist Schwitzen eine normale Körperfunktion. Über diesen Mechanismus reguliert der Körper seinen Wasserhaushalt und seine Temperatur. Dafür zuständig sind die Schweißdrüsen, von denen jeder Mensch etwa drei Millionen in der Haut hat. Was Viele gar nicht wissen: Frischer Schweiß ist geruchsfrei. Erst, wenn die auf der Haut sitzenden Bakterien den Schweiß zersetzen, müffelt’s. Wie und wie stark man riecht, ist allerdings individuell verschieden. Der Helfer bei Geruch ist klar das Deodorant. STYLEBOOK beantwortet die wichtigsten Fragen.

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1. Was sind Deos?

Deos sind kosmetische Produkte, die den Körpergeruch überdecken oder die Schweißbildung vermindern. Es gibt sie in den verschiedensten Varianten, als Stift, Roller, Lotion, Puder, Aerosol- und Pumpspray

2. Wie wirken Deos?

Im Prinzip lassen sie sich in zwei Gruppen unterscheiden. Erstens jene, die den Körpergeruch übertünchen – also klassische Deos. Und zweitens die, die verhindern, dass wir überhaupt unter den Achseln schwitzen – sie werden als Antitranspirante bezeichnet. Sie ziehen die Haut zusammen und verschließen die Schweißporen. Dafür ist das „stillgelegte“ Areal zu klein. 

3. Woraus bestehen deos?

Neben den jeweiligen Präparate-Grundlagen, die bei Spray, Stift und Roller unterschiedlich sind (zum Beispiel Wasser, Alkohol, Wachse), sowie Duft- und Pflegestoffen, enthalten Deos unterschiedliche Wirkstoffe. Die wichtigsten sind: 1. Geruchsüberdecker wie synthetische Duftstoffe oder natürliche ätherische Öle. 2. Keimhemmende Mittel, die das Wachstum der für den Geruch verantwortlichen Bakterien kontrollieren. 3. Schweißhemmer, die die Aktivität der Schweißdrüsen beeinflussen. 4. Geruchsabsorber sind Substanzen, die Gerüche neutralisieren. 5. Anitoxidantien, die die Oxidationsprozesse bei der Geruchsbildung kontrollieren

4. wie gefährlich sind deos?

Einige Menschen reagieren überempfindlich auf bestimmte Inhaltsstoffe. Das ist natürlich individuell unterschiedlich. Bestimmte Stoffe, z. B. Aluminium-Chlorid und Parabene, stehen im Verdacht, Krebs auszulösen

5. Wie gefährlich sind Deos mit Aluminium?

In Antitranspiranten sind niedrig dosierte Aluminiumsalze enthalten. Sie stehen etwa im Verdacht, Brustkrebs auszulösen. Aber: „Verlässliche Studien, die tatsächlich Brustkrebs auslösen, gibt es bis jetzt nicht“, sagt der Dermatologe Dr. Reinhard Mrotzek aus Datteln im Interview. Der ergänzt: „Selbst das Bundesinstitut für Risikobewertung sieht diese zwar kritisch, verbietet sie aber nicht.“ Es wird gefordert, entsprechende Produkte eindeutiger zu kennzeichnen. Der Markt reagiert bereits: In den Drogerien gibt es immer mehr aluminiumfreie Deos im Angebot.

6. Gibt es Alternativen zum Antitranspirant?

Dr. Reinhard Mrotzek: „Deos mit Aluminium-Verbindungen sind derzeit die einzige konventionelle Methode gegen starkes Schwitzen, die wirklich funktioniert.“ Alternativen seien lediglich medizinische Therapien mit Tabletten, Botox-Injektionen oder schmerzhaften Eingriffen.

7. Wie oft sollte man Deo benutzen?

Ein normales Deo kann man jeden Tag benutzen. Bei frisch rasierten Achseln tut es gut, etwa sechs Stunden auf ein Deo zu verzichten. Vor allem, wenn es Alkohol enthält. Wer wegen der Aluminium-Verbindungen Bedenken hat, auf dessen Wirkung allerdings schwört, sollte es zumindest nicht täglich und nur in kleinen Mengen benutzen

8. Wann sollte ich das Deo auftragen?

Antitranspirante, die mit Aluminium wirken, trägt man am besten abends auf. Nachts sind die Schweißdrüsen weniger aktiv. So können die schweißhemmenden Wirkstoffe besser in die Schweißkanäle eindringen und am kommenden Tag wirken. Deos, die Gerüche neutralisieren bzw. übertünchen, werden morgens angewendet. Wie bereits geschrieben: Deo und Antitranspirant nicht auf frisch rasierten Achseln benutzen.

9. Wann sollte ich mich vor nutzung waschen?

Deos überdecken nicht den alten Schweiß, sie wirken nur bei neuem. Haben es die Hautbakterien nämlich erst einmal geschafft, den Schweiß unter den Achseln zu zersetzen und damit einen unangenehmen Geruch hervorzurufen, hilft kein Deo der Welt. Deshalb: Erst Achseln reinigen, trocknen lassen und dann das Deo auftragen.

10. Spray, Roller oder Stick?

Am populärsten sind noch immer klassische Sprays. Stiftung Warentest hat herausgefunden, dass in Deutsch­land mehr als die Hälfte der Deos als Aerosol­spray verkauft werden. Ihre Beliebtheit lässt sich unter anderem damit erklären, dass sie kein Nässegefühl oder einen klebrigen Film auf der Haut hinterlassen. Zusätzlich haben sie eine kühlende, erfrischende Wirkung beim Aufsprühen. Bei Empfindlichen können die feinen Partikel die Bronchien oberflächlich reizen, was Experten aber für unbe­denk­lich halten.

11. Was ist, wenn ich mein Deo mal vergessen habe?

Keine Frage, eine ungünstige Situation, vor allem, wenn ein Geschäftstermin oder ein Date bevor steht. Die erste Regel, die Achseln kurz mit Handseife und Wasser abwaschen. Das hilft den ersten Geruch loszuwerden. Damit die neu gewonnene Frische aber auch bleibt, kann auch Backpulver ein guter Ersatz sein. Die alkalischen Eigenschaften der allround-talentierten Backzutat senken den pH-Wert an den Körperteilen, die besonders schwitzen, und wirken so gegen Geruchsbildung, zudem absorbiert Backpulver Feuchtigkeit. Einfach einen Teelöffel Backpulver mit einer Tasse Wasser mischen, fertig

Auswahl getroffen? Hier gibt es Deos in allen Variationen:

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