Waxen, Bleichen, Lasern

Was hilft gegen Damenbart?

Nicht schlimm, aber unschön: der Damenbart. Fast 30 Prozent der weiblichen Weltbevölkerung sind von der unerwünschten Behaarung betroffen. Doch wie wird man den Damenbart richtig los? STYLEBOOK.de verrät Ihnen hier die 5 besten Methoden.


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Etwa vier Millionen Frauen in Deutschland kennen das Problem: Ihnen wachsen vermehrt Haare an Stellen im Gesicht, wo sie es eigentlich nur bei Männern schön finden. Im Volksmund heißt das: Damenbart.

Dem Damenbart die Zunge zeigen: Mit diversen Methoden kann frau die nervigen Härchen loswerden

Dem Damenbart die Zunge zeigen: Mit diversen Methoden kann frau die nervigen Härchen loswerden Damenbart. Foto: Getty Images

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Der „Hirsutismus“ hat in der Regel eine nicht weiter bedenkliche, verstärkte Produktion des männlichen Hormons Testosteron zur Ursache. Konnte eine ernsthafte hormonelle Erkrankung durch einen Arzt ausgeschlossen werden, lässt sich der Damenbart leicht lokal bekämpfen. Das in der Gesellschaft als „unästhetisch“ empfundene Phänomen ist also kein Grund zur Panik! Sogar Promis wie Adele (29) oder Thandie Newton (44) haben mit den Damenbart zu kämpfen.

Auch Schauspielerin Thandie Newton scheint ein peinliches Beauty-Problem zu haben – schämt sich aber nicht dafür. Sie postet lieber ein Foto, das sie beim Entfernen ihres Damenbarts zeigt

Auch Schauspielerin Thandie Newton scheint ein peinliches Beauty-Problem zu haben – schämt sich aber nicht dafür. Sie postet lieber ein Foto, das sie beim Entfernen ihres Damenbarts zeigt Thandie Newton mit Damenbart. Foto: Instagram/ thandieandkay

Wir haben uns bei der Kölner Dermatologin Dr. Uta Schlossberger informiert – und verraten Ihnen ganz diskret, wie Sie die lästigen Härchen langfristig loswerden.

1. Warmwachs

Diese Methode folgt dem Prinzip „Wer schön sein will, muss leiden“: Eine heiße Wachsschicht (Alternative: Zuckerpaste) wird auf die Oberlippe aufgetragen, bis sie fest geworden ist und dann mit einem schnellen Ruck abgezogen. Man spürt jedes einzelne Haar, das samt Wurzel entfernt wird – dafür hält das Ergebnis etwa vier Wochen lang, ein Besuch bei der Kosmetikerin (ca. 20 Euro) lohnt sich also. Ab ca. zehn Euro bekommt man Warmwachs-Sets auch in der Drogerie. Doch Vorsicht, zu heiß angewendet droht Verbrennungsgefahr, warnt Frau Dr. Schlossberger. „Außerdem kann unsauberes Arbeiten zu starken Entzündungen führen“. Nachteil beim Waxing generell: Damit es richtig funktioniert, müssen die Haare zuvor mindestens drei Millimeter lang gewachsen sein.

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2. Bleichen

Auf den ersten Blick überwiegen die Vorteile: Bleaching ist schmerzfrei, günstig und schnell erledigt. Plus: kein stoppeliges Nachwachsen! Behandlungen gibt’s ab ca. zehn Euro im Kosmetikstudio oder beim Friseur; Aufheller zum Selbermachen kosten in der Drogerie ca. acht Euro. Die Nachteile: Man sieht ihn zwar nicht mehr, spüren kann man den Damenbart aber noch immer. Darüber hinaus kann die Bleichcreme die Haut irritieren, was die Blicke in den ersten Tagen nach der Behandlung erst Recht auf die „Problemzone“ lenkt. Checken Sie vorher also genau, ob Sie eventuell gegen Inhaltsstoffe allergisch sind! Und, ganz wichtig: „Niemals auf entzündeter Haut anwenden!“ Sonst könnten Narben entstehen, warnt Hautärztin Schlossberger.

3. Threading

Diese schnelle und preiswerte Methode gilt aktuell als letzter Schrei in Sachen Haarentfernung. Ihren Ursprung findet sie in einer uralten orientalisch-osmanischen Tradition; mittlerweile wird die Anwendung aber auch in vielen Kosmetikstudios bei uns angeboten (ab ca. acht Euro). Und so funktioniert’s: Ein dünner Faden wird doppelt gelegt und zu einer kleinen Schlaufe verknotet. Dann wird er mit Daumen und Zeigefinger über der betreffenden Stelle so schnell gedreht, dass sich die Haare dazwischen verfangen und gegen die Wuchsrichtung samt Wurzel herausgezogen werden. Klingt kompliziert? Ist es auch! Selber machen ist so gut wie unmöglich, unbedingt vom Profi machen lassen. Das glatte Ergebnis hält bis zu vier Wochen.

4. Laser

„Das Gerät sendet Licht in einer bestimmten Wellenlänge aus, das die Keimzellen der Haarwurzeln zerstört“, erklärt Dr. Schlossberger. Anders als andere Enthaarungsmethoden verspricht diese ein dauerhaftes Ergebnis. Dafür ist die Prozedur langwierig und kostenintensiv: So können bis zu zehn Sitzungen (à ca. 50 Euro) nötig sein, um den Damenbart endgültig zu beseitigen. Je stärker der Kontrast zwischen Haar- und Hautfarbe, desto zufriedenstellender das Ergebnis. Heißt: Bei dunkelhaarigen Frauen klappt’s besser! Helle Typen sind mit ihrer empfindlicheren Haut außerdem anfälliger für Narbenbildung und Pigmentveränderungen.

5. Rasieren

Der Griff zum Rasierer ist zwar eine schmerzfreie und schnelle Lösung – lohnt sich auf Dauer aber nicht. Im Gegenteil! „Die Haarwurzel wird nicht entfernt, das Ergebnis hält daher nur kurzfristig“, weiß die Dermatologin. Die Haare wachsen schnell und stoppelig nach, vor allem brünette und schwarzhaarige Frauen werden an der betreffenden Stelle schon am nächsten Tag einen dunklen Schatten wahrnehmen. Dr. Schlossberger gibt außerdem zu bedenken, dass eingewachsene Haare zu Infektionen führen können. Und brennende Pickelchen über der Lippe sind am Ende nicht wirklich die bessere Wahl gegenüber einem Damenbart…


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