Das geht glatt!

5 wichtige Regeln für das Bikini-Waxing zu Hause

Sie wollen spontan zum Badesee und das Waxing-Studio Ihres Vertrauens ist restlos überbucht? Keine Sorge, Sie müssen jetzt nicht das Badehöschen gegen die Surfshort tauschen. STYLEBOOK.de verrät, wie Sie sich lästiger Härchen im Bikini-Bereich selbst entledigen – ganz ohne Schmerzen und Hautirritationen.

Beim DIY-Waxing zu Hause gibt es einiges zu beachten
Foto: Getty Images

Tatsache ist: Das Ergebnis im Studio wäre gründlicher. Aber wenn es sich um eine haarige Notsituation handelt, können Sie in Ausnahmefällen auch zu Hause Hand an die Bikinizone legen. Allerdings bitte nur dann, wenn Sie die folgenden fünf Regeln beachten!

Rein in den Bikini und ab an den See! 
Foto: Getty Images

Unsere fünf Tipps für schmerzfreies Intim-Waxing zu Hause:

1. Kaufen Sie ein geeignetes Produkt
Finger weg von Kaltwachsstreifen! Warmwachs ist schon alleine deswegen besser, weil die Poren sich durch die Wärme öffnen. So lassen sich die Härchen schmerzfreier entfernen und die die Gefahr von Hautirritationen ist etwas geringer. Lesen Sie aus diesem Grund auch unbedingt die Liste der Inhaltsstoffe gründlich durch und entscheiden Sie sich für das natürlichste Produkt. Künstliche Zusätze können zu Reizungen führen, da sie beim Waxing ungehindert in die Haut gelangen.

Anzeige: Hier findest du das beste Produkt um selber das schmerzfreie Waxing auszuprobieren!

2. Bereiten Sie die Arbeitsfläche vor
Damit das Wachs greifen kann, müssen die Schamhaare zum Entfernen mindestens einen halben Zentimeter lang und natürlich frei von Öl oder Creme sein. Notfalls hilft etwas Babypuder zum „Trockenlegen“. Ideal ist es, wenn alle Haare etwa die gleiche Länge haben – trimmen Sie diese also ggf. mit der Schere. Das A und O, wie immer beim Enthaaren: saubere Arbeitsmaterialien. Sorgen Sie für eine angenehm-warme Raumtemperatur. Ist Ihnen kalt, ziehen sich die Poren zusammen und Irritationen sind vorprogrammiert.

3. Wärmen Sie das Wachs auf
Die Temperatur ist wichtig: Ist das Wachs zu heiß, verläuft es stark und kann Verbrennungen verursachen. Ist es zu kalt, wird es nicht flüssig, haftet schlecht auf der Haut und sorgt für ein unsauberes Ergebnis. Zum Erhitzen des Wachses verwenden Sie am besten einen mikrowellengeeigneten Einwegtopf. Es gibt spezielle Behälter, die dank eines integrierten Thermostats die ideale Wachstemperatur halten. Ohne Profi-Equipment empfiehlt sich der Selbsttest: Geben Sie etwas Wachs auf die Innenseite ihrer Handgelenke. Fühlt es sich dort angenehm an, kann‘s losgehen.

4. Arbeiten Sie mit Technik
Machen Sie im DIY-Verfahren KEIN Brazilian Waxing, bei dem ALLE Härchen – auch die an den Schamlippen – entfernt werden. Hier ist die Gefahr von Verletzungen zu groß, da sollten Sie nur den Experten ranlassen. Wachsen Sie zu Hause nur die Haare, die beim Anziehen des Bikinis hervorgucken. Tragen Sie mit einem sauberen Spatel eine kleine Menge Wachs von oben nach unten auf, drücken Sie einen der mitgelieferten Stoffstreifen fest an und warten Sie zehn bis 15 Sekunden – diese Zeitangabe kann je nach Hersteller variieren. Die Haut nun mithilfe einer Hand gespannt halten und den Streifen mit der anderen schnell, mit einem kurzen Ruck, abziehen. Wichtig dabei: entgegen der Richtung arbeiten, in die das Wachs aufgetragen wurde und nicht zu weit von der Haut weg ziehen. Danach mit der freien (sauberen!) Hand flach auf die behandelte Stelle drücken, um den Schmerz zu lindern. Auf diese Weise Schritt für Schritt die Härchen entfernen.

5. Letzte Handgriffe danach
Hier und da werden ein paar feine, kurze Härchen übrig bleiben, die vom Wachs nicht erwischt wurden. Am besten also nach der Prozedur mit der Pinzette letzte Korrekturen vornehmen. Da die Poren vom Warmwachs noch geöffnet sind, ist das auch kaum schmerzhaft. Die Haut ist nun etwas gereizt und weckt womöglich bei Ihnen den Impuls, ein beruhigendes Öl oder eine Creme aufzutragen. Aber: nicht nachgeben! Die ersten 24 Stunden tun Sie am besten daran, die Haut in Ruhe zu lassen, also weder zu duschen noch sich einzucremen. So vermeiden Sie, dass Fremdkörper oder Verunreinigungen in die frisch geöffneten Poren eindringen und Entzündungen verursachen. Sport oder Sauna (= starkes Schwitzen!) sind in dieser Phase ebenfalls tabu.

Extra-Tipp: Verwenden Sie einmal pro Woche ein mildes Duschpeeling und/oder reiben Sie die Zone mit einem Peelinghandschuh ab! So beseitigen Sie abgestorbene Hautschüppchen, die Haut bleibt geschmeidig und Härchen wachsen nicht ein. Auch nachwachsende Härchen werden weicher – heißt: Es tut beim nächsten Waxing weniger weh.

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen raten die Profis aus den Waxing-Studios von der DIY-Behandlung ab. Für Nana Nkrumah, Pressesprecherin der Waxing Franchise-Marke „Wax and the City“, ist vor allem die hohe Verletzungsgefahr ein Gegenargument: „Die Prozedur ist zu Hause nicht empfehlenswert. Man muss die richtige Stelle wählen und dann muss die Haut richtig gespannt werden, um das Wachs sauber und ohne Reizungen wieder abzulösen. Für den Laien ist das schwer durchzuführen. Auch die richtige Temperatur spielt eine wichtige Rolle.“ Am Ende bleibe die Frage, ob sich der Aufwand wirklich lohne, denn „schon für das Waxing braucht man alleine ziemlich lange und dann hat man noch überall die Wachsrückstände.“