Stylisch oder bad-taste?

Rihannas „Fenty x Puma“-Outfit bei der New Yorker Fashion Show war kein Hit

Musikalisch steht US-Star Rihanna (29) regelmäßig an der Spitze der Charts. Auch ihr Style befördert sie häufig auf die Best Dressed-Listen der Welt. Doch ihr Look während der „Fenty x Puma“-Show im Rahmen der New Yorker Fashion Week wirft einige Fragen auf: Chic oder Bad Taste? Retro oder Future-Trend? Taumelt Rihanna vom Fashion-Thron oder führt sie das 90er-Revival fort? STYLEBOOK hat genau hingeschaut.

Rihanna in pinker Aufmachung in New Yorks

Rihanna präsentiert ausgesuchte Teile ihrer „Fenty x Puma“-Kollektion auf New Yorks Straßen
Foto: Splash News

Zur Präsentation der Frühlingskollektion der „Fenty x Puma“-Reihe waren alle Augen auf Sängerin Rihanna gerichtet. Immerhin galt es, die Entwürfe der Designerin (es ist bereits die vierte Zusammenarbeit von Rihanna und Puma) zu inspizieren. Doch warum auf den Laufsteg schauen, wenn die Outfits an der Pop-Beauty viel besser zur Wirkung kommen? Vor allem für unsere Stil-Analyse dieses mutigen bis völlig missglückten Looks.

Puma arbeitet hierzulande ebenfalls daran, sein Image aufzufrischen

Was ist mit deinem Style passiert, Rihanna?

So zeigte sich Rihanna auf der Afterparty in ausgesuchten Teilen der neuen Sportkollektion und ignorierte das Fashion-Mantra „weniger ist mehr“ gewissenhaft. Dabei sind die Teile einzeln betrachtet ganz schön trendy, aber in dieser Mischung leider auch ganz schön explosiv fürs Auge. Wir haben eine „Kopf-bis-Fuß-Analyse“ gemacht.

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1. Der Trainingsanzug

Den Fokus legte die schöne Grammy-Gewinnerin eindeutig auf ihren Trainingsanzug. Der kam natürlich an den Hosenbeinen stilecht mit Druckknöpfen daher, für die es zahlreiche Umschreibungen gibt (Merkmal: Blitzschnelles Ausziehen!): Allerdings wird so ein Teil auch nicht lässiger, weil es in grellem Neonpink daherkommt. Und auch die Variante Oversized lässt die zierliche Musikerin — zumindest mit geschlossener Jacke — wesentlich fülliger erscheinen, als sie tatsächlich ist.

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2. Der BH

Zugegeben, die Kollektion der Jung-Designerin soll Mainstream-kompatibel sein — und mit Sport- und Fitnesswear erreicht sie immerhin eine breite Masse. Sportmode muss und darf cool, praktikabel und ein wenig schräg sein. Der babyblaue Sport-BH erfüllt all diese Kriterien — einzig das Design dürfte bei Ausdauerübungen oder intensiven Sprungeinheiten wenig bis Null Tragekomfort (oder Sicherheit) bieten. Der Reißverschluss ist allerdings wiederum After-Party-tauglich. Auch gilt wieder: Blitzschnelles Ausziehen!

3. Die Unterwäsche

Schon Pop-Diva Madonna (59) präsentierte diesen Style in den 80er-Jahren und sorgte für einen Trend, dem junge Mädchen nur zu gerne folgten: Die Unterwäsche einfach in das Outfit integrieren. Auch Rihanna zeigte häufiger, neben dem BH, ihren Slip. Doch diesmal ist irgendwie von allem zuviel dabei. Slip mit breitem Bund, plakatives Logo, weit über dem Hüftknochen platziert und darüber eine Netzstrumpfhose! All das schaut aus besagter pinker Trainingshose hervor und lässt vermuten, dass die Druckknöpfe tatsächlich nicht lange ihren Zweck erfüllen sollen.

US-Sängerin Rihanna zeigte neben Mut zur Farbauswahl auch, dass High Heels und Socken sich nicht ausschließen

Foto: Splash News

4. Die Accessoires

In puncto Accessoires schrammt RiRi ebenfalls haarscharf am Fashion-Overkill vorbei. Die Haarbänder erinnern an Glow Sticks, welche zu 90er-Raves gerne geschwungen wurden. Wahlweise könnten es aber auch Trinkhalme sein. Die Sonnenbrille dürfte für „Tour de France“-Teilnehmer nützlich sein und die schwere Biker-Kette um den Hals korreliert kaum mit dem Rest.

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5. Das Schuhwerk

Die Badelatschen! Schlappen! Adiletten! Der Hohn deutscher Mallorca-Urlauber und Graus fashion-affiner Hipster. Da gibt es wirklich keine einhellige Meinung. Die eine Seite sieht darin ein nonchalantes Statement und rockt den Look (so wie Rihanna) gleich mit Socken und die andere Seite schaut entsetzt und verteufelt die Plastiktreter am Fuß. Immerhin hat sich Rihanna im New York auch noch mit pinken Stilettos gezeigt um zu beweisen, dass der Trainingsanzug wirklich mit allem zu kombinieren ist. Nur alles auf einmal muss eben nicht sein.

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