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Mit DIY-Rezept

Ringelblumenöl – wie Calendula bei Hautproblemen hilft

Ringelblumenöl
Die Ringelblume gilt schon seit dem Mittelalter als natürliches Heilmittel – STYLEBOOK verrät, warum die Calendula auch in der Hautpflege so gefragt ist.Foto: Getty Images

Bei diversen Irritationen oder rissiger Haut kann das Extrakt der Ringelblume, auch Calendula genannt, helfen. Es lindert Beschwerden und fördert gleichzeitig die Regeneration. STYLEBOOK verrät, wie Ringelblumenöl angewendet wird und wie man es selber herstellen kann.

Was ist Calendula-Öl?

Hinter Calendula-Öl steckt nichts anderes als das Extrakt der Ringelblume – für einen Liter des Öls werden ungefähr 5000 Kilogramm Blüten bearbeitet. Bereits seit dem Mittelalter gilt Ringelblume als traditionelle Heilpflanze – doch welche Inhaltsstoffe machen sie so besonders?

Caratinoide

Diese helfen dabei, freie Radikale abzufangen, welche unsere Zellen schädigen. Die orange-gelbe Farbe der Ringelblume weißt auf das Beta-Carotin hin, welches in großen Mengen in der Blüte vorhanden ist. Dieses wird im Körper in Vitamin A umgewandelt, welches der Haut wiederum Elastizität schenkt und deshalb besonders in der Anti-Aging-Pflege gern eingesetzt wird.

Flavonoide

Auch Flavonoide wirken als Antioxidantien und tragen so dazu bei, dass sich die Haut schneller regeneriert und kleine Wunden, Ekzeme sowie rissige Haut schneller verheilen.

Bitterstoffe

Bitterstoffe regen den Stoffwechsel der Haut an – das fördert nicht nur die Zellerneuerung, sondern hat auch eine wundheilungsfördernde Wirkung. Darüber hinaus wirken die enthaltenen Bitterstoffe schmerzlindernd – ein Grund, weshalb Cremes und Lotionen auf Calendula-Basis auch bei leichten Sonnenbränden eingesetzt werden.

Wirkung von Ringelblumenöl

Ringelblumenöl wirkt also antioxidativ, antibakteriell, wundheilungsfördernd und schmerzlindernd. Besonders für Ekzeme und rissige, trockene Haut, sowie kleine Wunden und Hautentzündungen sind Öle und Lotionen auf Calendula-Basis daher geeignet. Auch in Make-up-Entfernern oder als Basisöl für Massagen wird die Calendula manchmal eingesetzt.

Anwendung von Calendula-Öl

Das Öl kann am besten einziehen, wenn die Haut noch leicht feucht ist – am besten also direkt nach dem Duschen auftragen. Alternativ kann man natürlich auch seine Finger leicht anfeuchten, ein paar Tropfen des Öls hinzugeben und das Ganze dann auf der Haut verteilen. Calendula-Lotionen können wie gewöhnliche Cremes aufgetragen werden.

Ringelblumenöl selber herstellen

Die hübsche Ringelblume blüht von Juni bis September und ist deshalb auch in vielen heimischen Gärten zu finden. Die ideale Gelegenheit, um Ringelblumenöl einfach selbst herzustellen.

Ringelblumen
Ringelblumen sind aufgrund ihrer schönen orange-gelben Farben auch in vielen heimischen Gärten zu finden.Foto: Getty Images

Dafür benötigt man ein Schraubglas, kaltgepresstes Sonnenblumen- oder Olivenöl sowie die geernteten Blüten. Das Schraubglas dann zu zwei Dritteln mit den Blüten füllen und anschließend Öl eingießen bis alle Blüten bedeckt sind. Das zugeschraubte Glas etwa sechs Wochen an einem dunklen, warmen Ort lagern und täglich durchschütteln. Außerdem am besten prüfen, ob sich Kondenswasser bildet und dieses gegebenenfalls abwischen. Abschließend wird das Ringelblumenöl durch ein Sieb gegeben und in eine Flasche gefüllt, die dann kühl und dunkel gelagert werden sollte.