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Nur Online erhältlich

Wer steckt hinter dem Beauty-Label „HelloBody“?

HelloBody Creme
Gesicht, Körper, Haare – mittlerweile umfasst das Sortiment von „HelloBody“ unzählige Produkte. Woher rührt der Erfolg des Labels? Foto: STYLEBOOK

Das Berliner Label „HelloBody“ hat sich dank Influencer*Innen binnen weniger Jahre zu einem millionenschweren Unternehmen gemausert. Doch welches Mastermind steckt eigentlich hinter der Marke? Und wodurch zeichnen sich die Beauty-Produkte aus? STYLEBOOK fasst die wichtigsten Infos zusammen.

Getönte Tagescreme, SOS-Set gegen Hautunreinheiten, Blütenseifen – die Produkt-Palette von „HelloBody“ ist groß, allerdings findet man die Produkte weder in Drogerien, noch in Apotheken oder Supermärkten. Denn: Man kann sie ausschließlich online erwerben. Und das Konzept scheint aufzugehen: Laut dem Online-Portal More Exciting Commerce erzielte „HelloBody“ zuletzt Umsätze in Höhe von 65 Millionen Euro.

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Top-Umsätze dank Influencer*Innen

Alles begann mit Monique Hoell – die Unternehmerin gründete „HelloBody“ vor fünf Jahren. 2015 war sie bei „Die Höhle der Löwen“ mit einer Butler-App noch kläglich gescheitert, wie Business Insider berichtet. Dann kam der Durchbruch: Monique Hoell entwickelte „HelloBody“ nach eigenen Angaben für „junge Frauen, die mitten in der Entwicklung ihrer eigenen Persönlichkeit stecken“. „Ich selbst bin nicht perfekt“, beschreibt sie sich auf der Unternehmenswebsite. Und weiter: „Wer mich kennt weiß, dass ich keinen Wert auf Schischi lege. Ich bin fest davon überzeugt, dass Natürlichkeit und Authentizität in allen Bereichen der Schlüssel zu Schönem ist.“

Und das Geschäft boomt, was nicht zuletzt an den großen Reichweiten all jener liegen dürfte, die für „HelloBody“ werben, darunter auch Sarah Lombardi (1,6 Millionen Insta-Follower, Stand: 1.6.2021) und Antonia Elena (529.000 Insta-Follower, Stand: 1.6.2021). Daneben preisten in der Vergangenheit auch Stars wie Sylvie Meis, Cathy Hummels oder Lilly Becker „HelloBody“-Produkte auf ihren Kanälen an, wobei auch Themen wie „Body Positivity“ oder Endometriose immer wieder auf die HelloBody-Agenda gesetzt werden.

HelloBody-Produkte
Erfolg dank Instagram! Die Produkte von „HelloBody“ sind ausschließlich im Internet erhältlich Foto: HelloBody/PR

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Die HelloBody-Gründerin geht, Henkel kommt

Der rasante Erfolg von „HelloBody“ hat längst die Aufmerksamkeit großer Konzerne geweckt. Nach einem Bericht von Gründerszene aus dem April gehört die Marke mittlerweile mehrheitlich dem Persil- und Schwarzkopf-Hersteller Henkel, Gründerin Monique Hoell wird das Label verlassen. Neuer CEO soll Florian Metz werden. „Das Jahr 2021 steht für ,HelloBody‘ ganz im Zeichen der Veränderung“, heißt es auf STYLEBOOK-Nachfrage. Neue spannende Produkte seien geplant. Wer jedoch darauf wartet, die Produkte auch im Handel erwerben zu können, wird erst einmal enttäuscht: „Das ist nicht auszuschließen, aktuell aber nicht geplant“, erklärt man gegenüber STYLEBOOK. 

Abzug in Sachen Inhaltsstoffe

In Sachen Qualität konnte „HelloBody“ 2020 im Öko-Test nicht vollkommen überzeugen. Die Tester*innen waren der Frage nachgegangen, wie grün 15 Kosmetik-Marken wirklich sind. Bemängelt wurden Inhaltsstoffe wie Silikone, die sich in der Umwelt anreichern (Mikroplastik) und der Konservierungsstoff Phenoxyethanol, der in zertifizierter Naturkosmetik nicht erlaubt ist: „Da fehlt noch einiges, um das selbsternannte Ziel zu erreichen, zu 100 % Inhaltsstoffe natürlichen Ursprungs zu verwenden“, hieß es im Testbericht.