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Was die Experten bemängeln

„Ökotest“ bewertet nur 11 von 48 Gesichtscremes mit „sehr gut“  

Gesichtscremes im „Ökotest“
„Ökotest“ hat rund 50 Gesichtscremes im „Ökotest“ auf ihre Inhaltsstoffe hin gecheckt Foto: Getty Images

Trocken, fettig, ölig – jede Haut hat individuelle Eigenschaften. Entsprechend groß ist auch das Angebot an Cremes, die den Hautbedürfnissen entsprechen wollen. Die Zeitschrift „Ökotest“ hat 48 Produkte genauer unter die Lupe genommen, das Ergebnis überrascht.

Ein trauriges Ergebnis: Nur elf der getesteten Gesichtscremes bewertete „Ökotest“ mit der Bestnote. Die Tester checkten Cremes in verschiedensten Preiskategorien und Herstellern – von der Lidl-Eigenmarke Cien bis hin zu Eucerin und Produkten von Weleda. In vielen Produkten sind laut Labor zweifelhafte Inhaltsstoffe. Trotzdem gibt es am Ende dennoch einen Lichtblick. Die Annahme, dass gute Cremes nicht unbedingt teuer sein müssen, ist erneut bestätigt.

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5 Gesichtscremes fallen bei „Ökotest“ durch

Neben Konservierungs- und Duftstoffen bemängelten die Tester in zahlreichen Gesichtscremes zugesetzte Paraffine und Silikone. Derartige Stoffe integrieren sich „einerseits nicht so gut ins Gleichgewicht der Haut“, heißt es im „Ökotest“-Bericht, „andererseits können mineralölbasierte Fette mit aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen (MOAH) verunreinigt sein“.

Was im Labor auffiel: Vier der Cremes mit Lichtschutzfaktor enthielten die Zusätze Octocrylen oder Ethylhexylmethoxycinnamat – zwei von „Ökotest“ schon lange kritisierte UV-Filter, die im Verdacht stehen, wie ein Hormon zu wirken. Daher raten die Tester, lieber eine Feuchtigkeitscreme ohne UV-Filter zu verwenden und den Sonnenschutz separat aufzutragen.

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Naturkosmetik kann punkten

Den Test veröffentlichte „Ökotest“ bereits in seiner Februar-Ausgabe, jetzt wurden die Ergebnisse angepasst und neu in einem Kosmetik-Special publiziert. Nicht überzeugen konnte damals laut „infranken.de“ die Gesichtscreme von Mouson. Die anderen großen Verlierer waren unter anderem Produkte von Hormocenta, Böttger, Eucerin, Neutrogena und Olay. Überzeugen hingegen konnte vorwiegend zertifizierte Naturkosmetik, darunter die Marken Alverde, Dr. Hauschka und Hej Organic.

6 Tipps, wie man die Haut mit Gesichtscreme pflegt

Zusätzlich zu den Testergebnissen teilte „Ökotest“ auch einen kleinen Hautpflegeguide:

  • Zu trockene Haut erkennt man am Ziehen und Spannen. In diesem Fall am besten auf eine reichhaltigere Creme umsteigen.
  • Auf eine mildere Reinigung setzen, denn manchmal führt auch erst ein Zuviel an Kosmetika und Reinigung zu gereizter Haut.
  • Glänzende Haut nach dem Eincremen ist normal. Wenn sie aber noch lange danach schimmert, ist die Creme möglicherweise zu fettreich. Dann am besten auf eine leichtere Variante umsteigen.
  • Eine zu reichhaltige Pflegen kann zu Pickeln führen.
  • Möglichst auf eine abwechslungsreiche Ernährung achten, ausreichend schlafen und Wasser trinken. Auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum am besten komplett verzichten.
  • Mit zunehmendem Alter wird die Haut dünner, trockener und ist weniger elastisch. Hier nicht überpflegen, da sie sonst verlernt, sich selbst zu regenerieren.

Quellen
Gesichtscremes im Test: Nur 11 von 48 sind „sehr gut“, Ökotest
Gesichtscreme bei Öko-Test: Das sind die alarmierenden Ergebnisse, infranken.de

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