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Beauty von innen

Wie sinnvoll sind Trinkampullen für schöne Haut wirklich?

Beauty-Trinkampullen
Sich einfach schön trinken – dies zumindest Hersteller von Beauty-Trinkampullen. Aber geht das?Foto: iStock/yul38885

Trinkampullen sollen gut für die Haut sein und für Schönheit von innen sorgen. Aber funktioniert das? Und gibt es womöglich günstige Alternativen?

Eine glatte und makellose Haut – das verspricht die Werbung für Trinkampullen. Täglich ein Fläschchen davon leeren, schon ist die Haut gut durchfeuchtet, elastisch und wirkt jugendlich-frisch, so das Versprechen. Tatsächlich können viele der Produkte unterstützend wirken, doch für eine dauerhaft schöne Haut ist am Ende mehr nötig als nur der Verzehr solcher Trinkampullen.

Was steckt in Beauty-Trinkampullen?

Vitamine, Mineralstoffe, Proteine, Fettsäuren und Wasser: In jeder Trinkampulle steckt etwas anderes. Zusätze wie Omega-3-Fettsäuren sollen Entzündungsprozessen entgegenwirken, die Vitamine C und E, Beta-Carotin, Selen und Zink versprechen, die schädlichen freien Radikale zu neutralisieren.

Sekundären Pflanzenstoffen wie Resveratrol oder Oligomere Proanthocyanidine wird nachgesagt, dass sie den Alterungsprozess verlangsamen, indem sie bestimmte Gene aktivieren. Und Struktur, Feuchtigkeit und Elastizität der Haut sollen durch Stoffe wie Kollagen, Hyaluronsäure, Aminosäuren und Fettsäuren positiv beeinflusst werden.

Haben die Trinkampullen wirklich die versprochene Wirkung?

„Ob die Ampullen tatsächlich die angepriesene Wirkung entfalten, hängt von den Inhaltsstoffen des jeweiligen Produkts ab“, sagt Martina Kerscher, Hautfachärztin und Professorin für Kosmetikwissenschaft an der Universität Hamburg. Nach ihren Angaben kann etwa durch die Einnahme von Kollagenhydrolysaten die Haut durchaus elastischer werden, glatter und weniger trocken.

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Aus Kollagen besteht die Schicht zwischen Oberhaut und Unterhaut. Sie ist es, die für Festigkeit und jugendliches Aussehen der Haut sorgt. Diese Schicht verliert mit zunehmendem Alter etwa ein Drittel ihres ursprünglichen Kollagengehalts. Die Festigkeit lässt nach, es bilden sich Falten. Gelangen über die Nahrung zusätzliche Kollagenbestandteile in den Körper, können sie die körpereigene Kollagenproduktion stimulieren und so für neue Spannkraft sorgen.

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Hautpflege geht auch ohne Trinkampullen

Mit der Einnahme kollagenhaltiger Trinkampullen allein ist es aber noch lange nicht getan. Neben einer ausgewogenen Ernährung mit viel Obst und Gemüse und einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr in Form von Wasser und ungesüßtem Tee sind laut Hautärztin Kerscher gute Hautpflegeprodukte wichtig. „Auch frische Luft, möglichst kein Nikotin, wenig Alkohol, ein maßvoller Umgang mit UV-Strahlung sind neben einem individuellen Hautpflegeplan wichtige Elemente, die Haut lange gesund und elastisch zu halten.“

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Worauf man beim Kauf der Ampullen achten sollte

Wer dennoch seinen Speiseplan mit Trinkampullen ergänzen möchte, sollte aufpassen, wenn chronische Erkrankungen vorliegen oder Medikamente eingenommen werden. Wechselwirkungen sind immer möglich. Deswegen unbedingt vorher den Arzt fragen.

Zudem enthalten viele Produkte Farbstoffe, Konservierungsmittel oder auch Süßstoffe. Deshalb ist der Blick auf das Zutatenverzeichnis wichtig – vor allem dann, wenn man gegen bestimmte Stoffe oder Mittel allergisch ist. Vorsichtig sollte man auch sein, wenn zusätzlich noch weitere Nahrungsergänzungsmittel mit Vitaminen und Mineralstoffen eingenommen werden: Auch Vitamine und Mineralstoffe kann man überdosieren. Die Folgen reichen von Durchfall, Erbrechen und Kopfschmerzen bis hin zu Vergiftungen.

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Hinzu kommt: Trinkampullen sind nicht gerade günstig: Für eine Tagesration zahlt man im Schnitt zwischen einem und drei Euro. Wer täglich eine Ampulle trinkt, gibt für die Schönheit aus dem Fläschchen im Monat zwischen 30 und 90 Euro aus. Ob sich diese Investition lohnt, muss jeder für sich entscheiden. Und bei Hautproblemen sind Hautarzt und Kosmetiker die richtigen Ansprechpartner.