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Vom Leistungssport in den Palast

Das zweite Leben von Fürstin Charlène

Fürstin Charlène
Bevor sie zu Monacos Hochadel gehörte, war Charlène Profi-Schwimmerin und lebte mit ihrer Familie in Südafrika. Wie sich ihr Leben als Fürstin verändert hat, erzählt STYLEBOOK.Foto: Getty Images

Bevor sie Fürst Albert von Monaco das Ja-Wort gab, war Charlène Wittstock Leistungsschwimmerin – und das extrem erfolgreich: Mit 22 Jahren qualifizierte sie sich für die Olympischen Spiele in Sydney. Neben Fashion, Zwillingsglück und ihrer alten Heimat Südafrika spielt das Element Wasser auch heute noch eine wichtige Rolle in ihrem Leben.

Vor ihrer Hochzeit mit Fürst Albert legte Charlène (*1978) eine beeindruckende Karriere als Profi-Schwimmerin hin. „Ich habe bereits mit acht Jahren an Wettkämpfen teilgenommen“, zitierte sie die französische Zeitschrift „Paris Match“ im Jahr 2013. „Ich habe täglich vier bis sechs Stunden trainiert, bin jeden Morgen um 4.20 Uhr aufgestanden.“ Im Grunde habe sie ihre gesamte Jugend im Becken verbracht, so Charlène. Ehrgeiz und Disziplin, die sich auszahlen sollten.

Fürstin Charlène am Schwimmbecken
Im September 1998 nahm Charlène bei einem Schwimm-Wettkampf in Kuala Lumpur teilFoto: Getty Images

Charlène – die erfolgreiche Profi-Sportlerin

Laut offizieller Website ihrer Stiftung „Fondation Princesse Charlene“ gewann Charlène mit 18 Jahren die südafrikanischen Schwimm-Meisterschaften, vier Jahre später nahm sie an den Olympischen Sommerspielen in Sydney (2000) teil. „Das war einer der glücklichsten Momente meines Lebens“, sagte Charlène einmal. Für eine Medaille reichte es leider nicht, dafür holte sie im selben Jahr beim „Mare Nostrum“-Schwimmwettkampf in Monaco die Goldmedaille über 200 Meter Rücken. Bei dieser Gelegenheit lernte sie auch den 20 Jahre älteren Fürst Albert (*1958) kennen. Doch es sollte noch etwas dauern, ehe die Hochzeitsglocken läuteten – genauer gesagt elf Jahre.

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Charlène – die Fürstin Monacos

Fürstin Charlène und Fürst Albert bei ihrer Hochzeit
2011 heiratete die bürgerliche Charlène Wittstock den adligen Fürst Albert in Monaco, seitdem trägt sie den Titel FürstinFoto: Getty Images

Am 1. Juli 2011 traute sich das Paar standesamtlich, einen Tag später folgte die kirchliche Trauung. Dabei war die Gästeliste lang und exklusiv: Neben zahlreichen Royals wie Schwedens Königspaar Carl Gustaf und Silvia reiste auch Topmodel Naomi Campbell zur großen Sause nach Monaco. Das Brautkleid von Monacos neuer Fürstin: ein Traum in Weiß, designt von niemand Geringerem als Giorgio Armani.

Mit der Fashionwelt hatte Charlène vor ihrer Hochzeit wenig zu tun. Seit sie jedoch im Fokus der Öffentlichkeit steht, überzeugt die Fürstin mit viel Sinn für Mode und jeder Menge Stilgefühl. Zu ihren Lieblingslabeln gehören Armani und Akris, ihre Outfits sind meist sportlich-elegant. Wenn’s um die Frisur geht, zeigt sich die Fürstin gerne experimentierfreudig: Charlène präsentierte sich bereits mit strengem Bob, coolem Wet-Look, zarten Wasser-Wellen oder zuletzt mit Mikro-Pony.

Es ist nicht Charlènes Ding, sich auf glanzvollen Auftritten auszuruhen, aktives Engagement für den guten Zweck scheint ihr eine Herzensangelegenheit zu sein. So organisiert die Mutter von Zwillingen mit ihrer Stiftung Schwimmunterricht für Kinder in Entwicklungsländern. „Es geht darum, Leben zu retten. Alle drei Minuten ertrinkt ein Kind“, erklärte Charlène 2014 im Interview mit „Paris Match.“ „Ich will dazu beitragen, dass sich diese traurige Statistik ändert.“

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Zwischen Heimat und Verpflichtung

Charlène wurde in Simbabwe geboren, wie es in der offiziellen Biografie der Fürstin heißt. Ihre Eltern Michael und Lynette Wittstock zogen mit ihr und ihren zwei Brüdern Gareth und Sean nach Südafrika, als sie zwölf Jahre alt war. „Ich habe wunderbare Erinnerungen an meine Kindheit – an Ausflüge mit meinen Eltern zu Farmen, um Nashörner, Elefanten und die Savanne zu sehen“, erzählte Fürstin Charlène einmal im Interview.

Fürstin Charlène und Fürst Albert mit ihren Kindern Gabriella und Jacques
Monacos Royal Family: Das Fürstenpaar mit den gemeinsamen Kindern Gabriella und JacquesFoto: Getty Images

Vergangenes Jahr gab sie zu, ihre Familie und ihre Freunde in Südafrika sehr zu vermissen. „Ich bin traurig, dass ich nicht für sie da sein kann“, heißt es in der „Daily Mail“, die das südafrikanische Magazin „Huisgenoot“ zitiert. Ihren Zwillingen Erbprinz Jacques und Prinzessin Gabriella, die 2014 zur Welt kamen, zeigte Charlène fünf Jahre später erstmals ihre alte Heimat. Die beiden sind ihr größtes Glück, aber auch nicht immer einfach zu handeln: „Sie gehen manchmal ziemlich ruppig miteinander um“, zitierte „Closer.fr“ die Fürstin. Zugleich seien die beiden aber auch sehr fürsorglich und besonders liebe sie es, wenn die Kinder zu ihr und Albert ins Bett huschen: „Auch wenn das bedeutet, dass für uns am Ende nur noch wenig Platz übrig bleibt.“