Justin Welby traute Harry und Meghan

Erzbischof: »Das Leben als Royal ist eine lebenslange Freiheitsstrafe

Justin Welby bei der Hochzeit von Harry und Meghan
Im Mai 2018 gaben sich Prinz Harry und Herzogin Meghan vor ihm das Ja-Wort: Erzbischof von Canterbury, Justin Welby
Foto: Getty Images

2018 traute er Harry und Meghan, 2019 taufte er deren gemeinsamen Sohn Archie – Justin Welby, der Erzbischof von Canterbury, ist kein Unbekannter im britischen Königshaus. Nun kommentierte der Theologe in einem Radio-Interview das Leben der Royals und nahm dabei kein Blatt vor den Mund.

Dass das Royal-Dasein nicht nur Reichtum und Glamour mit sich bringt, sondern auch seine Schattenseiten birgt, ist mittlerweile hinreichend bekannt. Erzbischof Welby geht jetzt sogar noch einen Schritt weiter und bezeichnet die Zugehörigkeit zur Royal Family gegenüber „BBC Radio Five Live“ als „lebenslange Freiheitsstrafe.“ Seine Begründung: Mitglieder der Royal Family hätten gar keine Chance auf ein privates Leben, „selbst, wenn sie beschließen würden, sich aus dem öffentlichen Leben zurückzuziehen, niemals Geld zu nehmen und abtauchen würden, würden sie dennoch verfolgt werden, weil sie der ehemalige Herzog von Rock oder was auch immer sind.“

Wunsch nach mehr Empathie

Welby bezeichnet sie als „bemerkenswerte Person“, die sich sehr um andere Menschen sorge und versuche, ihre neue Rolle „mit jedem Gramm ihres Seins“ auszufüllen. Der Hass, der ihr und der gesamten Royal Family entgegenschlage, sei „absolut schrecklich.“

Auch interessant: Warum Harry und Meghan ihre Titel abgeben sollten

Allgemein ruft der Bischof in dem Interview zu mehr Empathie gegenüber Personen des öffentlichen Lebens auf. Man dürfe zwar auch mal nicht einverstanden mit der Arbeit von bekannten Personen wie Royals oder Politikern sein, aber mobben oder falsch darstellen dürfe man sie deshalb noch lange nicht, so Welby.