Bild.de Hier geht es zurück zu Bild.de

Nachgefragt beim Dermatologen

Wie kann man Entzündungen bei frisch gestochenen Tattoos vorbeugen?

Frau mit Tattoo
Der Besuch im Tattoo-Studio kann nicht nur schmerzhaft sein, sondern auch noch Wochen später zu Unannehmlichkeiten führen – doch wie kann man mögliche Entzündungen vorbeugen? Foto: Getty Images

Der Besuch beim Tätowierer ist überstanden, der neue Körperschmuck erstrahlt in intensiven Farben. Aber eine Tätowierung kann sich auch noch im Nachhinein entzünden – wie man vorbeugt, hat STYLEBOOK bei einem Dermatologen nachgefragt.

Mögliche Nachwirkungen nach Tätowierungen

Ist die Tinte erstmal unter der Haut, hat man das Gröbste überstanden – theoretisch stimmt das. Tatsächlich kann es aber auch noch Tage nach der Tätowierung zu unangenehmen Begleiterscheinungen kommen. Nicht jeder Körper reagiert gleich — eine gründliche Nachsorge ist daher unabdingbar.
Dr. med. Uwe Kirschner erklärt auf STYLEBOOK-Nachfrage, welche möglichen Komplikationen nach einer Tätowierung auftreten können. So seien leichte Rötung der Haut bis hin zu einer leichten Berührungsempfindlichkeit laut Aussage des Dermatologen normal. Um zu verhindern, dass sich ein frisch gestochenes Tattoo entzündet, sei Hygiene von besonderer Wichtigkeit. „Bis die Haut komplett verheilt, nicht mehr druck- oder berührungsempfindlich ist, muss die neu tätowierte Person strikt auf Hygiene achten“, so Kirschner.

Auch interessant: Tattoo-Trends im Check! Die schönsten Motiv-Ideen für Frauen

Entzündet sich ein Tattoo auch noch Tage später?

„Beim Tätowieren wird die oberste Hautschicht von einer Nadel durchdrungen und es werden Farben zwischen die Hautschichten gespritzt. Das heißt, die Haut wird verletzt und kann sich dementsprechend, falls Keime eindringen, entzünden“, so der Experte. Dementsprechend ist es wichtig, dass sowohl während des Tätowierens als auch danach auf Hygiene geachtet wird. Kirschner: „Verunreinigte Nadeln können zu schweren Infektionen und dies zusätzlich zu unschönen Narben und Granulomen, knötchenförmige Gewebeneubildungen, führen.“

Was kann man tun, um Entzündungen am Tattoo vorzubeugen?

Der Dermatologe empfiehlt, die betroffenen Hautstellen regelmäßig mit klarem Wasser abzuspülen, kurz lufttrocknen zu lassen, zu desinfizieren und vollständig abzutrocknen. Außerdem sollte man das Tattoo zusätzlich mit einem Pflaster, Folienverband oder Mullbinde abdecken, bis die Hautreizung komplett abgeklungen ist. Erst danach sollte man eine Feuchtigkeitspflege nutzen, damit sich die Haut gut regenerieren kann.

Auch interessant: Wie sich Tattoos mit der Zeit verändern – und was Sie vorbeugend tun können

Bei anhaltenden Beschwerden umgehend zum Arzt

Doch was, wenn trotzdem Beschwerden auftreten? Sollte die Rötung über die tätowierte Fläche hinaus in den Tagen nach der Tätowierung stark zunehmen oder es zu einer Schwellung oder Schmerzen der Haut kommen, ist der Besuch beim Arzt unabdingbar, so Dr. Kirschner.
Auch weitere Beschwerden dürfe man nicht auf die leichte Schulter nehmen: Bei Symptomen wie Fieber und Unwohlsein sollten Sie umgehend zum Arzt gehen.

Quelle

Deine Datensicherheit bei der Nutzung der Teilen-Funktion
Um diesen Artikel oder andere Inhalte über Soziale-Netzwerke zu teilen, brauchen wir deine Zustimmung für