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Leben im Rampenlicht

Happy Birthday, Máxima! Die Königin der Niederlande wird 50

Königin Máxima
Happy Birthday, Königin Máxima! Am 17. Mai 2021 feiert die Regentin ihren 50. Geburtstag Foto: Getty Images

1999 tritt Máxima an der Seite des niederländischen Kronprinzen Willem-Alexander zum ersten Mal in der Öffentlichkeit in Erscheinung. Seit diesem Zeitpunkt steht sie im Rampenlicht – strahlend, zuversichtlich, elegant. Was ist das Geheimnis der blonden Argentinierin am Hofe der Niederländer?

Die blonden langen Haare offen, immer fröhlich – so lernten die Niederländer vor gut 20 Jahren Máxima Zorreguieta kennen und lieben. Als die Argentinierin wenig später Kronprinz Willem-Alexander heiratete, schien das königliche Märchen perfekt: Sie weinte die schönsten Tränen, die jemals auf einer königlichen Hochzeit vergossen wurden und küsste den schönsten Kuss, der jemals auf einer königlichen Hochzeit geküsst wurde. Die Welt war hingerissen. Jetzt feiert Königin Máxima ihren 50. Geburtstag.

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„Máxima war leicht chaotisch

Am 17. Mai 2021 wird Máxima 50 Jahre alt, und nichts deutet darauf hin, dass der royale Käfig sie einengt. Im Gegenteil: Sie sprüht vor Energie – ob sie nun einen Kindergarten eröffnet oder beim Galadiner mit einem Präsidenten parliert. Außerdem ist sie auch UN-Sonderbeauftragte für inklusive Finanzierung in Entwicklungsländern. Und nicht zu vergessen: Mutter von drei Teenie-Töchtern.

Máxima brachte Glamour in das eher beschauliche Königshaus. „Sie ist spontan, intelligent und war früher leicht chaotisch“, so beschreibt sie Marcia Luyten, die die Biografie der Königin vorlegte. „Ihre Mutter hat ihr beigebracht, Struktur in ihr Leben zu bringen.“ Eine Tugend, die ihr defintiv geholfen haben dürfte – auch wenn es bei den Oranjes längst nicht so streng zugeht wie bei den Windsors in Großbritannien. Die Regierung gibt ihr zudem weitaus mehr berufliche Freiräume als etwa ihrem Schwiegervater, dem deutschen Prinz Claus. Aber auch in Holland kann das Rampenlicht unbarmherzig sein.

Máxima und Willem-Alexander 2001
Verliebt und verlobt! Máxima und Willem-Alexander im Oktober 2001 Foto: Getty Images

Das erlebte Máxima 2007, als sie in einer Rede sagte, dass es keine niederländische Identität gebe: „Den Niederländer gibt es nicht.“ Ein halbes Land fühlte sich auf den Schlips getreten. Dabei war der Satz eigentlich nur als Kompliment für die Vielfältigkeit des Volkes gedacht.

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Máxima wuchs in einer wohlhabenden Familie in Buenos Aires auf. Die Familienbande waren eng, sie hatte noch zwei Brüder, eine Schwester und drei Halbschwestern. Die Kinder besuchten Privatschulen, trieben Sport, verbrachten die Ferien auf dem eigenen Landgut, machten Musik. Máxima spielte Gitarre, oft auch bei offiziellen Abendessen. „Dann spielte und sang sie etwa einen Song von den Beatles“, so die Biografin.

Máxima lernte Willem-Alexander in Sevilla kennen

Sie war ehrgeizig, wollte höher hinaus, und nach ihrem Wirtschaftsstudium wagte sie 1996 den Sprung nach New York. Tagsüber arbeitete sie hart in einer Bank, nachts feierte sie auf den Partys des Jetset. Auf so einer Party in Sevilla lernte sie 1999 dann den rotblonden Holländer kennen – der Rest ist Geschichte.

Aber diese Geschichte hat auch dunkle Kapitel.:Máximas Vater gehörte in den 1970er Jahren der Militärregierung an, die sich schlimmster Menschenrechtsverletzungen schuldig gemacht hatte. „Darüber wurde in ihrer Familie und bei den Freunden nicht gesprochen“, sagt Luyten. In den Niederlanden wurde sie mit der Vergangenheit ihres Vaters konfrontiert, sie konnte sogar ihrer Hochzeit im Wege stehen. Experten stellten fest, dass Jorge Zorreguieta von der Gewalt gewusst haben muss, daran aber nicht aktiv beteiligt war. Allerdings war er bis zu seinem Tod 2017 bei offiziellen Anlässen nicht willkommen.

Niederländische Königsfamilie
WIllem-Alexander, Máxima und die drei Töchter Ariane, Alexia und Amalia gemeinsam mit Máximas Schwiegermutter,Prinzessin Beatrix Foto: Getty Images

Máxima stand ihrem Vater zur Seite: „Er hatte die besten Absichten, und ich glaube an ihn“, sagte sie einst. Auf ihrer Hochzeit 2002 vergoss sie dann bittere Tränen, als in der Kirche der Tango „Adiós Nonino“ (Auf Wiedersehen Väterchen) gespielt wurde – Tränen für den Vater, der nicht dabei sein durfte.

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Und wie ist das heute? Ob sie sich eigentlich wohlfühlte beim bleichen Volk an der Nordsee, fragte Biografin Luyten Familie und Freunde in Argentinien. „Sie sagten: Máxima hat sich perfekt eingefügt.“ Tatsächlich birgt das Leben im Norden auch Vorteile: „Endlich fällt sie nicht mehr so auf“, weiß Luyten. Die hochgewachsene Blondine war nämlich in ihrer Heimat eine Ausnahme unter den eher zierlichen dunkelhaarigen Frauen. „Hier kann sie endlich hohe Absätze tragen.“

Máxima setzt Mode-Akzente

Aber natürlich fällt sie mit ihren eleganten Outfits auf in einem Land, das den Lässig-Look mit Jeans und Turnschuhen zum Prinzip erhoben hat. „Lekker makkelijk“ (schön einfach) , das gilt nicht für die Modekönigin. Die Jacke geschneidert aus einem alten Postsack etwa wurde genauso zum Máxima-Klassiker wie die königsblaue Robe, die sie zum Thronwechsel 2013 trug.

Als Königin hat Máxima unzählige Pflichten. Schneidet Bändchen, schüttelt Hände, besucht Betriebe und winkt und strahlt dabei, als gäbe es nichts Schöneres. Äußerst ernst nimmt die frühere Bankerin auch ihr Ehrenamt für die UNO. Bis spät abends, so wissen Vertraute, führt sie noch Telefongespräche, liest Dokumente.

Während der Corona-Pandemie versagte allerdings kurzzeitig ihre soziale Antenne. Als im Oktober 2020 die Niederländer zu Hause bleiben sollten, fuhr die königliche Familie in ihre griechische Villa. Die Empörung war so groß, dass sich das Königspaar in einer TV-Ansprache entschuldigen musste.

Mit Material von dpa