DIY-Video

Näh dir was! Alte Jeans zum Rock upcyclen

Frau an Nähmaschine
Was tun mit der alten Jeans? Wir zeigen im Video, wie daraus mit wenigen Nadelstichen ein cooler Minirock wird!
Foto: STYLEBOOK

Wer kennt es nicht: Die Lieblingsjeans verschleißt, reißt und verschwindet dann ganz einfach weit hinten im Schrank, wo all jene Sachen landen, die man zwar nie trägt, aber auch irgendwie nicht weggeben kann. Das Stichwort lautet hier: Upcycling! In unserer Videoreihe „Näh dir was – by STYLEBOOK“ zeigt unsere Redakteurin Anna-Lena Osterburg, wie alte Sachen zu coolen It-Pieces werden. Projekt Nummer 1: aus alter Jeans mach neuen Minirock!

Alles, was man für das DIY-Upcycling-Projekt braucht, sind Nähbasics wie eine Stoffschere, Stecknadeln und eine Nähmaschine und natürlich eine alte Jeans als Grundlage für den Mini. Dabei ist ganz egal, ob Damen- oder Herrenhose, Hauptsache die Waschung gefällt und die Hose passt obenrum noch.

Upcycling-Anleitung

Los geht es damit, die Jeans auf Minilänge abzuschneiden. Dabei besser nicht zu großzügig sein, Kürzen geht später immer noch! Wer sich längentechnisch unsicher ist, kann einen anderen Minirock als Schablone auf die Jeans legen und dann grob die Hose in der Länge des Musterrocks abschneiden. Die abgetrennten Hosenbeine sollten auf keinen Fall weggeschmissen werden, die kommen später wieder zum Einsatz. Sind die langen Hosenbeine ab, müssen noch die Beininnen- und die Schrittnaht der Länge nach aufgeschnitten werden, damit aus der kurzen Hose ein Rock werden kann. Aber Vorsicht! Im Schritt nicht zu weit einschneiden, sonst wird’s nachher schwierig, die Naht wieder vernünftig zu schließen.

Jeans wird aufegschnitten

Wenn die Hosenbeine ab sind, müssen Beininnenaht und Schrittnaht auch noch aufgetrennt oder aufgeschnitten werden
Foto: STYLEBOOK

Ist alles aufgeschnitten, sollte der Rock gerade auf den Tisch gelegt und alle Stoffteile glattgestrichen werden. Nun fehlt noch das Mittelstück – ein Dreieck, da, wo einst die Beinnaht war. Die Lücke wird mit dem Stoff der abgeschnittenen Hosenbeine verschlossen. Dazu legen wir den Rock so, wie er spät aussehen soll und zeichnen das fehlende Stück grob nach. Am besten klappt das mit Schneiderkreide, mit Kuli geht es aber notfalls auch, dann aber auf jeden Fall von der linken Stoffseite aus arbeiten!

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Damit später in der Waschmaschine nichts ausfranst, müssen die offenen Stoffkanten noch versäubert werden, sprich, an allen Seiten muss mit dem Zick-Zack-Stich der Nähmaschine entlang genäht werden. Der Saum kann ruhig offen gelassen werden, der soll am Ende fransig sein.

Jeans nähen

Wenn alles aufgeschnitten und versäubert ist, muss aus dem Ganzen noch ein Rock gemacht werden – dafür braucht man Nadeln und die restlichen Hosenbeine
Foto: STYLEBOOK

Das versäuberte Dreieck muss jetzt am Rock fixiert werden: Dazu werden die Rockkanten übereinander gelegt und etwa einen Zentimeter breit umgeschlagen – wer will, kann die Kanten auch gerne umbügeln, dann ist es einfacher. Danach wird das Dreieck mit Stecknadeln am Rock so fixiert, wie es sitzen soll, anschließend muss es nur noch festgenäht werden. Wichtig ist, dass die Stecknadeln immer kurz vorher rausgezogen werden, ansonsten bricht die Nähmaschinennadel! Jetzt ist der Rock schon so gut wie fertig, das neue Fashion-Teil muss nur noch auf die gewünschte Länge gekürzt werden und die Seitennähte mit zwei Stichen vor und zurück verriegelt werden – fertig ist das selbstgemachte Trend-Piece!

Jeans-Upcycling

In wenigen Handgriffen ist die alte Jeans zum stylischen Mini geworden
Foto: STYLEBOOK

Auf den Näh-Geschmack gekommen? Im nächsten Video zeigt Anna-Lena Osterburg, wie aus einem alten Hemd ein trendiger Beutel wird.