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Ein Jahr „Grüner Knopf“ – was hat das Textilsiegel bisher gebracht?

Grüner Knopf
Na, haben Sie auch schon Klamotten mit „Grünem Knopf“ im Kleiderschrank?
Foto: dpa picture alliance

Der „Grüne Knopf“ soll Verbrauchern signalisieren, dass Textilien sozial und ökologisch gerecht hergestellt wurden und damit für mehr Nachhaltigkeit und Transparenz auf dem Mode-Markt sorgen. Vor einem Jahr wurde das staatliche Siegel eingeführt, aber wie groß ist heute Verbreitung des „Grünen Knopfs“?

Am 9. September vergangenen Jahres war das staatliche Siegel offiziell an den Start gegangen, mittlerweile beteiligen sich 52 Unternehmen an dem Markenzeichen für sozial und ökologisch nachhaltig hergestellte Textilien. Allein im aufgrund der Corona-Pandemie wirtschaftlich schweren ersten Halbjahr 2020 seien so mehr als 50 Millionen Artikel mit dem Grünen Knopf verkauft worden, darunter 35 Millionen Kleidungsstücke, teilte das Entwicklungsministerium mit. Das entspreche hochgerechnet einem Marktanteil zwischen 1,5 und 3 Prozent.

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Der Grüne Knopf – Schritt in die richtige Richtung

Der Grüne Knopf sei ein „Zeichen für Verantwortung“, sagte Entwicklungsminister Gerd Müller dazu. „Wir brauchen einen grundlegenden Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit in globalen Lieferketten. Denn am Anfang vieler unserer Produkte stehen Menschen, die bislang kaum von ihrer Arbeit leben können“, so Müller weiter. „Noch immer müssen 75 Millionen Kinder weltweit unter ausbeuterischen Bedingungen schuften – auch für unsere Produkte. Immer mehr Kunden wollen das nicht länger hinnehmen und fordern, dass in der Produktion grundlegende Mindeststandards eingehalten werden.“ Der Grüne Knopf sei damit auch „eine Blaupause“ für ein branchenübergreifendes Lieferkettengesetz. „Denn das Siegel zeigt: Es geht. Selbst kleine Start Ups schaffen das.“