Hosen-Klassiker

Wie werden Culottes richtig getragen?

Ob in neutralen Farben, aus Jeansstoff gefertigt oder verspielt mit bunten Drucken und Spitzendetails: Die Culotte mit ihren weiten Beinen sorgt sie nicht nur für maximalen Tragekomfort, sondern setzt zwischen Saum und Schuh die schmalen Knöchel der Trägerinnen geschickt in Szene – und schmeichelt so jeder Figur.

Wie sieht die Culottes aus?

Und auch die Höhe des Bunds ist nicht festgelegt, sondern kann von einer niedrigen Leibhöhe bis zur High-Waist-Culotte variieren.

Junge Asiatin Street

Einen lässigen Touch erhalten Culottes in Kombination mit Sneaker
Foto: Getty Images

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Einst durfte nur der männliche Adel Culottes tragen

Der Name Culotte stammt aus der Französischen und bedeutet „kurze Hose“. Ursprünglich bezeichnete die Culotte eine Kniebundhose, die ausschließlich vom europäischem Adel des 17. und 18. Jahrhundert getragen wurde. Mit Aufkommen der französischen Revolution 1789 war Schluss mit der Monarchie und alles was verpönt, was mit der Aristokratie zu tun hatte. Und so geriet auch die Culottes lange Zeit in Vergessenheit. Erst im 20. Jahrhundert entdeckten die Frauen den Hosenrock wieder, allerdings nur im Sport- und Jagdbereich, denn bis in den 1930er-Jahren war es verpönt, als Frau Hosen zu tragen. Die Culotte, die mit ihren weiten Beinen wie ein Rock aussah, war da ein guter Kompromiss.

Frau Anfang des 20. Jahrhundert

Frauen trugen Culottes erstmals im späten 19. Jahrhundert, allerdings nur im Sport-, oder wie hier, im Jagdbereich.
Foto: Getty Images

Erst in 2010er-Jahren, erlebte der Hosenrock, jetzt unter dem Namen „Culotte“, ein modisches Revival.

Bloggerin Lou Beyer mit Leoparden-Culottes

Culottes sind mittlerweile ein Klassiker unter den Hosen. Richtig modisch wird es dann in der Leo-Print-Version – dieses Jahr total angesagt!
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So unterscheidet sich die Culotte von anderen weiten Schnittformen

Der Culotte ähneln einerseits die Palazzo- und andererseits die Marlene-Hose, die sich ebenfalls durch ihre weit ausgestellten Beine auszeichnen. Von beiden Schnittformen lässt sich die Culotte aber allein schon durch die Länge des Saums unterscheiden.

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Wie werden Culottes wintertauglich?

Die halblangen Hosen kann man nur tragen, wenn es warm ist? Von wegen! Culottes sind mit dem richtigen Schuhwerk durchaus auch wintertauglich. Zu den weit geschnittenen Culottes sehen am besten schmal geschnittene Ankle Boots aus. Denn so wird die schmalste Stelle des Beins, der Knöchel, betont. Sehr angesagt sind diese Winter Sock-Boots und Sock-Sneaker. Diese Schuhmodelle haben einen strumpfartigen Schaft, die eng am Knöchel liegen. Auf derbe Booties besser verzichten, sie wirken schnell plump. Wer bei Minusgraden nicht frieren will, sollte Culottes aus wärmender Wolle wählen.

Street Style -Paris Fashion Week : Day Five Womenswear Fall Winter 2016/2017

Mit einer Fake-Fur-Jacke und Brokat-Boots werden Culottes nicht nur wintertauglich, sondern sehen auch richtig gut in der Kombi.
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Wem steht die Culotte?

Aufgrund ihrer Schnittform schmeichelt die Culotte allen Figur-Typen, indem sie den Blick auf zwei Stellen lenkt, die auch bei kräftigeren Beinen und ausladenden Hüften schmal und zierlich wirken: auf die Knöchel und auf die Taille. Der weite Schnitt lässt die Beine außerdem schlank wirken und in Kombination mit High Heels oder Plateauschuhen lässt die Culotte kleine Frauen insgesamt größer wirken. Frauen mit kräftigeren Waden sollten allerdings darauf achten, Modelle zu wählen, die nicht auf halber Höhe der Wade, sondern eher kurz über dem Knöchel enden: Damit machen sie sich die Wirkung des Schnitts geschickter zunutze.

Einen kleinen Bauch kaschieren indes Modelle mit hohem Bund: In Kombination mit Crop Tops oder schmal geschnittenen Oberteilen rückt die Culotte so die Taille in den Fokus und ermöglicht die klassische Sanduhr-Silhouette. Von allzu weiten oder langen Oberteilen ist in Kombination mit der Culotte hingegen eher abzuraten, da andernfalls schnell ein „formloser“ Gesamteindruck entsteht. Wer seine Oberteile etwas lockerer bevorzugt, sollte also Culottes mit hoch angesetztem Bund wählen und das Oberteil hineinstecken – oder einfach mit einem Gürtel in der Taille die schmale Körpermitte betonen.