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Hygieneartikel im Check

Die Vorteile und Nachteile von Soft Tampons

Soft Tampons
Ein kleines Schwämmchen soll Menstruationsblut aufhalten. Was Soft Tampons können und was nicht, lesen Sie hier.Foto: iStock/evgenyi-filatov

Schon mal Soft Tampons gekauft? Die kleinen Schwämmchen ohne Rückholbändchen machen herkömmlichen Tampons Konkurrenz. Was sind die Vorteile und was die Nachteile? STYLEBOOK klärt auf.

Wofür sind Soft Tampons gut?

Anders als die meisten herkömmlichen Frauen-Hygieneprodukte bieten Soft Tampons einen sehr hohen Tragekomfort und schränken den Alltag nicht ein. Sie sind nicht nur sicher, sondern eignen sich auch für eine diskrete Anwendung bei jeglichen Sportarten und beim Wellness. Da sie so komfortabel und einfach handhabbar sind, muss niemand mehr auf ausgiebiges Saunieren oder entspannte Stunden am Pool verzichten. Auch beim Sport sind Soft Tampons angenehme Begleiter: wo das Rückholbändchen unangenehm drückt und scheuert, spürt man mit dem innovativen Schwämmchen: nichts! Ob Tanzen, Schwimmen, Laufen, Reiten oder Fahrradfahren: Soft Tampons bieten einen zuverlässigen Schutz und passen sich jeder Körperbewegung optimal an.

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Woraus bestehen Soft Tampons?

Die kleinen Schwämmchen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Optik, Haptik und Anwendung erheblich von herkömmlichen Tampon-Produkten. Durch ihr herzförmiges Design und das extrem weiche Material wird nicht nur das Einführen erleichtert, sondern auch ein optimaler Sitz garantiert – und das für mehrere Stunden! Eine kleine Grifflasche ersetzt das bekannte Rückholbändchen, was laut Hersteller die Anwendung erleichtert. Anders als aus dem bisher üblichen harten Zellstoff, bestehen Soft Tampons aus einem weichen Schaumstoff, der für die körperliche Gesundheit unschädlich sein soll. Aufgrund dieser Flexibilität sind die kleinen Hygienehelfer auch einfach handhabbar, da sich die Anwendung, abgesehen vom Entfernen mittels der kleinen Lasche, nicht von der eines gewöhnlichen Tampons unterscheidet. Die innovativen Hygieneprodukte können maximal 6 Stunden lang getragen werden, empfehlenswert ist aber ein Wechsel-Rhythmus von ca. 4 Stunden.

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Wie viel kosten Soft Tampons?

Dass Hygieneprodukte für Frauen recht hochpreisig sind, ist längst kein Tabuthema mehr – und dennoch hat sich in Deutschland in diesem Gebiet leider verhältnismäßig wenig getan. Obwohl jede Frau im gebärfähigen Alter regelmäßig ihre Periode bekommt und daher rund die Hälfte der Bevölkerung betroffen ist, wird das Thema nach wie vor gerne vermieden. Sehr zum Leidwesen der Frauen, die jeden Monat durchschnittlich zwischen 5 und 10 Euro für Tampons, Schmerzmittel und Co. ausgeben müssen. Zwar wurde hierzulande vor wenigen Jahren immerhin die Steuer von 19 auf 7 Prozent gesenkt, doch in Ländern wie Schottland sind Menstruationsartikel bereits komplett kostenlos erhältlich. Mit rund einem Euro pro Stück sind Soft Tampons sogar noch teurer als herkömmliche Produkte. Daher sollte jede Frau vor dem Kauf genau abwägen, ob es sich für sie lohnt, noch tiefer für die monatlichen Hygieneartikel in die Tasche zu greifen.

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Soft Tampons – Anwendung, Risiken, Nachhaltigkeit

Toxisches Schocksyndrom ist auch hier möglich!

Natürlich hat jedes Produkt seine Vor- und seine Nachteile. Auch bei der Verwendung von Soft Tampons gibt es daher eine ganze Menge zu beachten. Denn ebenso wie bei herkömmlichen Varianten können auch die kleinen Schwämmchen im Ernstfall ein Toxisches Schocksyndrom auslösen. Was hier vorbeugt? Mit regelmäßigem Wechseln (spätestens alle 6 Stunden) wird das Risiko an TSS zu erkranken deutlich verringert.

Die Umwelt im Blick behalten

Neben der Anwendung und der Optik ist die Nachhaltigkeit einer der wichtigsten Punkte für ein neues Hygieneprodukt auf dem Markt. Da Soft Tampons aus Schaumstoff bestehen und aus hygienischen Gründen nur einmal verwendet werden dürfen, kommen sie in Sachen Umweltbewusstsein nicht an die wiederverwendbare Menstruationstasse heran. Da sie alle 4 bis 6 Stunden – außer natürlich nachts – ausgewechselt werden müssen, und das über 3 bis 5 Tage hinweg, kommen jeden Monat zwischen 12 und 25 Stück zum Einsatz. Daher gehören Soft Tampons, ebenso wie herkömmliche Tampons, nicht zu den besonders nachhaltigen Hygieneprodukten.

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Kein Rückholbändchen

Das nicht vorhandene Rückholbändchen wurde zwar gerade noch als Vorteil gelobt, da dadurch der Tragekomfort deutlich erhöht wird: Doch natürlich hat dieser Faktor auch eine Kehrseite. Das sichere Entfernen des Soft Tampons kann sich ohne Rückholbändchen deutlich schwerer gestalten als mit – und erfordert einiges an Fingerspitzengefühl und Übung. Bei lang anhaltenden, durch die Anwendung entstehenden Schmerzen, sollte daher dringend Rücksprache mit einem Gynäkologen gehalten werden.

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