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Glitzersternchen, Sticker…

Zahnschmuck – wie viel er kostet, wie lange er hält

Frau mit Zahnschmuck auf den Zähnen
Zahnschmuck ist schnell auf die Zähne gebracht, muss allerdings gut gepflegt werdenFoto: iStock/Daniel Zgombic

Zahnschmuck in Form von Stickern und Kristallen waren in den frühen 2000ern das Ding – jetzt feiern sie ihr Comeback. Wie wird der Zahnschmuck angebracht – und was muss man beachten? Eine Zahnärztin hat uns die wichtigsten Fragen beantwortet.

Anders als Grillz, die metallischen Kappen, die gerne von Rappern über die Zähne gestülpt werden, werden die Sticker und Steinchen einfach auf den Zahn geklebt. Das geht relativ schnell und schmerzfrei – und der Zahnschmuck kann vom Zahnarzt auch ganz leicht wieder entfernt werden. Wie die Behandlung verläuft erklärt uns Dr.-medic stom (RO) Diana Svoboda MSC, MSC, ärztliche Leiterin der diPura Fachklinik für Zahnästhetik und Implantologie in Essen.  

Wie wird der Zahnschmuck angebracht?

„Für die Anbringung muss die Zahnsubstanz, auf die das Steinchen gesetzt werden soll, zunächst gereinigt werden“, erklärt Dr. Svoboda. Anschließend werde die Stelle mit einer speziellen Säure angeätzt, bevor das Steinchen mit einem dünnflüssigen Kleber angebracht wird. Dies sei laut der Zahnärztin ähnlich dem Anbringen von Brackets. „Und genauso einfach kann man den Zahnschmuck später auch wieder entfernen, sollte er nicht länger gefallen.“

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Wie viel kostet Zahnschmuck?

Wie viel die glitzernden Steinchen und Sticker kosten, hängt davon ab, welche Art Zahnschmuck man wählt. „Von Swarovskisteinchen bis zum Brilli sind die Preisunterschiede mitunter groß. Daher können die Kosten stark variieren – mit 50 Euro aufwärts inklusive Anbringung ist aber schon zu rechnen“, erklärt die Fachärztin. Sie weist zudem darauf hin, dass die Kosten für die Zahnsteinchen nicht von der Krankenkassen übernommen werden, da es sich um eine rein ästhetische Behandlung handle.

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Gibt es gesundheitliche Risiken?

Ernsthafte gesundheitliche Risiken beständen laut Dr. Svoboda nicht. Voraussetzung dafür sei jedoch eine gute Zahnhygiene. „Ähnlich wie bei den Brackets kann sich Plaque rund um den Zahnschmuck bilden, wenn man nicht gründlich genug reinigt. Dabei wird auch Säure abgegeben und es kann zu Schädigungen der Zahnsubstanz kommen“ erklärt die Zahnärztin. Nach Entfernung der Steinchen bliebe dann ein sichtbarer Rand zurück. Eine besonders sorgfältige Pflege sowie regelmäßige professionelle Zahnreinigungen seien deshalb unabdingbar, um Plaque und die Entstehung von Karies zu verhindern.

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Welcher Zahnschmuck ist momentan angesagt?

Während in den 90ern insbesondere kleine Kristalle die Zähne schmückten, sind es heute zunehmend Markenlogos und große Symbole. Klein und fein war einmal, heute muss es auffallen.

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Diesen Eindruck bestätigt auch Dr. Svoboda. „Beim Zahnschmuck sind derzeit vor allem Dazzlers, Skyces und Twinkels gefragt. Bei den Dazzlers handelt es sich um eine Goldfolie oder Formen, wie z. B. Herzchen, die dauerhaft auf die Zähne aufgeklebt werden. Unter Skyces versteht man kleine Kristallsteinchen oder sogar Diamanten mit verspiegelter Rückseite, die einen Lichtreflex erzeugen. Die Twinkels sind die teuerste Variante – hierfür wird 24-karätiges Gold oder Weißgold verwendet.“