Was tun, wenn die Farbe weg soll?

Darum sollten Sie Ihr Tattoo nur vom Hautarzt entfernen lassen

Tattoo-Entfernung
Eine Tattoo-Entfernung ist nicht unbedenklich - wer seine Tätowierung loswerden will, sollte die Laserbehandlung von Fachleuten durchführen lassen.
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Ein Tattoo sollte man sich nicht leichtfertig stechen lassen, der Schriftzug mit dem Namen des Liebsten kann schnell mal länger halten als die Beziehung selbst – und dann muss man entweder mit dem Kunstwerk unter der Haut leben, oder es sich entfernen lassen. Das ist aber nicht nur teuer und schmerzhaft, sondern auch nicht ganz unbedenklich.

Bei der Tattoo-Entfernung gibt es eine Vielzahl an Risiken: Das Bundesamt für Strahlenschutz warnt vor Verbrennungen, vorübergehenden oder bleibenden Pigmentveränderungen, Entzündungen und Narbenbildung bei nicht sachgerechter Behandlung mit Geräten der höchsten Laserklasse.

Entfernung nur beim Arzt

Damit das nicht passiert, ist entscheidend, wer die Behandlung durchführt. Der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) empfiehlt daher, zu einem erfahrenen Hautarzt mit geeignetem Lasersystem zu gehen. Ab Ende 2020 darf die Tattoo-Entfernung laut Strahlenschutzverordnung ohnehin nur noch von Ärzten durchgeführt werden. Doch auch bis dahin sollte man sich laut Bundesamt über den Laser-Anwender sowie über mögliche Nebenwirkungen und Risiken genau informieren.

Vielzahl an Risiken

Aber nicht nur Narbenbildung und Entzündungen gehören zu den Risiken, die eine Tattoo-Entfernung mit sich bringen kann. Wird zum Beispiel ein bösartiges Muttermal mitgelasert und dadurch oberflächlich verändert, kann es verschleppt werden und Metastasen bilden.

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Ist die Tätowierung dann entfernt, ist weiterhin Vorsicht geboten. Die Haut muss anschließend gut vor Sonne geschützt werden, erklärt der BVDD. Die Laser-Behandlung macht daher im Winter am meisten Sinn. Aber auch nach einer Laseranwendung können giftige Spaltprodukte der Farbpigmente in den Körper wandern, eine Tattoo-Entfernung sollte also auf keinen Fall leichtfertig angegangen werden.