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Nachgefragt beim Tätowierer

Darf ich vor einer Tätowierung Alkohol trinken?

Ein Gläschen Wein vor dem Tattoo-Termin? Lieber nicht!Foto: Getty Images

Ungewollte, aus einer Schnapslaune heraus entstandene, Tattoos kommen heute hauptsächlich in Hollywood-Komödien vor. Aber: Darf man überhaupt betrunken sein, wenn sich eine Tattoo-Nadel der Haut nähert? Ein Tattoo-Experte erklärt, warum Tätowierungen und Alkohol keine gute Kombination sind.

Die erste Sitzung im Tattoo-Studio steht an, die Vorfreude ist riesig. Doch die Nerven liegen blank. Zur Beruhigung könnte man sich ja ein Gläschen Sekt genehmigen oder einen kleinen Schnaps … Oder birgt ein leichter Schwips vor der Tattoo-Sitzung Risiken? Und was passiert, wenn ich vorher Drogen konsumiert habe oder regelmäßig Medikamente einnehme? STYLEBOOK hat bei einem Experten nachgefragt, wie sich Tätowierungen mit Alkohol vertragen und was es sonst noch zu beachten gibt.

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Darf ich vor einer Tätowierung Alkohol trinken?

Alkohol ist ein No-Go vor dem Tattoo-Termin“ sagt Tattoo-Experte Alexander Supper, besser bekannt als AJ. In seinem Stuttgarter Tattoo-Studio „Mommy I’m Sorry“ wird den Kund*innen empfohlen, ganze fünf Tage vor der Tätowierung auf Alkohol zu verzichten. Denn der wirkt blutverdünnend. Durch den Alkoholgenuss kann es deshalb passieren, dass die Farbe beim Tätowieren schlechter angenommen wird und die betroffene Stelle stärker blutet. Dadurch kann sich die Qualität des Tattoos verschlechtern oder eine leichte Entzündung entstehen. Auch im Anschluss an die Tätowierung kann es passieren, dass durch die stärkere Blutung mehr Farbpigmente ausgeschwemmt werden.

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Vor dem Tätowieren auf Aspirin verzichten

Noch strenger sind die Stuttgarter Tätowier*innen von „Mommy I’m Sorry“ bei Aspirin. Sie raten, 14 Tage vor dem Termin darauf zu verzichten. Von allen anderen blutverdünnenden Medikamenten rät AJ genauso ab wie vom Drogenkonsum vor einem Tattoo-Termin. Wer auf die regelmäßige Einnahme von bestimmten Medikamenten angewiesen sei, solle sich ärztlichen Rat einholen und Rücksprache mit dem oder der Tätowier*in halten, rät der Experte.