Fragen & Antworten

Graue Haare mit 30! Wie sie entstehen und wie man sie am besten pflegt

Gerade erst aus den Zwanzigern raus und schon kommen die ersten grauen Strähnen? STYLEBOOK erklärt, warum auch jüngere Frauen betroffen sind und wie graues Haar am schönsten zur Geltung gebracht wird.

Frau mit Silberhaar
Silversurfer mit Ende 20? Tatsächlich gibt es nicht wenige Frauen, die schon früh grau werden
Foto: Getty Images

Das erste graue Haar ist für die meisten Frauen ein Aha-Erlebnis, schließlich wird das zweite nicht lange auf sich warten lassen. Aber woher kommt es, dass manche früher ergrauen als andere? Was ist zu tun – dazu stehen oder färben? STYLEBOOK beantwortet die wichtigsten Fragen:

Warum werden Haare grau?

Haare sind aus Keratin bestehende Hornfäden, für deren Färbung Melanine verantwortlich sind. Sie werden von Zellen in den Haarwurzeln gebildet, den sogenannten Melanozyten, die den herauswachsenden Haaren ihre rötliche, braune oder schwarze Pigmentierung verleihen. Je mehr Melanine vorhanden sind, umso dunkler erscheinen die Haare. Ab einem bestimmten Zeitpunkt, in der Regel mit Mitte/Ende 30, lässt die Melaninproduktion nach. Speziell am Anfang, wenn nicht sämtliche Haare betroffen sind, wirken sie „grau“, tatsächlich sind sie aber weiß.

Warum fängt es bei einigen früher an?

Wann und ob überhaupt das Haar ergraut, hängt maßgeblich von den Genen ab. Wenn Ihre Eltern und Großeltern bis ins hohe Alter mit einer pechschwarzen Mähne glänzen, wird es Ihnen sehr wahrscheinlich auch so ergehen. Es gibt allerdings äußere Faktoren, die das erste Auftreten grauer Haare beschleunigen können. Wenn hormonelle Erkrankungen oder ein extremer Nährstoffmangel ausgeschlossen werden konnten, wird die genetisch bedingte Neigung zum Ergrauen meist durch Stress provoziert.

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Gibt es die berühmten „grauen Haare über Nacht“?

Ja, sie sind allerdings nicht ganz wörtlich zu nehmen – schließlich können Haare nicht von heute auf morgen ihre Farbe verlieren.

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Fühlt sich graues Haar anders an?

Nein. Ihm jagt fälschlicherweise der Ruf voraus, struppig und eher kraus zu sein, dabei ist graues Haar genauso strukturiert wie pigmentiertes. Allerdings wird mit den Jahren – bei Frauen mit Eintritt in die Menopause – weniger Keratin produziert, der Hauptbestandteil menschlicher Haare, die dadurch langfristig dünner und trockener werden; das ist jedoch eine Altersfrage und unabhängig von der Farbe. Hier helfen regelmäßige Kuren, um den Feuchtigkeitsmangel auszugleichen und das Haar geschmeidig zu pflegen. Zum Reinigen verwenden Sie am besten ein Shampoo mit Blaupigmenten, das dem Gelbstich entgegenwirkt.

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Kann man dem Grauwerden vorbeugen?

Nicht wirklich. Sicherlich ist es sinnvoll, Provokationsfaktoren zu minimieren, also extremen Stress zu vermeiden und insgesamt einen gesunden Lebenswandel zu pflegen. Zudem kann eine ausgewogene, vitamin- und folsäurereiche Ernährung dabei helfen, die natürliche Haarfarbe möglichst lange zu bewahren. Schließlich können so alle Zellen im Körper, entsprechend auch die Melanozyten, besser arbeiten. Naturheilkundler glauben, dass eine Übersäuerung im Körper zu grauen Haaren führen kann, und empfehlen daher basische Diäten und Entsäuerungskuren – Mediziner erwarten davon jedoch keinen Effekt.

Graue Haare sind Trend

Sind die grauen Haare erst einmal da, haben Sie eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Färben oder zu der neuen Weis(s)heit stehen. Zweites wäre – dem Vorbild von „Vogue“-Autorin Sarah Harris nach zu urteilen – vielleicht gar keine so schlechte Idee. Bereits mit 16 Jahren kamen bei ihr die ersten grauen Strähnen. Heute trägt sie ihr weißes Haupt mit Stolz.

Sarah Harris

Modeautorin Sarah Harris trägt stolz ihre graue Mähne
Foto: Getty Images

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Tatsächlich wurde „Granny Hair“ zum Haar-Trend 2019 erklärt, unter dem gleichnamigen Hashtag finden sich bei Instagram gut 350.000 Einträge (Stand: Januar 2020). Und wir finden: Mit grauem Haupt – sei es natürlichen oder künstlichen Ursprungs – sieht man alles andere als alt aus.

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