Frisurenklassiker der 20er

Bubikopf – wem die Frisur steht, wie man sie stylt

Frau mit Bubikopf
Der Bubikopf gehört seit den 20er-Jahren zu den Frisurenklassikern
Foto: Getty Images

So französisch, so revolutionär, so maskulin und doch feminin – das ist der Bubikopf. Der klassische Kurzhaarschnitt ist ein Stück Frisurengeschichte. Wie Frau den Klassiker heute trägt und was der Bubi mit dem Bob zu tun hat, erklärt STYLEBOOK.

Den Bubikopf gibt es schon seit den 1920er-Jahren. Die erste, die sich traute sich die Knabenfrisur schneiden zu lassen, war Tänzerin Irene Castle 1915. Das Modestatement war damit gesetzt und wenig später avancierte der Kurzhaarschnitt dank diverser bekannter Nachahmerinnen zur Trendfrisur. Die vermutlich bekannteste Bubikopf-Liebhaberin ist Mireille Mathieu, die dieser Frisur seit Jahren in verschiedenen Varianten treu bleibt und dabei auch zeigt, wie der Bubikopf mit einer anderen Trendfrisur verschmelzen kann: dem klassischen Bob.

Mireille Mathieu mit Bubikopf

Mireille Mathieu zeigte den Bubikopf über die Jahre in verschiedenen Varianten, dem Rundum-
Bubi (l., 1983) und der Bob-Pony-Variante (r., 1968)
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Bubikopf: Was ist das?

Der Bubikopf ist je nach Schnitt ein rund geschnittener Bob. Klassischerweise endet er irgendwo zwischen dem Ohrläppchen und kurz vor dem Halsansatz. Der Bubikopf kann mit und ohne Pony getragen werden oder er wird wie in der Mireille-Mathieu-Version einmal schräg rund um den Kopf herum geschnitten. Dann gibt es zwar einen Pony, der geht aber kantenlos in das Haupthaar über. Traditionell trägt Frau den Bubikopf glatt, heute geht’s aber auch in zarten Wellen oder aufregenden Korkenzieherlocken.

Wem steht der Bubikopf?

Der Bubikopf sieht ganz besonders an Frauen mit ovalen Gesichtsformen toll aus, da das rund geschnittene Haar einen schönen Kontrast bildet. Wer sich an die Bob-Variante herantraut, sollte unbedingt bedenken, dass die Frisur neben dem Gesicht auch den Hals betont. Wer ohnehin schon ein rundes Gesicht hat, sollte von der Frisur eher Abstand nehmen, da der runde Schnitt die runde Gesichtsform noch unterstreicht. Übrigens funktioniert der Bubikopf mit allen Haartypen. Gerade Frauen mit feinen Haaren können hier Volumen rausholen.

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Wie style ich den Bubikopf am besten?

Glatt

Undone

Heute geht alles undone, auch der Bubikopf. Am einfachsten funktioniert das, wenn die Frisur an der Luft getrocknet wird und Sie rundherum ein wenig Salzspray einkneten.

Locken

Eine ziemlich lässige Stylingvariante sind natürlich immer Wellen bis hin zu extremen Locken. Das geht auch beim Bubikopf. Am einfachsten funktioniert der wellige Bubi mit Naturlocken. Dann einfach lufttrocknen und natürlich springen lassen. Glatthaarige Frauen können sich die Locken mit zahlreichen Varianten auch eigenhändig zaubern. Dann bloß unbedingt an den Pony denken.

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Wie pflege ich den Bubikopf?

Damit der Bubikopf akkurat auf gewünschter Länge bleibt, muss er regelmäßig nachgeschnitten werden. Wer keine Lust auf ständige Friseurbesuche hat, kann bei der Frisur auch gut zwischen den verschiedenen Längen variieren, etwa auf Ohrlänge anfangen, wachsen lassen und wieder abschneiden, bevor die Frisur die Schultern erreicht. Tragen Sie Ihren Bubikopf mit Vollpony, sollten Sie den jedoch regelmäßig nachschneiden. Dann hängen die Haare nicht in oder sogar über den Augen.

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