Expertin erklärt

Wofür sind eigentlich BB- und CC- und DD-Cremes?

Frau mit Creme im Gesicht
Make-up, BB-Cream, CC-Cream, DD-Cream – wo liegt da eigentlich der Unterschied?
Foto: Getty Images

Bei Kosmetik-Produkten kann man schnell mal den Überblick verlieren – vor allem bei Namen wie BB-, CC- oder DD-Creme. STYLEBOOK dröselt das Mini-Beauty-Alphabet für Sie auf – und erklärt, was die Cremes alles können und für wen sich welche eignet.

BB steht für „Blemish Balm“. Erfunden wurde die Creme bereits in den 1950er-Jahren von der deutschen Hautärztin Dr. Christine Schrammek. Sie wollte damit die Abheilung der Haut nach medizinischen Peelings unterstützen. Dementsprechend dick und mattierend war damals das Original. In den 1980er-Jahren wurde die BB Cream dann in Korea wiederentdeckt. Von dort aus haben die Cremes dann schließlich ihren Siegeszug um die Welt angetreten.

Auch interessant: Foundation, Puder, Rouge – welcher Make-up-Pinsel ist für was?

Heutige BB-Cremes sind echte Alleskönner und eine praktische Mischung aus Tagescreme und Make-up. Die Balm-Basis beruht auf Feuchtigkeitscreme, erklärt Ricarda Zill vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW). „Eine gute BB-Creme deckt aufgrund eines höheren Pigmentanteils leichte Unebenheiten ab, ohne wie ein herkömmliches Make-up die Poren zu verstopfen“, erläutert die Expertin. Oft enthalten sie auch Mineralpigmente, die der Haut helfen können, sich besser zu regenerieren.

BB-Creme – die Foundation-Alternative für trockene Haut?

Zill rät daher, solche Stellen vor dem Auftragen von pigmentierten Produkten mit einer reichhaltigen Tagescreme zu versorgen. Zusätzlich empfiehlt sie, vorbeugend abends ein sanftes Peeling anzuwenden, wenn die Schüppchenbildung an vereinzelten Stellen stark auftritt.

CC-Creme zur Farbkorrektur

Der Name steht für „Colour Correction“ bzw. „Complexion Correction“ und ist quasi die Weiterentwicklung der BB-Cream. Diese Produkte versorgen die Haut mit Feuchtigkeit, korrigieren den Hautton und decken Rötungen und Unreinheiten ab. CC-Creams gibt es z.B. auch in grün (ideal gegen Rötungen, weil grün die rote Farbe neutralisiert) oder gelb (ideal bei besonders müder, fahler Haut). Diese passen sich perfekt dem eigenen Hautton an. Wichtigster Unterschied zu den BB-Creams: Sie schützen und pflegen nicht nur, sondern verbessern bei langfristiger Anwendung auch das Hautbild.

Auch interessant: So schneiden Foundations bei „Stiftung Warentest“ ab

Den makellosen Make-up-Effekt gibt’s aber auch mit der CC-Creme nicht. Die sorgt lediglich für einen etwas ebenmäßigeren Teint und mit Feuchtigkeit versorgter Haut, kann aber ebenfalls nicht mit starker Deckkraft punkten. Im Gegensatz zu BB-Creams zaubern die meisten CC-Cremes außerdem ein samtig-mattes Finish.

Was ist eine DD-Creme?

Der Name steht für „Dynamic Do-All“ und verspricht, die Pflegeeigenschaften von BB- und CC-Creme in einer Tube zu vereinen. So soll die Creme Feuchtigkeit spenden, grundieren, Unebenheiten korrigieren und die Haut schützen. Gleichzeitig sollen, dank spezieller Wirkstoffe, Falten gemildert und das Hautbild verfeinert werden. Bezeichnet wird die neue Innovation schon mal salopp als das „Schweizer Offiziersmesser unter den Beauty-Produkten“.

DD-Cremes sind vor allem reifere Frauen geeignet, denen die Anti-Aging-Eigenschaften ihrer CC-Creme nicht mehr ausreichen. Die DD Cream deckt auch erste Alterserscheinungen wie Pigmentflecken intensiver ab und ersetzt so ein extra Finish.